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So soll das Gebäude der Offenen Ganztagsschule situiert werden.

Pläne vorgestellt

Alfons-Peter-Grundschule in Peiting: Offene Ganztagsschule bekommt eigenständiges Gebäude

  • Christoph Peters
    vonChristoph Peters
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Im kommenden März sollen an der Alfons-Peter-Schule in Peiting die Bagger anrücken. Dann fällt der Startschuss für den Bau der Offenen Ganztagsschule (OGTS). Zwar wird die Einrichtung wohl erst zum Schulhalbjahr 2021 fertig, dafür ist eine andere Sorge vom Tisch.

PeitingMitte September hatten fünf beauftragte Architekturbüros ihre Entwürfe für die Offene Ganztagsschule in einer nichtöffentlichen Sondersitzung dem Peitinger Marktgemeinderat vorgestellt. In der jüngsten Sitzung des Gremiums verkündete Geschäftsleiter Stefan Kort nun, dass der Gemeinderat damals auch gleich einen Sieger gekürt und die Planungsleistung vergeben hatte. Den Zuschlag bekam demnach das Schongauer Architekturbüro Baldauf-Prill-Lutz, das nach Meinung von Marktbaumeister Fabian Kreitl und der Räte den überzeugendsten Entwurf abgeliefert hatte.

In der Bürgerversammlung am vergangenen Dienstag präsentierte Kreitl erstmals öffentlich, wie der geplante Neubau aussehen soll. War bislang immer von einem Anbau gesprochen worden, soll die Offene Ganztagsschule nun ein frei stehendes Gebäude bekommen. Mit diesem Vorgehen habe sich der Entwurf der Schongauer Architekten von den anderen unterschieden, berichtet der Marktbaumeister im Gespräch mit den Schongauer Nachrichten. Die Idee dahinter: Mit der Trennung wolle man für die Schüler den Unterschied zwischen Schule und Ganztagsbetreuung auch räumlich betonen, erklärt Kreitl.

Errichtet wird der Neubau direkt angrenzend an den Pausenhof, nur die Stufenanlage müsse um die Hälfte zurückgebaut werden, um Platz zu schaffen, so Kreitl.

Eine große Sorge der Gemeinderäte war im Vorfeld gewesen, dass der Schlittenhügel für den Neubau weichen müsse, der im Winter eine Attraktion nicht nur für die Schule, sondern für das gesamte Wohngebiet sei. Auch diesem Wunsch habe man Rechnung tragen können, sagte Kreitl. Zwar müsse man ins Gelände eingreifen und den Rodelhang nach Norden versetzen. Durch den Aushub würde dieser mit Abschluss der Baumaßnahme aber sogar noch eineinhalb Meter an Höhe gewinnen.

Zwei große und zwei kleine Gruppenräume

Das eingeschossige Gebäude selbst misst 40 auf 15 Meter und verfügt über ein doppeltes Pultdach mit einem Oberlicht, das für die nötige Helligkeit im Inneren sorgen soll. Der Grundriss sieht zwei große Gruppenräume à 70 Quadratmeter und zwei kleinere à 20 Quadratmeter vor. So können die Kinder je nach Art der Beschäftigung einfach separiert werden, sagt Kreitl. Besonderer Clou: In den Gruppen haben die Architekten verglaste Freisitze vorgesehen, die durch den Rücksprung vom vorbeiführenden Gehweg kaum einsehbar sein. „Die Kinder können rausschauen, aber sie sitzen nicht auf dem Präsentierteller.“

Der Neubau der Offenen Ganztagsschule mit Pultdach. Gut zu erkennen: der direkt angrenzende Schlittenhügel.

Ganz wichtig ist auch die rund 100 Quadratmeter große Mensa mit zugehöriger Küche, in der die Grundschüler ihr Mittagessen einnehmen können. Bislang müssen sie dafür in den benachbarten Therese-Peter-Kindergarten.

Und auch an die Zukunft wurde gedacht: Das Gebäude lasse sich einfach erweitern, sollte einmal der Bedarf da sein, sagt Kreitl.

Die Baukosten für den OGTS-Neubau liegen bei rund zwei Millionen Euro, doch die Gemeinde muss diese Summe nicht allein stemmen. 75 Prozent der förderfähigen Kosten übernehme der Freistaat, so Kämmerer Christian Hollrieder.

Gebäude soll zum Schulhalbjahr 2021 bezogen werden

Bleibt noch der Zeitplan: Momentan sei das Architekturbüro dabei, die Planung fertigzustellen, damit im Januar oder spätestens im Februar der Bauantrag gestellt werden könne, sagt der Marktbaumeister. „Wir wollen so schnell wie möglich loslegen.“ Fest steht schon jetzt: Den ursprünglich einmal angepeilten Fertigstellungstermin zum Schuljahresbeginn 2020/21 wird man nicht halten können. Ziel sei jetzt, dass die Offene Ganztagsschule zum Schulhalbjahr im März 2021 ins neue Gebäude umziehe, sagt Kreitl.

Mit großen Einschränkungen für die Schule während der Bauzeit rechnet der Marktbaumeister nicht. Zwar werde womöglich der Pausenhof durch die nötigen Absperrungen ein wenig kleiner. „Aber die Schüler haben ja die Möglichkeit, auf den Bolzplatz auszuweichen.“

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„Weiblicher und wesentlich jünger als in der Vergangenheit“ ist laut dem Peitinger CSU-Ortsvorsitzendem Norbert Merk die Gemeinderatsliste zur Kommunalwahl, die jetzt offiziell vorgestellt wurde.

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