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Die Sandgrubenstraße in Peiting
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Alles bleibt, wie es ist: Die Änderung der Außenbereichssatzung für die Sandgrube ist vom Tisch.

Nach Protesten von Anwohnern und Behörden

Doch nicht mehr Wohnraum in der Sandgrube: Peitinger Gemeinderat kippt gerade erst gefassten Beschluss

  • Christoph Peters
    vonChristoph Peters
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Das ging schnell: Nur dreineinhalb Monate, nachdem der alte Peitinger Gemeinderat die Außenbereichssatzung für die Sandgrube zugunsten von mehr Wohnraum geändert hat, hat das neue Gremium den Beschluss wieder gekippt. Grund waren massive Proteste von Behörden und Anwohnern.

Peiting – Schon in der Sitzung Anfang April hatte Fabian Kreitl gewarnt. Gleich mehrere Gründe sprachen aus Sicht des Marktbaumeisters dagegen, dem Antrag der Besitzerin eines dortigen Wohnhauses zuzustimmen und künftig drei statt zwei Wohneinheiten im Bereich der Sandgrube zu erlauben. Bei der engen Zufahrtsstraße sei das Verkehrschaos bereits vorprogrammiert, durch die Aufhebung der Beschränkung auf 200 Quadratmeter Wohnfläche käme man nicht nur in Erklärungsnot bei anderen Bauvorhaben im Außenbereich, sondern laufe Gefahr, dass riesige Baukörper entstünden. Und das „in einem sensiblen Ortsrandbereich, der bisher hauptsächlich durch schöne Natur geprägt ist – und es meiner Meinung nach auch bleiben sollte“.

Doch Kreitls mahnende Worte halfen nichts, der Gemeinderat gab dem Antrag statt und beschloss die Änderung der Außenbereichssatzung. „Das ist der Unterschied zwischen Verwaltung und politischer Entscheidung“, stellte der damalige CSU-Fraktionsvorsitzende Peter Ostenrieder fest. Zwar sei die Auffassung der Verwaltung richtig. „Aber es ist nun mal auch gewollt, dass wir nachverdichten.“

Massive Einsprüche von Anwohnern

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats war es erneut Ostenrieder, der das Thema Sandgrube zur Sprache brachte. Diesmal hatte er es als neuer Bürgermeister selbst auf die Tagesordnung gesetzt. Als man die Änderung der Satzung befürwortet habe, sei man davon ausgegangen, dass man damit allen Anwohnern entgegenkomme, blickte der Rathauschef zurück. Deren Freude über die Großzügigkeit der Gemeinde allerdings hielt sich offenbar in engen Grenzen – im Gegenteil: „Wir haben massivste Einsprüche von Anwohnern bekommen“, berichtete Ostenrieder dem Gremium.

Doch nicht nur bei den betroffenen Bürgern, kam die Entscheidung gar nicht gut an. Auch Landratsamt und Naturschutzbehörde hätten massive Bedenken angemeldet, so der Bürgermeister. „Wir haben es uns daraufhin nochmal vor Ort angeschaut. Auf dem Plan hat es luftiger gewirkt, als es in Wirklichkeit ist“, musste Ostenrieder einräumen. Aus den Fraktionen sei daraufhin die Bitte gekommen, den Beschluss des alten Gemeinderats noch einmal zu überdenken. Der Rathauschef ging gleich noch einen Schritt weiter. „Mein Vorschlag lautet, dass wir heute die Änderung der Satzung rückgängig machen.“ Dem folgte das Gremium mit großer Mehrheit.

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