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Ortsvorsitzender Norbert Merk (li.) stellte gemeinsam mit Stellvertreter Michael Deibler (re.) und Irma Gundlach (Frauenunion) Peter Ostenrieder offiziell als Bürgermeisterkandidat der Peitinger CSU vor.

CSU stellt Kandidaten vor

Jetzt ist es offiziell: Peter Ostenrieder kandidiert fürs Peitinger Bürgermeisteramt

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Was seit Monaten ein offenes Geheimnis war, ist jetzt amtlich: Peter Ostenrieder geht 2020 für die Peitinger CSU ins Rennen um das Bürgermeisteramt in der Marktgemeinde. Schon bei seiner offiziellen Vorstellung ging es um Themen, die der Birkländer als Rathauschef anpacken will.

Peiting – Entspannt war am Mittwochvormittag die Stimmung im Nebenraum des Gasthofs Dragoner, wohin die Peitinger CSU zur Vorstellung ihres Bürgermeisterkandidaten geladen hatte. Kein Wunder, denn dass es sich dabei um den langjährigen Fraktionsvorsitzenden Peter Ostenrieder handeln würde, war längst ein offenes Geheimnis in der Marktgemeinde gewesen. Schließlich hatte der Birkländer in den vergangenen Monaten öfters durchblicken lassen, dass er mit einer Kandidatur für den Chefsessel im Peitinger Rathaus liebäugelt. Ein Jahr vor der Wahl sei die Zeit reif, Ostenrieder auch offiziell zum Kandidaten zu küren, sagte Ortsvorsitzender Norbert Merk. Die Entscheidung sei schon vor einer geraumen Zeit gefallen, einstimmig hätten sich die Vorstandschaft und die CSU-Gemeinderäte für den langjährigen Fraktionschef ausgesprochen.

Zweiter Anlauf fürs Bürgermeisteramt

Es ist Ostenrieders zweiter Anlauf für das Peitinger Bürgermeisteramt. Schon 2008 war er für die CSU gegen Amtsinhaber Michael Asam angetreten, damals ohne Erfolg. Diesmal jedoch ist die Situation eine andere. Asam tritt nach 24 Jahren nicht mehr an. Die Karten werden neu gemischt. Bei der CSU ist man überzeugt, mit Ostenrieder den richtigen Trumpf in der Hand zu halten. Dass er das Stellenprofil bestens erfülle, daran ließ Merk keinen Zweifel. Ehrenamtlich engagiert, beruflich und politisch umfassend aktiv, langjährige Erfahrung auf kommunaler und Kreisebene, ehrlich und offen: Ostenrieder bringe alles mit, was es für einen guten Bürgermeister brauche. Dazu sei der Birkländer keine „Wundertüte“, sondern bei den Bürgern bekannt und geschätzt – ein Seitenhieb auf die SPD, deren Kandidatin in Dinkelscherben lebt.

Apropos andere Kandidaten: Dass für die BVP mit Andreas Schmid ebenfalls ein langjähriges CSU-Mitglied ins Rennen geht (wir berichteten), hat beim Ortsverein durchaus für Irritationen gesorgt. In mehreren Gesprächen habe man sich mit Schmid darauf geeinigt, dass dieser seine Mitgliedschaft ruhen lasse, erklärte Merk. Auch aus dem Vorstand, wo er noch den Posten des Revisors bekleidet, werde er ausscheiden. Wichtig sei, dass es nur einen CSU-Kandidat gebe und das sei Peter Ostenrieder.

Viele Themen auf der Agenda

Dieser will das in ihn gesetzte Vertrauen mit einem erfolgreichen Wahlkampf zurückzahlen. Seit 1996 sitzt der 46-Jährige für die CSU im Gemeinderat, seit 2008 ist er Mitglied des Kreistags. Das Bürgermeisteramt, es wäre die nächste Stufe – und eine, auf der man sehr viel bewegen könne, „wenn man die Themen richtig anpackt“. Anders als manch seiner Konkurrenten, halte er es nicht für zu früh, um über sie zu sprechen, betonte Ostenrieder. Eine ganze Liste hatte er zusammengetragen, wo er als Bürgermeister Schwerpunkte setzen will. Die Integration von Menschen, die auf Betreuung angewiesen sind, sei ihm wichtig. Generell müsse für Ältere mehr getan werden, forderte er. Dazu zähle auch die Verbesserung des öffentlichen Verkehrs im Ort beispielsweise über eine Ortsbuslinie. Überhaupt müsse die Infrastruktur verbessert werden, damit die ländliche Region nicht auf der Strecke bleibe. Busshuttle, die große Orte direkt verbinden, sehe er als wichtigen Schritt, so Ostenrieder.

Als Unternehmer – Ostenrieder betreibt seit 1994 eine eigene Werbeagentur in Birkland, aus deren operativem Geschäft er sich mit seiner Wahl zurückziehen würde – gilt sein Augenmerk auch dem Gewerbe. Die Wirtschaftsförderung wolle er ausbauen und zur Chefsache machen. „Viel Luft nach oben“ sieht Ostenrieder in Sachen Mittelzentrum. Nur gemeinsam werde man die nächsten 50 Jahre gut überstehen. Und auch in Sachen Ortsentwicklung hat er klare Ziele. Auf der Nachverdichtung im Ort müsse der Fokus liegen, sagte Ostenrieder. Ein sensibler Umgang mit Flächen sei wichtig in einem Ort, wo die Landwirtschaft noch eine große Rolle spiele.

Wo die Peitinger sonst noch der Schuh drückt, will Ostenrieder in den kommenden Monaten in vielen persönlichen Gesprächen herausfinden. Die erste Gelegenheit besteht dazu am 6. Mai, wenn die CSU zur „Zukunftswerkstatt 2030“ in die Zechenschenke lädt.

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