Legten gemeinsam für die ersten Blumen 2020 Hand an: (v.li.) Stefanie Wörnzhofer, Bürgermeister Michael Asam, Bauhofchef Tim Osterhaus und Silvia Schlögel.

Nächste Aktion vor dem Winter

„Peiting blüht auf“: Einladung zum gemeinsamen Blumenpflanzen 

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Mit „Peiting blüht auf“ haben die Landwirte aus Peiting und Birkland in diesem Jahr auch über die Region hinaus für Aufsehen gesorgt. Während sich die Natur langsam auf den Winterschlaf vorbereitet, planen die Organisatorinnen bereits die nächste gemeinschaftliche Aktion.

Peiting – „Die Blühflächen, das war eine tolle Sache. Sie sind super angekommen“: Wenn Steffi Wörnzhofer an die geleistete Arbeit im Frühjahr und das Ergebnis zurückdenkt, kommt die stellvertretende Ortsbäuerin regelrecht ins Schwärmen. Gemeinsam mit Silvia Schlögel und unterstützt von Peitinger Landwirten hatte sie Anfang des Jahres die Aktion „Peiting blüht auf“ ins Leben gerufen.

Statt nur mit der Unterschrift beim Volksbegehren ein Zeichen für mehr Artenschutz zu setzen, wollte man den Peitingern Gelegenheit bieten, selbst Hand anzulegen. Auch wenn die Teilnehmerzahl an den beiden Pflanzwochenenden auf den von den Landwirten zur Verfügung gestellten Flächen überschaubar blieb, zog Wörnzhofer damals eine positive Bilanz. „Hier haben wir etwas angestoßen.“ Denn viele Institutionen und Vereine hatten die Aktion zum Anlass genommen, sich ihrerseits an der Aussaat bienenfreundlichen Sämereien im Ort zu beteiligen.

Die Blühflächen sind mit dem nahenden Winter mittlerweile natürlich Geschichte, doch schon denken Schlögel und Wörnzhofer an das kommende Jahr. Nicht nur, dass „Peiting blüht auf“ dann seine Fortsetzung finden soll. Ihre Idee: Damit die Insekten im Frühjahr möglichst bald an Nahrung gelangen, sollen noch heuer im ganzen Ortsgebiet Blumenzwiebeln eingepflanzt werden. 

„Die Bestellung ist bereits raus“, sagt Wörnzhofer. 700 Euro aus den Spendengeldern, die über das Jahr auf dem Konto der Aktion eingegangen sind, hat sie investiert. Rund 7000 Blumenzwiebeln sollen im Gegenzug den Weg nach Peiting finden. Damit diese dort auch unter die Erde kommen, sind die Organisatorinnen freilich auf tatkräftige Hilfe angewiesen. „Wir hoffen natürlich auf viele Freiwillige, die uns unterstützen“, sagt Wörnzhofer.

Setzaktion am 15. Novemberg

Anmelden müssen sich diese nicht, nur pünktlich erscheinen. Treffpunkt zur gemeinsamen Setzaktion ist am Freitag, 15. November, um 14 Uhr vor dem Peitinger Rathaus. Je nach Zahl der Freiwilligen werden Gruppen gebildet, die dann im ganzen Ort ausschwärmen. „Die Gemeinde hat uns für die Pflanzaktion Flächen zur Verfügung gestellt“, sagt Wörnzhofer. Die befinden sich etwa vor dem Klösterle, am Kreisverkehr an der Münchener Straße, vor der Schloßberghalle und beim Feneberg. Mitzubringen sind Gartenhandschuhe und nach Möglichkeit ein Pflanzholz.

Auch Bürgermeister Michael Asam unterstützt die Aktion. Der Rathauschef hat sogar schon selbst angepackt und am Rathauskindergarten eine Schale mit verschiedenen Frühblühern eingepflanzt. „Die wird jetzt von den Kindern mit ihren Erzieherinnen betreut“, freut sich Wörnzhofer. Überhaupt hofft die Ortsbäuerin, dass sich viele Familien an der Pflanzaktion beteiligen – getreu dem Motto, je mehr Hände desto besser. „Und den Kindern macht das ja auch viel Spaß“, weiß die Ortsbäuerin aus Erfahrung.

Infostand am Bauernmarkt

Übrigens: Wer selbst Rat braucht, welche Frühblüher ideal für Insekten sind, sollte am nächsten Peitinger Bauernmarkt am Freitag, 8. November, vorbeischauen. „Wir sind mit einem Infostand für Gartenbesitzer vor Ort“, kündigt Wörnzhofer an.

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