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Früher Netto und Kik, bald Drogerie: In die Gebäude an der Schong auer Straße soll in diesem Jahr wieder Leben einkehren.

Ehemaliges Netto-Gelände

Endlich: Bauantrag für Peitinger Drogeriemarkt eingereicht - Kommt Müller, dm oder Rossmann?

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Monatelang war es still gewesen um die Zukunft des ehemaligen Netto-Geländes in Peiting. Doch jetzt biegen die Pläne für einen Drogeriemarkt endgültig auf die Zielgerade ein. Die Bamberger Unternehmensgruppe FIM, der das Grundstück gehört, hat den nötigen Bauantrag eingereicht.

Peiting – Jan Lerke klingt erleichtert, als er am Dienstag am Telefon die gute Nachricht verkünden kann. „Der Bauantrag ist heute in die Post gegangen und sollte die nächsten Tage bei der Gemeinde Peiting eintreffen“, sagt der Geschäftsführer der Bamberger Unternehmensgruppe FIM. Lange haben die Peitinger darauf warten müssen, dass endlich etwas vorwärts geht auf dem ehemaligen Netto-Kik-Gelände an der Schongauer Straße. Schon 2015 waren schließlich die ersten Pläne für einen Drogeriemarkt vorgestellt worden, jetzt, fünf Jahre später, soll das Projekt endgültig auf die Zielgerade einbiegen.

Ursprünglicher Plan scheiterte an hohen Kosten

Eigentlich hätte das schon viel früher passieren sollen, schließlich hatte FIM das Grundstück bereits Ende 2017 erworben. Doch der ursprüngliche Plan, die alten Gebäude abzureißen und sie durch einen Neubau für eine Drogerie und fünf weitere Fachmärkte zu ersetzen, scheiterte Mitte 2019 an den hohen Kosten. Lerkes Firma plante deshalb um, statt die Bestandsimmobilie dem Erdboden gleichzumachen, sollte sie ertüchtigt werden.

Damals rechnete der Geschäftsführer damit, dass Ende Oktober 2019 der Mietvertrag mit der Drogeriekette unter Dach und Fach sein würde. Doch dieser Zeitplan stellte sich im Nachhinein als zu optimistisch heraus. Zwar hatte der potenzielle Hauptmieter weiter Interesse am Standort, die Umsetzung des Raumkonzepts im Bestand gestaltete sich jedoch aufwendiger als erwartet. „Es gab viele Verhandlungen, um die Vorstellungen unter einen Hut zu bringen“, sagt Lerke.

Keine weiteren Märkte auf dem Gelände

Verabschieden musste sich sein Unternehmen in diesem Verlauf vom ursprünglichen Plan, weitere Märkte auf dem Gelände unterzubringen. „Die einzige Möglichkeit wäre gewesen, im hinteren Teil Platz für einen weiteren Mieter abzutrennen“, erklärt der Geschäftsführer. Für diese Lage aber hätte man keinen Mieter der ersten Wahl bekommen.

Zwischenzeitlich nahm Lerke auch Kontakt zu den benachbarten Grundstückseigentümern auf, um weitere Flächen hinzuzukaufen. „Wir hatten so viele Anfragen von Mietinteressenten, dass wir das probiert haben“, sagt der Geschäftsführer. Die Gespräche seien allerdings nicht erfolgreich gewesen.

Mietvertrag mit Drogeriekette kurz vor der Unterschrift

So bleibt es bei einem Drogeriemarkt, der aber nun wohl auf alle Fälle kommt. In der nächsten Woche werde der Mietvertrag unterschrieben, dann dürfe er auch den Namen der Drogeriekette nennen, kündigt Lerke an. Der Generalunternehmer, der den Umbau und die Ertüchtigung der Bestandsgebäude übernehmen soll, stehe ebenfalls bereit. „Sobald die Baugenehmigung da ist, geht es los.“ Geht alles glatt, soll noch in diesem Jahr Eröffnung gefeiert werden.

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