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Zufriedene Gesichter gab es bei der Ausschüttung der Peitinger Bürgerstiftung . 

Jährliche Ausschüttung

Peitinger Bürgerstiftung gibt 5100 Euro für den guten Zweck

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Alle Jahre wieder zeigt sich die Peitinger Bürgerstiftung vor Weihnachten spendabel. Über die vorgezogene Bescherung von insgesamt 5100 Euro durften sich gleich fünf Vereine und Institutionen freuen. Dabei löste der Bürgermeister ein Versprechen aus dem letzten Jahr ein.

Peiting – Zum letzten Mal in seiner Amtszeit hatte Bürgermeister Michael Asam zur jährlichen Ausschüttung der Peitinger Bürgerstiftung geladen. Als Ort hatte er diesmal den Gasthof Neuwirt in Birkland auserkoren – nicht, weil der „Peter Ostenrieder Bürgermeisterkandidat ist“, wie der Rathauschef schmunzelnd in Richtung des anwesenden Gemeinderats und Unterstützers der Bürgerstiftung aus Birkland sagte. Sondern, weil der Ortsteil ein wichtiger Bestandteil der Gemeinde sei.

Da passte es auch ganz gut, dass der Bürgermeister gleich noch ein Versprechen aus dem Vorjahr einlösen konnte, das die Birkländer Veteranen betraf. Damals hatte die Bürgerstiftung in Aussicht gestellt, den Verein mit 1000 Euro finanziell bei der Restaurierung seiner historischen Vereinsfahne zu unterstützen, sollte dieser die nötige Summe von stolzen 13 000 Euro zusammenbekommen. „Das haben wir geschafft“, konnte Vereinsvorstand Karl-Heinz Rammelsberger, der auch dem Stiftungsrat angehört, jetzt froh verkünden.

Neben Zuschüssen durch die Kulturstiftung der Sparkasse (1500 Euro), des Bezirks Oberbayern (1300 Euro) und der Raiffeisenbank (1000 Euro), sei der Verein vor allem den Birkländer Bürgern zu Dank verpflichtet, berichtete Rammelsberger, der mit seinen Mitstreitern in den vergangenen Monaten 200 Haushalte im Ort abgeklappert und um Hilfe gebeten hatte – mit großem Erfolg. „Die Unterstützung war überwältigend.“ Nun könne man den Auftrag zur Restaurierung der über 120 Jahre alten Fahne erteilen. „Sie ist ein Kleinod und ein Stück Heimatgeschichte.“ Bis die Veteranen sie wieder in Händen halten können, wird es ein halbes Jahr dauern. „Die Restaurierung ist sehr aufwändig.“

1000 Euro für den Zirkus Schweinsgalopp

Ebenfalls über 1000 Euro konnten sich Steffen Lamprecht und Sebastian Gattinger freuen, die als Vertreter des Zirkus Schweinsgalopp nach Birkland gekommen waren. Dieser sei eine Bereicherung für die Kinder und Jugendlichen im Landkreis, lobte Asam den Verein, der im Sommer die Peitinger Sporthalle regelmäßig in eine Zirkusarena verwandelt. Rund 70 Kinder mit und ohne Behinderungen im Alter von sieben bis 13 Jahren erlernen dort Zirkuskünste. Bei der Abschlussveranstaltung sei er jedes Mal überwältigt, was man in einer Woche schaffen könne, sagte der Bürgermeister. „Da entsteht eine tolle Gemeinschaft.“ Das Geld sei für die Beschaffung von Utensilien gedacht.

Weitere 1000 Euro gingen an den Verein „Musik in Peiting“ für den Kauf von Musikinstrumenten. Damit wolle man jene Schüler unterstützen, „wo der finanzielle Rückhalt nicht gegeben ist“, begründete Asam.

Den dicksten Scheck hatte der Rathauschef für den Hospizverein Pfaffenwinkel im Gepäck. 1500 Euro hatte der Stiftungsrat für die „segensreiche Einrichtung“ (Asam) vorgesehen, die Menschen auf ihrem letzten Weg begleitet. Mittlerweile seien 180 ehrenamtliche Hospizbegleiter im Einsatz, die Sterbende Zuhause aber auch in Pflegeheimen und Krankenhäusern begleiten, berichtete die Vorsitzende Renate Dodell. Der Verein habe 1120 Mitglieder und beschäftige 40 Angestellte. gerade treibe man die Hospizerweiterung und den Aufbau eines Kinderhospiz voran. „Wir hoffen, so die Versorgung für die Zukunft zu sichern.“

Mit immerhin je 300 Euro bedachte der Stiftungsrat die Sudetendeutsche Landsmannschaft und die Friedrich-Lentner-Grundschule. Ersteren wolle man damit bei der Finanzierung einer Wallfahrt unter die Arme greifen, erklärte Asam. Im Fall der Grundschule flössen die Mittel in ein besonderes Theaterprojekt, mit dem die Schule das Thema Gewaltprävention und sexuelle Grenzverletzungen durch Kinder aufgegriffen habe.

Zusammen mit der Zuwendung für die Vereinsfahne der Veteranen belief sich die Ausschüttung heuer auf 5100 Euro. Das Stiftungsvermögen liegt mittlerweile bei rund 45 000 Euro. „Jedes Jahr kommen 4500 Euro dazu“, freute sich der Bürgermeister. So habe man seit 2013 insgesamt 13 800 Euro an jene ausschütten können, die Außergewöhnliches für die Allgemeinheit leisten. „Das ist eine schöne Geschichte.“

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