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Zweimal links abbiegen in die Münchener Straße. Laut Polizei beides möglich, allerdings sollte rechts von der Verkehrsinsel auch die rechte Fahrspur eingehalten werden. 

Umleitung wegen der Baustelle

An der Pfanni-Uhr scheiden sich die Geister

„Nichts ist unmöglich“ - der Werbespruch einer Automarke scheint auch für die Einmündung Müllerstraße/Münchener Straße an der Pfanni-Uhr zu gelten. Im Zuge der Umleitung kommt es immer wieder zu Irritationen an der Verkehrsinsel.

Peiting– Morgens um acht in Peiting. Die Hauptverkehrsader Schongauer Straße ist wegen Bauarbeiten gesperrt, der Verkehr rollt über die Müllerstraße. Bis er an der Kreuzung zeitweise zum erliegen kommt. An der so genannten Pfanni-Uhr, die mitten auf einer Verkehrsinsel steht, herrscht unter den Linksabbiegern Uneinigkeit, wie diese zu umfahren ist. Drei beliebte Varianten: Links vorbei, rechts nahe an der Verkehrsinsel vorbei oder die Insel ganz am rechten Fahrbahnrand großräumig umfahren? Ebenso geht es allen, die von Hohenpeißenberg in Richtung Ortsmitte abbiegen wollen. Links an der Verkehrsinsel vorbei oder doch rechts davon?

Problematisch wird es, wenn Linksabbieger aus der Müllerstraße alle Einfahrten in diese versperren. Dann läuft erst einmal gar nichts. Manche Autofahrer nehmen sogar lieber den Umweg über die Birkenriedstraße in Kauf, um die problematische Stelle zu meiden.

„Hier sind mehrere Varianten möglich, da eine eindeutige Regelung durch einen Pfeil fehlt“, gibt Udo Mewes, Mitarbeiter Verkehr an der Polizeiinspektion Schongau bereitwillig Auskunft. Alle, die rechts an der Verkehrsinsel vorbei nach links abbiegen wollen, sollten sich aber am rechten Fahrbahnrand halten, um die Einfahrt in die Müllerstraße nicht zu versperren. Zudem weiß er zu berichten, dass sich sogar Fahrlehrer schon bei der Polizei nach der richtigen Fahrweise an dieser Stelle erkundigt hätten.

Fahrlehrer Armin Huber fängt auf die Frage nach der Einmündung an der Pfanni-Uhr erst einmal an, zu lachen. Das Thema ist altbekannt und immer wieder in Fahrstunden und bei Führerscheinprüfungen aktuell. „Diese Ecke ist immer schon ungut“, meint er. Da die Fahrtrichtung nicht vorgeschrieben ist, sei die Stelle wie zwei getrennte Straßen zu behandeln. „Die saubere Lösung ist links an der Verkehrsinsel vorbei. Aber bitte so, dass auch die Einfahrt für aus Richtung Kreisel kommende Rechtsabbieger noch möglich ist“, so Armin Huber. Aber auch die Variante rechts an der Insel vorbei ist erlaubt. Dann aber ganz rechts, sodass die Einfahrt für Linksabbieger aus Richtung Hohenpeißenberg nicht versperrt wird. „Das ist zwar unpraktisch, aber möglich“, findet Armin Huber. Verwirrend findet er zudem die weiße Linie, die vor der Insel auf der Straße gezogen ist und wohl eine Art Vorfahrtsregelung darstellen soll.

Bauarbeiten im Ortskern gehen gut voran

„Für die Verkehrsführung ist der Markt Peiting als örtliche Straßenverkehrsbehörde verantwortlich. Die Polizei kann lediglich Hinweise geben“, sagt Udo Mewes. Bislang funktioniere der Verkehr an dieser Stelle und es sei noch nichts passiert. „Der Aufwand für eine Beschilderung ist groß, mit etwas gegenseitiger Rücksichtnahme gibt es auch keinen Unfall“, sagt einer seiner Kollegen, der nicht namentlich genannt werden möchte.

Der ehemalige Bauamts-Mitarbeiter Reinhard Pantke hat eine eigene Theorie, warum der Verkehr an der Einmündung nicht eindeutig geregelt ist. „Das stammt noch aus den Zeiten der Milch-Hänger“, lacht er. Für lange Fahrzeuge wäre das Abbiegen rechts von der Verkehrsinsel schwierig.

Julian Weninger, verantwortlich für verkehrsrechtliche Anordnungen beim Markt Peiting will zu dieser Sache gar nichts sagen und verwies auf Geschäftsleiter Stefan Kort. Der war gestern nicht erreichbar.

Eine gute Nachricht hat dagegen Gerhard Habersetzer vom Tiefbauamt. Die Straßenarbeiten gehen gut voran und die ausführende Firma hat angekündigt, früher als geplant fertig zu werden. Damit wird auch der Verkehr an der Pfanni-Uhr bald wieder ruhiger.

Ursula Fröhlich

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