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Zum ersten Mal bei den Brettspieltagen waren (von links) Carina und Lara Fuchs aus Peiting sowie Raphael Kiehn aus Murnau - und waren restlos begeistert.

Alle Tische belegt

Peitinger Brettspieltage: 318 Mal Zocken, Rätseln und Debattieren

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Ein voller Erfolg waren die zweiten Peitinger Brettspieltage in der Schloßberghalle. Bereits zu Beginn waren alle Tische belegt, und über 100 Besucher konnten ihrer Spielleidenschaft frönen.

Peiting – Ist in Zeiten von Computer und Internet „analoges“ Spielen überhaupt noch gefragt? „Auf jeden Fall“, finden Sinah Zapf und Mona Absmaier. Die beiden Studentinnen im Fach Soziale Arbeit an der Stiftungsfachhochschule München sind auf Einladung ihres Dozenten am Wochenende nach Peiting gekommen. „Am Computer habe ich früher mal gespielt“, so Zapf. Heute wird höchstens mal auf Zugfahrten am Handy gespielt, ansonsten zieht sie Gesellschaftsspiele mit Freunden vor.

„Die alten Spiele kommen wieder. Der Trend ist rückläufig“, weiß auch Mona Absmaier aus Erfahrung. Wenn man sich in der Schloßberghalle so umschaute, musste man ihr recht geben. Überall wurde in Gruppen „gezockt“, gerätselt und debattiert. Das ist viel spannender als alleine vor dem PC zu sitzen, so das Credo der Anwesenden.

Neue Spiele ausprobieren

Spielbegeisterte im Alter von fünf bis 70 Jahren nutzen die Chance, einmal ganz neue Spiele auszuprobieren. Dafür, dass die Spieler sich nicht zu lange mit der Anleitung herumplagen mussten, sorgten die zahlreichen Helfer vom Peitinger Jugendzentrum und vom Zirkus Schweinsgalopp-Team. „Es ist super, dass man die Spiele hier erklärt bekommt“, sagte Petra Klinke erfreut, die sich mit ihrem Partner an dem Spiel „Die Portale von Molthar“ versuchte.

Gut besucht waren die Peitinger Brettspieltage in der Schloßberghalle.

Dabei gilt es, bunte Perlen-Karten mit Fantasy-Motiven zu sammeln. Durch Ziehen und Tauschen müssen zwölf Punkte erreicht werden. „Es ist eine Mischung aus Strategie und Glück, ein bissel rechnen und denken“, sagte Petra Klinke lachend. Und es macht auf jeden Fall Spaß, auch wenn sich die beiden erst „reinfuchsen“ mussten.

Am Nebentisch versuchten sich Carina und Lara Fuchs mit Raphael Kiehn am Spiel „Spinderell“. „Das ist ganz lustig“, fand die siebenjährige Lara. Überhaupt wurden viele Eltern mit Kindern an den Spieltischen gesichtet.

Zahlreiche Spiele zur Auswahl

An der Spiele-Ausgabe, wo 318 verschiedene Spiele, manche in mehrfacher Ausführung, auf die Besucher warteten, konnte man sich ausführlich beraten lassen. Wie viele Spieler? Welches Alter? Wie lange soll es dauern? Die Helfer haben sich laut Sonja Merkle, der Kulturpädagogin am Jugendzentrum Peiting, in wöchentlichen Spieleabenden auf die Brettspieltage vorbereitet. Natürlich konnte nicht jeder alle Spiele auswendig kennen, aber es half, wenn man es schon einmal selber ausprobiert hat, um mit der Spielanleitung besser klarzukommen.

Die angebotenen Spiele bei den Brettspieltagen sind zum Teil fürs Peitinger Jugendzentrum angeschafft worden, zum Teil aber auch von verschiedenen Herstellern gespendet, als Testspiel zur Verfügung gestellt oder aus Privatbeständen ausgeliehen worden. Besonders freute sich Merkle, dass in diesem Jahr mit dem Spielwarengeschäft „Heldenschmiede“ aus Kempten ein Anbieter gefunden werden konnte, bei dem die Besucher vor Ort Spiele kaufen konnten. Das wurde nämlich bei den ersten Brettspieltagen von den Teilnehmern gewünscht.

Daneben konnte man sich noch in der Fotobox mit seinem Lieblingsspiel fotografieren lassen und an einer Tombola teilnehmen. Und das schlechte Wetter dürfte ein Übriges dazu beigetragen haben, dass die Besucherzahl von 500 im vergangenen Jahr in diesem Jahr locker erreicht wurde.

VON URSULA FRÖHLICH

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