Der Peitinger Manuel Rößle ist mit seiner Brauerei Sparifankal die treibende Kraft hinter dem Bierfestival und natürlich wieder selbst mit einem Stand vertreten. FOTO: Archiv/FröhlichSpezialitäten abseits der KlassikerKleine Gläserfür die Verkostung

Auftakt am Tag der Deutschen Einheit 

Das Peitinger Bierfestival geht in die dritte Runde

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Weinverkostung kennt jeder. Aber Bier? Auch beim Gerstensaft gibt es große Unterschiede, die Sortenvielfalt steigt dank kleiner Brauereien Jahr für Jahr. Beim Bierfestival in Peiting zeigen diese auch heuer wieder, dass Bier nicht gleich Bier ist.

Peiting – Manuel Rößle ist Brauer mit Leib und Seele. In seiner Peitinger Biermanufaktur Sparifankal arbeitet er leidenschaftlich an neuen Bierkreationen. Ob „Bergwerk Nulldrei“, „Piperita“ mit frischer Minze oder der Whiskeybock: Rößle bewegt sich beim Brauen gerne abseits der bekannten Klassiker. Dass es in der Welt der Biere mehr gibt als Helles und Weißbier, versucht der Peitinger seit drei Jahren mit einer besonderen Veranstaltung zu vermitteln. Beim Bierfestival zeigen kleine Brauereien aus der Region, was in ihren Fässern steckt. Das Konzept kommt an.

Nach einer gelungenen Premiere vor dem „Bergwerk“ in der Zechenstraße 2017 baute Rößle das Event im vorigen Jahr mit Streetfood und Musiker-Auftritten aus. Vor allem die Verlegung an den Hauptplatz entpuppte sich als Glücksfall. „Das lief nochmal deutlich besser“, blickt Rößle zurück. Weil auch die Rückmeldungen der Besucher positiv ausfielen, sei schnell klar gewesen, dass man heuer eine weitere Auflage in Angriff nehmen wolle, diesmal vom 3. bis zum 5. Oktober.

Erstmals beginnt das Bierfestival damit am Tag der Deutschen Einheit. „Der Feiertag liegt diese Jahr günstig für uns“, freut sich Rößle, der sich davon einen Schub fürs Geschäft verspricht. Der Startschuss fällt an diesem Tag bereits um 12 Uhr, „damit die Leute schon zum Mittagessen kommen können.“ An den anderen beiden Tagen geht es um 16 Uhr los. Ende ist immer um 23 Uhr. Auch diesmal hat Rößle lokale Gastronomen wie den Gasthof Buchberger ins Boot geholt. 

Um dem Namen Streetfood alle Ehre zu machen, engagierte der Peitinger zudem bekannte Foodtruck-Größen. So rollen etwa „Mr. und Mrs. Smith Bar-B-Que“ aus Landshut an. „Die sind als bester Foodtruck des Jahres ausgezeichnet worden.“ Auch für die musikalische Unterhaltung ist gesorgt. Am Donnerstag spielen die Oberhauser Musikanten groß auf, am Freitag steht die angesagte Mundart-Band „Zwoa Bier“ auf der Bühne. Nur am Samstag klafft noch eine Lücke im Programm. Doch Rößle ist zuversichtlich, dass er sie noch mit einer lokalen Band schließen kann.

Doch die wichtigsten Protagonisten beim Bierfestival sind natürlich die Brauereien. Noch während des letzten Festivals hatten laut Rößle unter anderem „Crossroads“, das Schongauer Brauhaus und „Munich Brew“ ihr erneutes Kommen zugesagt. Neu sind Hoppebräu aus Waakirchen und drei weitere Brauereien aus dem Münchner Land, deren Namen Rößle noch nicht verraten will. Wert hat der Veranstalter bei der Auswahl darauf gelegt, dass die eingeladenen Brauereien selbst produzieren und nicht bei größeren brauen lassen. „Das ist bei allen der Fall“, betont er.

Kleine Gläser für die Verkostung

Nichts geändert hat sich am Prozedere. Ausgeschenkt wird in Gläsern mit 0,1, 0,2 und 0,3 Liter Inhalt. So soll sicher gestellt werden, dass Besucher möglichst viele der verschiedenen Bierspezialiäten probieren können. Auch wenn das am Anfang bei manch Bierfan für Verwirrung sorgte. „Da hat schon der ein oder andere gefragt, was er mit dem kleinen Glas soll“, erzählt Rößle lachend. Doch die meisten hätten dies schnell akzeptiert.

Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen. Zwar hat der Veranstalter wieder ein Zelt organisiert für den Fall, dass es regnen sollte. „Wir wären aber froh, wenn wir es nicht bräuchten.“ Mut macht Rößle ausgerechnet das größte Volksfest der Welt. „Wir haben den Termin extra zur Wiesnzeit gelegt. Denn die haben eigentlich immer Glück mit dem Wetter.“

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