So sieht der Geltungsbereich des Bebauungsplans aus , den der Gemeinderat für das neue Baugebiet zwischen Drosselstraße und Starenweg jetzt auf den Weg gebracht hat. Grafik: Marktbauamt

Gemeinderat

Peiting: An der Drosselstraße enstehen neue Baugrundstücke

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Erst Hochweg, dann Bachfeld und jetzt Starenweg: Binnen weniger Wochen hat der Marktgemeinderat Peiting das dritte Wohnbaugebiet auf den Weg gebracht. Zwischen Drosselstraße und Starenweg sollen circa 30 Baugrundstücke entstehen. Ob auch Mehrfamilienhäuser dort Platz finden werden, ist noch nicht entschieden.

Peiting – Schon länger liefen die Bemühungen der Marktgemeinde, auf der freien Fläche zwischen Drosselstraße und Starenweg ein neues Baugebiet zu schaffen. Mitte September äußerte sich Geschäftsleiter Stefan Kort zuversichtlich, dass die Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer kurz vor dem Abschluss stünden. Mittlerweile ist die Unterschrift unter dem Vertrag, dem Vorhaben steht nichts mehr im Wege. Am Dienstag stand nun der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Erst eine Woche zuvor hatte das Gremium das Bauleitverfahren für das neue Wohnbaugebiet auf dem Bachfeld auf den Weg gebracht. Schon im September segnete der Rat die Pläne für das Baugebiet am Hochweg ab. 

Anders als bei der damaligen Sitzung, als Marktbaumeister Fabian Kreitl bereits einen ersten Entwurf mit möglichen Parzellengrößen vorlegen konnte, hatte Kreitl diesmal nur eine grobe Übersicht über den geplanten Geltungsbereich des Bebauungsplans im Gepäck. Dass der Aufstellungsbeschluss dennoch zur Entscheidung stand, begründete der Marktbaumeister mit dem nahenden Jahresende. „Nur noch bis dahin haben wir die Möglichkeit, den Bebauungsplan im vereinfachten Verfahren aufzustellen“, sagte Kreitl.

Rund 14 000 Quadratmeter ist die Fläche am Starenweg groß, auf der rund 22 neue Baugrundstücke entstehen sollen. Entlang der Drosselstraße im westlichen Teil des Areals bleibt eine private Grünfläche bestehen. Ebenfalls im Geltungsbereich des Bebauungsplans liegen die privaten Schrebergärten entlang der Bahnlinie. Die Erschließung des neuen Baugebiets sei über dem Unterfeldweg und eine Ringstraße geplant, erklärte der Marktbaumeister.

Raum für Mehrfamilienhäuser gefordert

Was die künftige Bebauung betrifft, regte Herbert Salzmann (SPD) an, nicht nur Bauplätze für Einfamilienhäuser, sondern auch Raum für Mehrfamilienhäuser vorzusehen. Er griff damit den Vorstoß von seinem grünen Ratskollegen Thomas Elste auf, den dieser für das geplante Wohngebiet am Bachfeld gemacht hatte. Das Gebiet an der Drosselstraße sei dafür allerdings deutlich geeigneter, sagte Salzmann. Dies sei anders als am Bachfeld keine Ortsrandlage und noch dazu gebe es dort bereits Mehrfamilienhäuser. „Der Bedarf an Eigentumswohnungen ist da, das sollten wir berücksichtigen“, betonte Salzmann. Auch vor dem Hintergrund, dass die vorgesehene Mehrparteienbebauung auf der Basili-Wiese mit dem Wegfall des dortigen Baugebiets nicht mehr verwirklicht werden könnte. 

Unterstützung bekam Salzmann von Elste, der den Vorschlag des SPD-Fraktionschefs begrüßte. „Wir werden im nächsten Schritt darüber reden“, versprach Bürgermeister Michael Asam. Gleiches sicherte der Rathauschef auch Christian Lory (Unabhängige) zu, der anregte, im Rahmen des geplanten Energiekonzepts auch das neue Wohngebiet genauer zu betrachten.

Geht alles glatt im weiteren Verfahren, soll schon im nächsten Jahr mit der Erschließung begonnen werden. 885 000 Euro sind für den Straßenbau sowie Kanal- und Wasseranschluss im Haushalt vorgesehen, den der Gemeinderat zuvor in der gleichen Sitzung auf den Weg gebracht hatte. Die Vergabe der Grundstücke ist für 2021 geplant.

Einstimmig votierten die Gemeinderäte für die Aufstellung des Bebauungsplans.

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