Radfahrer im Sonnenuntergang.
+
258 Peitinger traten heuer beim Stadtradeln für ihre Gemeinde in die Pedale (Symbolfoto).

Wettbewerb unter erschwerten Bedingungen

Peiting beendet Stadtradeln auf Platz fünf

  • Christoph Peters
    vonChristoph Peters
    schließen

20.825 Kilometer haben die 258 Peitinger Teilnehmer der Aktion „Stadtradeln“ heuer gemeinsam zurückgelegt. Das ist zwar deutlich weniger als bei der Premiere im Vorjahr, dennoch ist man bei der Gemeinde zufrieden. Besonders fleißig trat ein 70-jähriger Radler in die Pedale.

Peiting – Einmal um die Welt waren die Peitinger Radler im vergangenen Jahr gefahren, wenn man die gut 43 000 Kilometer zusammenrechnete, die die 303 Teilnehmer damals bei der Stadtradeln-Premiere zurückgelegt hatten. Diesmal zeigte der gemeinsame Tacho nicht einmal die Hälfte der Strecke an. 20 825 Kilometer standen am Ende der dreiwöchigen Aktion auf der Uhr, auch die Zahl der Radler, die sich beteiligt hatten, war auf 258 geschrumpft.

Doch wie lässt sich der Rückgang erklären? Eine große Rolle könnte der Zeitraum gespielt haben, vermutet Verwaltungsmitarbeiterin Theda Smith-Eberle, die für die Organisation verantwortlich zeichnete. Wegen der Corona-Pandemie war die Aktion vom sommerlichen Juli in den herbstlichen Oktober verschoben worden. Eine Woche sei komplett verregnet gewesen. „Beim schlechten Wetter mit dem Rad zu fahren, da kann sich nicht jeder überwinden.“ Und überhaupt Corona: Viele Berufstätige würden vermehrt von zuhause aus arbeiten, da falle schnell mal die Fahrt mit dem Rad in die Arbeit weg, gibt Smith-Eberle zu bedenken.

Viele neue Teilnehmer beim Stadtradeln dabei

Interessant: Im Vergleich zum Vorjahr gab es heuer einen großen Wechsel bei den Teilnehmern. „Wir hatten viele neue, dafür waren einige vom letzten Jahr nicht mehr dabei.“ Das galt nicht für die beiden erfolgreichsten Radler Dieter Gutschik und Stefanie Kalin. Beide hatten schon bei der Premiere kräftig in die Pedale getreten. Der 70-Jährige sicherte sich als einer der beiden ältesten Teilnehmer mit 827 Kilometern Platz eins in der Einzelwertung. „Wohlgemerkt ohne E-Bike“, betont Smith-Eberle. Kalin, die im Vorjahr noch die meisten Kilometer zurückgelegt hatte, war diesmal mit immerhin 472 Kilometern die erfolgreichste Frau.

Mittelschule räumt in der Team-Wertung ab

Bei der Teamwertung führte auch heuer kein Weg an der Mittelschule vorbei. Stolze 11 021 Kilometer legten die 201 Schüler und Lehrer zurück, was ihnen in der Landkreis-Schulwertung den zweiten Platz hinter dem Gymnasium Penzberg bescherte. Apropos Landkreis-Wertung: Im Vergleich mit den anderen teilnehmenden Kommunen radelten die Peitinger ihre Marktgemeinde auf den fünften Platz – hinter Weilheim (91 341 km), Penzberg (43 354), Seeshaupt (32 673) und Peißenberg (28 180). „Aber immerhin vor Schongau“, stellt Smith-Eberle augenzwinkernd fest. Die Nachbarstadt kam bei ihrer Premiere mit knapp über 7000 Kilometern auf Rang 7.

Nur zwei Gemeinderäte beteiligten sich an der Aktion

Überschaubar fiel heuer allerdings das Engagement der Peitinger Marktgemeinderäte aus. Mit Florian Deibler und Stefanie Wörnzhofer (beide CSU) hielten gerade einmal zwei Mitglieder die Fahnen des Rats in der Sonderwertung hoch.

Insgesamt zog die Organisatorin aber angesichts der besonderen Umstände der zweiten Auflage ein positives Fazit. „Für das nächste Mal sind wir jetzt sicher gut gerüstet“, so Smith-Eberle. Ohne Corona sollte auch die Weltumrundung dann wieder zu schaffen sein.

Lesen Sie auch:

Schlecht ist die Stimmung derzeit an den Agfa-Standorten in Peißenberg und Peiting. Das Unternehmen will in den nächsten Jahren zahlreiche Arbeitsplätze abbauen. Die Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie kritisiert die Entscheidung scharf und kündigt Protestaktionen an. Der Betriebsrat in Peiting nimmt die lokalen Politiker in die Pflicht.

In einer Schule in Peiting ist es zu einem Zwischenfall während des Unterrichts gekommen. Eine corona-leugnende Mutter legte sich dabei mit einem Lehrer an und wurde zunehmend aggressiv.

Auch interessant

Kommentare