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Freuen sich über die Auszeichnung: (v.l.) Max Schwaiger (Käsepflege), Norbert, Andrea und Stefan Schelle und Simon Schwaiger (Käser). 

Wettbewerb des Landwirtschaftsministeriums

Bayerischer Käseschatz kommt aus Peiting

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Großer Erfolg für die junge Peitinger Hofkäserei Weinland: Mit ihrem „Weinländer Hofkäse würzig“ hat sie es beim Wettbewerb „Bayerische Käseschätze 2019“ des Landwirtschaftsministeriums auf Anhieb unter die Preisträger geschafft.

Peiting – Wer an einem Wettbewerb teilnimmt, der macht das normalerweise nicht aus Jux und Tollerei, sondern um sich mit anderen zu messen und zu erfahren, wo man selbst steht im Kreis der Konkurrenten. Im Fall der Schelles aus Peiting lautet die Antwort: Ziemlich weit vorne. Ihr „Weinländer Hofkäse würzig“, den sie beim Wettbewerb „Bayerische Käseschätze“ des Landwirtschaftsministeriums eingereicht hatten, mundete der Expertenjury aus Sensorikern, Sommeliers und Fachjournalisten so gut, dass sie ihn in der Kategorie Rotschmierkäse unter den halbfesten Schnittkäsesorten auf den zweiten Platz wählten. In der Gunst weiter vorn landete nur der „Hirschberger“ der Naturkäserei Tegernseerland aus Kreuth am Tegernsee. „Damit haben wir nicht gerechnet“, sagt Andrea Schelle, die entsprechend freudig überrascht war, als sie jetzt die frohe Botschaft aus München erhielt.

Idee einer eigenen Käsereri verwirklicht

Es ist ein großer Erfolg für das junge Familienunternehmen. Erst vor eineinhalb Jahren hatten Andrea Schelle und ihr Mann Norbert den Schritt ins Käsegeschäft gewagt und auf ihrem Hof im Weinland die Idee einer eigenen Käserei verwirklicht. Käser Simon Schwaiger kümmert sich seitdem um die Produktion der verschiedenen Käsesorten aus Heumilch, kreiert neue Varianten.

Nach einer schwierigen Anfangsphase laufen die Geschäfte mittlerweile gut. Der Absatz sei so weit gestiegen, dass man zwei Drittel der täglichen Milch verkäsen könne, berichtet Andrea Schelle. 35 Laibe Käse werden so jeden Tag produziert.

Der jetzt ausgezeichnete Hofkäse sei dabei so etwas wie das Aushängeschild der Käserei, sagt die Landwirtin. „Den haben wir überall im Angebot.“ Sechs Monate lang muss der Laib im Lager reifen, alle zwei Wochen wird er von Hand mit Salzwasser geschmiert, bis er jene Würze erreicht, die nun die Jury überzeugte.

Dabei hatten die Schelles und ihr Käser eigentlich angenommen, dass eine andere der drei eingereichten Sorten mehr Chancen hätte, die Herzen der Tester im Sturm zu erobern. „Die Sommervariante mit Tomate und Basilikum war unser Favorit“, verrät Schelle. Doch wie heißt es so schön, Geschmäcker sind eben verschieden.

Was Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber selbst zum Heumilchkäse aus Peiting sagt, werden die Schelles am 29. September erfahren. Dann erhalten die Preisträger ihre Auszeichnungen beim Käse-Genussmarkt im Landwirtschaftsministerium.

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