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Das Programm steht für die große Festwoche im nächsten Jahr: (v.l.) Feuerwehr-Kommandant Klaus Straub, Festleiter Franz Multerer, Kapellenchef Herber t Humpl, Feuerwehr-Vorstand Wolfgang Biehl und Festwirt Markus Hämmerle.

Vom 25. bis 28. Juni 2020

Peitinger Feuerwehr und Knappschaftskapelle feiern gemeinsam Jubiläum: Das ist an den vier Festtagen geboten

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Eine besondere Festwoche steht den Peitingern im kommenden Jahr bevor, wenn die Freiwillige Feuerwehr und die Knappschafts- und Trachtenkapelle gemeinsam ihr 150- bzw. 100-jähriges Bestehen feiern. Vom Bezirksmusikfest bis zur „Altneihauser Feierwehrkapell’n“: An den vier Festtagen vom 25. bis 28. Juni ist allerhand geboten.

Peiting – Wie man zusammen ein großes Fest stemmt, das wissen die Mitglieder der Peitinger Feuerwehr und der Knappschafts- und Trachtenkapelle nur zu gut. Schon vor 25 Jahren zelebrierten die beiden Vereine ihre Jubiläen gemeinsam, und auch sonst ist man sich eng verbunden. „Wir sind ja in einem Gebäude, da unternimmt man viel zusammen“, sagt Herbert Humpl, Vorsitzender der traditionsreichen Peitinger Kapelle, die im kommenden Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Noch einmal 50 Jahre älter wird die Peitinger Feuerwehr, stolze 150 Lenze ist ihre Gründung dann her.

Schon vor drei Jahren begannen die Vorbereitungen für das große Fest. Damals bewarb sich die Knappschafts- und Trachtenkapelle erfolgreich um die Ausrichtung des Musikfests im Bezirk Oberland. Es ist das fünfte Mal, dass die Peitinger Musiker ein Bezirksmusikfest ausrichten, zuletzt war das 2005 der Fall gewesen. „Zum 100-jährigen Jubiläum passt das einfach gut“, sagt Humpl.

Gemeinsam mit den Feuerwehr-Kollegen ging es anschließend um die Planung des genauen Programms – viel Arbeit für den rund 20-köpfigen Festausschuss, der je zur Hälfte aus Vertretern der beiden Vereine besteht, und die dazugehörigen Arbeitskreise. Schließlich sollen sich sowohl Musiker als auch Feuerwehrler wiederfinden. „Ich denke, wir haben eine gute Mischung hinbekommen“, sagt Humpl.

Vier Tage dauert der Ausnahmezustand im kommenden Jahr, gefeiert wird von Donnerstag, 25. Juni, bis Sonntag, 28. Juni im Eisstadion. Den Auftakt bildet ein Sternmarsch mit den benachbarten Feuerwehren und Musikvereinen. Anschließend spielen das Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr und das Bundespolizeiorchester München groß auf – ein Wohltätigkeitskonzert, das es in sich hat. „Das sind zwei Hochkaräter“, freut sich Humpl. Tags darauf kommen die Jungen und Junggebliebenen auf ihre Kosten, wenn „BlechReizpop“ und „Muckasäck“ unter dem Motto „BrassBeats on Fire“ die Eishalle zum Glühen bringen.

Wertungsspiele und Feuerwehraktionstag

Am Samstag haben Besucher dann die Qual der Wahl. Während in der Dreifachhalle die große Stunde der Musikkapellen schlägt, die sich bei den Wertungsspielen in der Dreifachhalle beweisen, findet im und am Eisstadion der große Feuerwehr-Aktionstag statt. „Wir werden unsere Fahrzeuge und Geräte vorführen, ähnlich dem Tag der Helfer“, sagt Kommandant Klaus Straub, der noch nicht zu viel verraten will. Ein echtes Highlight steht dann am Abend auf dem Programm. Die „Altneihauser Feierwehrkapell’n“, bekannt durch ihre rotzfrechen Auftritte bei der Fastnacht in Franken, gibt sich die Ehre. Der Vorverkauf habe bereits begonnen, die ersten 230 Karten seien schon vergriffen, freut sich Straub.

Zusätzliches Zelt neben der Eishalle

Traditionell geht’s am Sonntag zu. Nach Kirchenzug, Gottesdienst und Frühschoppen hat mittags der Gemeinschaftschor seinen großen Auftritt, ehe anschließend der Festzug durch den Ort zieht. Erwartet werden deutlich über 50 Feuerwehrvereine und Musikkapellen. Das stellt auch die Organisatoren vor Herausforderungen. Weil die Teilnehmer nicht alle in der Eishalle Platz haben, werde man daneben zusätzlich noch ein 1000-Mann-Zelt aufbauen, sagt Humpl. „Und wir hoffen natürlich auf gutes Wetter, damit sich viel im Freien abspielen kann.“ Den Festausklang bestreiten die Innsbrucker Böhmischen, der letzte Auftritt freilich ist den beiden Protagonisten vorbehalten. Mit der gemeinsam gestalteten Bergmännischen Serenade endet das Wochenende.

Auch wenn das Festprogramm steht, Arbeit bleibt in den nächsten Monaten genug. So müsse unter anderem noch die große Festschrift für beide Vereine erstellt werden, sagt Straub. „Da ist eine ganze Mannschaft mit beschäftigt.“ Und nebenher müssen die Musiker noch die Aufnahme einer neuen CD anlässlich des großen Jubiläums vorbereiten. Doch bange ist den Verantwortlichen nicht. „Wir haben eine gute Truppe.“

Vorverkauf hat begonnen:

Karten für den Auftritt der „Altneihauser Feierwehrkapell’n“ gibt es unter www.okticket.de sowie bei der Peitinger Tourist Info und bei Köpf Audio.

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Zum ersten Mal hat die Gemeinde Peiting heuer an der Aktion „Stadtradeln“ teilgenommen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Immerhin 303 Peitinger legten zusammen stolze 43 278 Kilometer zurück und radelten damit theoretisch mehr als einmal um die Welt.

„Noch einmal auf die Zugspitze“ und die Welt aus einem anderen Blickwinkel sehen“ – das war der Wunsch eines Schongauers, der aufgrund seiner schweren Krankheit mittlerweile an den Rollstuhl gefesselt ist und keine Ausflüge mehr unternehmen kann. Wahr gemacht haben dies drei „Wunscherfüller“ des Arbeiter Samariter Bund (ASB) mit dem Wünschewagen.

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