Das neue Baugebiet an der Drosselstraße biegt auf die Zielgerade ein.
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Das neue Baugebiet an der Drosselstraße biegt auf die Zielgerade ein.

Bebauungsplan in trockenen Tüchern

Baugebiet Drosselstraße: Bald fällt der Startschuss für die Erschließungsarbeiten

  • Christoph Peters
    vonChristoph Peters
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Das Neubaugebiet an der Drosselstraße in Peiting biegt auf die Zielgerade ein. Am Dienstag hat der Gemeinderat den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst und die Erschließung auf den Weg gebracht. Schon bald sollen die Bagger auf dem Areal anrollen.

Peiting – Eigentlich hätte der Satzungsbeschluss bereits vor einem Monat gefasst werden sollen. Weil in der Planung jedoch die neue Straße im Neubaugebiet fälschlicherweise als verkehrsberuhigte Zone festgelegt worden war, musste der Bebauungsplan-Entwurf wegen der Änderung erneut ausgelegt werden (wir berichteten).

Am Dienstag ging in der Gemeinderatssitzung die Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen erwartungsgemäß schnell über die Bühne, denn nur die Erbenschwanger Verwertungs- und Abfallentsorgungsgesellschaft (EVA) hatte erneut ihre Bedenken geäußert. Diese drehten sich um die Befürchtung, dass vierachsige Müllfahrzeuge die geplante Ringstraße nicht befahren können. Man habe daraufhin Straßenquerschnitt und Kurvenradien nochmals überprüft, sagte Bürgermeister Peter Ostenrieder, der Entwarnung geben konnte. Eine Änderung der Planung sei nicht erforderlich. Der Satzungsbeschluss fiel einstimmig.

Entlang des Unterfeldwegs ist ein Gehweg geplant

Anschließend stellte Marktbaumeister Fabian Kreitl die geplante Erschließung des Neubaugebiets vor. Sie erfolgt, wie bereits bekannt, über den Unterfeldweg, der dafür im Bereich des Bebauungsplans auf 260 Meter Länge bis zur Drosselstraße ausgebaut wird. Neben der fünf Meter breiten Straße ist ein 1,5 Meter breiter Gehweg vorgesehen, der mit einem Niederbord von der Fahrbahn getrennt wird. Der Vorteil sei, dass so der Gehweg überfahren werden könne, wenn sich zwei größere Fahrzeuge begegnen, erklärte Kreitl. Tobias Eding (SPD) meinte, das sei zu gefährlich für Fußgänger. Ein Hochbord sei wegen der Tempo-30-Zone jedoch nicht zulässig, entgegnete Bürgermeister Peter Ostenrieder, der zu bedenken gab, dass sich der Verkehr an dieser Stelle ohnehin in Grenzen halte.

Thomas Elste (Grüne) plädierte dafür, gleich ganz auf den Gehweg zu verzichten, der wegen des Niederbords eher zum Parken verleite. In der ganzen Siedlung gebe es bis auf wenige Ausnahmen keinen Gehweg, erinnerte er. Lieber solle man den Grund bis auf einen schmalen Grünstreifen den angrenzenden Grundstücken zuschlagen, schlug er vor. Doch dem wollte das Gremium nicht folgen. Kreitl verwies auf die Sicherheit der vielen Kinder, die in dem Baugebiet zu erwarten seien. In die gleiche Kerbe schlug auch Christian Lory (Unabhängige). „Meine Tochter lernt gerade Fahrradfahren, da bin ich froh, wenn es einen Gehweg gibt.“ So blieb der einzige Wermutstropfen aus Sicht von Eding, dass der Gehweg vorerst im Norden mit der Bebauung endet und nicht bis zur Drosselstraße fortgeführt wird.

Granitzeilen als Einfassung

Keinen Gehweg bekommt dagegen die neue Ringstraße, die durch das Wohngebiet zu den einzelnen Grundstücken führt. Hier gelte aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens das Prinzip „Shared Space“, sagte Kreitl. Wie schon am Zeißlerweg praktiziert, sollen die beiden Straßen ihre Asphaltfeinschicht erst zu einem späteren Zeitpunkt bekommen, um Schäden durch Baustellenfahrzeuge zu vermeiden. Dass als Randbefestigung Granitzeilen wegen ihrer Widerstandsfähigkeit zum Einsatz kommen sollen, störte Alfred Jocher (Unabhängige), der wie schon in der Vergangenheit auf die mögliche Herkunft des Materials aus Fernost verwies. Die große Mehrheit allerdings folgte dem Vorschlag der Bauverwaltung.

Auch Jochers Anregung, auf einen Regenwasserkanal zu verzichten und das Wasser einfach auf freier Fläche ablaufen zu lassen, fand kein Gehör. „Wir können nicht einfach auf Privatgrund entwässern, da entsteht eine Teichlandschaft“, so Kreitl.

Einstimmig segnete der Gemeinderat am Ende die Erschließungsplanung ab. Schon in der kommenden Woche sollen die Arbeiten laut dem Marktbaumeister vergeben werden. Mit der Fertigstellung rechnet Kreitl für September.

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