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Auf einem Bildschirm können Kunden sich von einem DB-Mitarbeiter aus Kempten beraten lassen.

Jetzt doch: 

Peiting bekommt DB-Video-Reisezentrum

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Peiting - Die Marktgemeinde Peiting bekommt nun doch ein DB-Video-Reisezentrum. Das verkündete Bürgermeister Michael Asam nach der öffentlichen Gemeinderatssitzung im Sparkassensaal. Doch bis es soweit ist, muss noch einiges getan werden.

Die Sanierung der Peitinger Bahnhofstraße und des gesamten Bahnhofs-Areals rückt immer näher – und damit auch der Wunsch nach Verbesserung. In drei Abschnitten soll die Straße saniert werden. Das hatte der Gemeinderat im vergangenen Jahr mit drei Gegenstimmen beschlossen. Nun konnte Rathauschef Michael Asam verkünden, dass es auch in Peiting, neben Schongau und Peißenberg, ein Video-Reisezentrum der Bahn geben wird. Das hatte man eigentlich schon abgeschrieben.

Wie berichtet, hatte sich Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt im Sommer 2015 persönlich mit der Bahn die Strecke Weilheim-Schongau angeschaut. „Daraufhin habe ich angefragt, ob Peiting nicht auch an dem DB-Pilotprojekt teilnehmen könnte“, so Asam. Immerhin habe man in der Marktgemeinde viele Pendler und Bahnfahrer – und eine Aufwertung für das Bahnhofsareal sei so eine Einrichtung allemal. Dann kam laut Asam aber erstmal eine Absage von der Bahn. „Das Schreiben habe ich dem Verkehrsminister weitergeleitet.“ Daraufhin habe sich das Blatt gewendet. „Es ist vor allem Dobrindts Einsatz zu verdanken, dass wir das Reisezentrum doch bekommen. Das muss auch mal gesagt werden“, betonte der Rathauschef.

Jetzt muss noch das schnelle Internet her

Damit das eingerichtet werden kann, braucht es allerdings eine dementsprechende Internetverbindung – die es bis dato noch nicht gibt. Im Zuge des geplanten Breitbandausbaus in der Marktgemeinde, will die Telekom zwar bis 2017 eine Leitung verlegen, „doch wir versuchen nun, das Verfahren zu beschleunigen.“ Dann könnte, wenn es nach Asam geht, das Reisezentrum bereits Ende des Jahres gebaut werden. „Das wäre eine tolle Sache“, betont der Rathauschef. Und konnte sich einen Witz nicht verkneifen: „Jeder Alleinstehende hat dann die Chance, sich dort mit jemandem zu unterhalten“, frotzelte er.

Denn die Mitarbeiter, die die Kunden persönlich am Bildschirm beraten, sitzen in einem Zentrum in Kempten. Über sie kann der Kunde künftig seine Fahrkarten kaufen, aber auch Informationen zu dem jeweiligen Reiseziel und Kosten abrufen. Kurz gesagt: All das, was man derzeit von Angesicht zu Angesicht am Schalter machen kann, ist möglich.

In der Nachbarstadt Schongau ist das Reisezentrum schon seit Monaten beschlossene Sache. Noch im November verkündeten Vertreter der Bahn, dass das Projekt im ersten Halbjahr 2016 eröffnet werden könnte. Wie der Schongauer Bürgermeister Falk Sluyterman auf SN-Nachfrage bestätigte, soll das Video-Reisezentrum am 17. Mai an den Start gehen.

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