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Negativ- und Positivbeispiele: So nackert wie oben links sollen die Kästen in Peiting bald nicht mehr aussehen. Hans Wörnzhofer zeigte dem Gemeinderat, wie sie verschönert werden könnten.

Projektvorschlag im Marktgemeinderat 

Peiting mit Farbtupfern verschönern

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Peiting - Peiting wird bunt! Und zwar nicht nur, was die Asylbewerber angeht, die mit ihren verschiedenen Hautfarben im Ort eine Heimat finden. Hans Wörnzhofer hat dem Gemeinderat ein Projekt vorgestellt, das graue Strom- und Verteilerkästen verschönern soll.

Hans Wörnzhofer kümmert sich schon um den beliebten Walderlebnispfad in Peiting. Nun hat er sich auch dem Peitinger Ortsbild angenommen. „Das wird oft durch Strom- und Telefon-Verteilerkästen optisch gestört“, sagte er in der Weihnachtssitzung des Gemeinderats. Und genau das will er ändern.

„Entweder man lässt die Kästen verschwinden, indem man sie so bemalt, dass sie mit dem Hintergrund verschmelzen, oder man bemalt sie so, dass sie mit der Bildgestaltung auffallen“, so Wörnzhofer. Für Version Nummer 1 hatte Wörnzhofer auch Beispiele parat. „Der Gasbehälter im Peißenberger Klärwerk und der Faulbehälter verschmelzen durch die Bemalung mit der Umgebung.“

Projekt will wohl koordiniert sein

Ganz „krass“ sähen die Kästen an der Peitinger Pfarrkirche aus. „Die würden jedoch nicht mit Motiven bemalt, sondern ansprechend gestaltet“, so Wörnzhofer.

Die Idee sei gut, so der Peitinger Bürgermeister Michael Asam. Jedoch müsse so eine Aktion wohl koordiniert sein, „damit keine wilden Dinge entstehen“. Vor allem meinte der Rathauschef damit Graffiti-Sprayer – „die Werke sehen zwar manchmal schön aus. Aber eben nicht alle“. Wörnzhofer müsse seine Vorschläge mit dem Bauamt gut abstimmen.

„Mich würde interessieren, was LEW und Telekom dazu sagen“, so Peter Ostenrieder, CSU-Fraktionsvorsitzender. Die Telekom stelle ihre Kästen zur Verfügung, wenn ein Foto des Standorts mit dem Entwurf eines Bildes eingesendet wird, erklärte Wörnzhofer. An die LEW würde er sich erst wenden, wenn nach einer Bestandsaufnahme klar ist, welche Kästen verschönert werden sollen. „Es gibt ja auch Kästen, die optisch schon in den Hintergrund getreten sind“, so Ostenrieder weiter. „Die würde ich so lassen.“ Hermann Mödl begrüßte die Idee und wies auch auf die E-Bike-Ladestation hin, die jüngst am Peitinger Hauptplatz errichtet worden ist. „Dort kommt Werbung hin“, antwortete Asam. Von derselbigen Station „schockiert“ zeigte sich Bernhard Huber: „Dass so ein Teil ausgerechnet am schönsten Platz in Peiting errichtet wurde und jetzt auch noch mit Werbung bedruckt werden soll, gefällt mir nicht.“ Bislang habe es kaum Beschwerden gegeben, sagte der Rathauschef. Und sollte es doch soweit kommen, soll der weiße Kasten begrünt werden. Der Standort sei außerdem bewusst gewählt worden, „er soll ja zentral sein“.

Motivmäßig sollen die Kästen zusammenpassen

Zudem hatte Huber, der selbst künstlerisch als Schnitzer und Theaterer in der Marktgemeinde bekannt ist, noch eine wichtige Anregung: „Wir sollten darauf achten, dass die Bemalungen motivmäßig zusammenpassen, damit kein Wirrwarr entsteht.“

Von der Aktion angesprochen sind heimische Künstler, Hobby-Künstler, Maler, Schüler der Mittelschule und alle, die es sich zutrauen. Und auch das Ferienprogramm-Team mit Alex Zila und Monika Ludwig zeigte sich begeistert. „Der Hans spricht mir aus der Seele. Vielleicht könnten Ferienprogramm und Jugendzentrum mit einsteigen und im Sommer loslegen.“

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