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Das ehemalige Netto-Kik-Gelände an der Schongauer Straße in Peiting: Nach den neuesten Plänen sollen die Bestandsgebäude jetzt doch erhalten bleiben. 

So geht‘s jetzt weiter

Drogerie in Peiting: Neubau ist vom Tisch

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Wie geht es auf dem ehemaligen Netto-Kik-Gelände in Peiting weiter? Jetzt ist die Entscheidung gefallen.

Peiting – Es war Mitte Juli, als FIM-Geschäftsführer Jan Lerke gegenüber der Heimatzeitung überraschendes verkündete. Ende 2017 hatte sein Bamberger Unternehmen bekanntlich das Grundstück an der Schongauer Straße mit den seit Jahren leerstehenden ehemaligen Netto- und Kik-Läden erworben, um auf dem Gelände eine Drogerie und fünf weitere Fachmärkte anzusiedeln. Dafür sollten die Bestandsgebäude abgerissen und einem schicken Neubau weichen. Doch genau diesen Plan stellte Lerke nun in Frage, brachte stattdessen die Ertüchtigung der bestehenden Läden ins Spiel. Als Begründung führte der Geschäftsführer die hohen Kosten an. Angesichts der rapide gestiegenen Baupreise sei ein Neubau mit den zu erzielenden Mieten wirtschaftlich nur schwierig darstellbar.

Die Frage damals freilich war: Würde einer der drei großen Drogerieketten, die alle ihr Interesse am Standort bekundet hatten, auch eine solche Bestandslösung akzeptieren? Bis Ende August wolle man Klarheit darüber haben, kündigte Lerke damals an. Für die Verhandlungen mussten allerdings erst einmal die seit Jahren leerstehenden Gebäude genau unter die Lupe genommen werden. „Wir haben den baulichen Zustand untersuchen lassen“, sagt Lerke. Statiker und weitere Fachleute gingen in den vergangenen Wochen ein und aus. Das Ergebnis fiel aus Sicht von FIM positiv aus. Der Plan, auf die bestehenden Gebäude aufzubauen, sei umsetzbar. „Natürlich muss alles komplett entkernt werden und auch die Fassaden müssen neu gemacht werden. Aber wir können auf den Grundstrukturen aufsetzen.“

Peiting: Drogerie hält an Standort fest

Die wichtigste Nachricht aus Sicht des Projektentwicklers: Eine der drei Drogerieketten hat laut Lerke signalisiert, auch unter den neuen Bedingungen an ihrem Interesse am Standort Peiting festzuhalten. Ob es sich dabei um Rossmann, Müller oder dm handelt, darf Lerke noch nicht verraten. Die Verhandlungen seien aber weit gediehen, voraussichtlich bis Ende Oktober soll der Mietvertrag unter Dach und Fach sein. „Dann können wir auch den Namen des Mieters nennen.“ Derzeit würden detaillierte Pläne für die künftige Nutzung erstellt, die man zum Monatswechsel der Marktgemeinde vorlegen wolle, kündigt der Geschäftsführer an.

Kein Drogerie-Neubau in Peiting: Auswirkungen für Ansiedlung weiterer Märkte

Die Umplanung hat allerdings auch Folgen für die Ansiedlung weiterer Märkte. Anders als bei einem Neubau reiche der verbleibende Platz im Bestand für maximal zwei zusätzliche Läden aus, sagt Lerke. Genaueres lasse sich erst sagen, wenn der Flächenbedarf genau geklärt sei.

Immerhin: Zwar muss FIM wegen der umfangreichen Änderungen an den Gebäuden einen Bauantrag einreichen, Die Umsetzung dürfte allerdings deutlich schneller über die Bühne gehen als ein Abriss und Neubau. „Wir gehen von einer Fertigstellung im nächsten Frühjahr aus.“

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