+
Der Gaplast-Standort in Peiting aus der Luft: Noch sind keine Bagger zu sehen, doch das soll sich schon bald ändern. Noch in diesem Frühjahr fällt der Startschuss für den Bau weiterer Produktionsstätten. 

Bauausschuss stimmt Bauantrag zu

Für 15 Millionen Euro: Gaplast baut Peitinger Standort aus

  • schließen

Die Firma Gaplast erweitert ihren Standort in Peiting: In seiner jüngsten Sitzung hat der Bauausschuss einstimmig dem Bauantrag für die Errichtung weiterer Produktionsflächen zugestimmt. 15 Millionen Euro nimmt das Unternehmen dafür in die Hand.

Peiting – Schon 2016 hatte Gaplast erste Pläne vorgestellt, wie der Standort in Peiting in Zukunft ausgebaut werden könnte. Der Verpackungsspezialist für Medizin-, Pharma- und Kosmetikprodukte hatte damals in einem ersten Schritt die Bürokapazitäten durch eine Aufstockung des bestehenden Gebäudes erweitert. Jetzt folgt der nächste Streich. Weil die Geschäfte blendend laufen und es deshalb im Werk am Firmensitz in Altenau an Platz mangelt, baut Gaplast seine Produktionsstätte in der Marktgemeinde aus. Noch in diesem Frühjahr soll der Startschuss für die Erweiterung der Halle 3 und den Neubau der Halle 4 auf dem Firmengelände an der August-Moralt-Straße fallen, teilt die Firma auf Anfrage der Schongauer Nachrichten mit. Abgeschlossen sein sollen die Bauarbeiten voraussichtlich schon ein Jahr später. Die Investitionskosten beziffert Gaplast auf 15 Millionen Euro.

Mitarbeiterzahl am Standort wächst

Dem dafür nötigen Bauantrag hat der Bauausschuss der Gemeinde in seiner jüngsten Sitzung einstimmig zugestimmt. Bürgermeister Michael Asam zeigte sich hocherfreut. Die Erweiterung sichere die Zukunft des Betriebs in Peiting, sagte der Rathauschef. Mit der Fertigstellung wird auch die Zahl der Mitarbeiter am Peitinger Standort wachsen. Aktuell zähle man in der Marktgemeinde rund 90 Beschäftigte, in Altenau 170, so eine Firmensprecherin. Nach Abschluss der Baumaßnahme sollen 90 Mitarbeiter vom Hauptsitz nach Peiting wechseln. Auch neue Arbeitsplätze würden langfristig geschaffen. Das Werk in Altenau werde zum Entwicklungs- und Verwaltungsstandort. Ob der Unternehmenssitz nach Peiting verlegt werde, sei derzeit noch nicht abschließend entschieden.

Mit der steigenden Zahl an Mitarbeitern muss auch der Parkplatz der Firma wachsen. Laut Satzung seien eigentlich 230 Stellplätze vorgeschrieben. Die Zahl stehe allerdings in keinem Verhältnis zur Mitarbeiterzahl, sagte Asam in der Bauausschusssitzung. Die Firma werde 148 Parkplätze errichten. „Das ist ausreichend.“ Das sahen auch die Mitglieder des Gremiums so, Einwände gab es nicht. Die nötigen Befreiungen was die Bebauung angehe, habe man bereits vor einigen Wochen bei der Änderung des Bebauungsplans berücksichtigt, fügte der Rathauschef hinzu. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“

Weiterer Ausbau ist bereits geplant

In diesem Zug sprach Andreas Barnsteiner (BVP) die Überschwemmungsflächen an, die zuletzt bei der Aufstellung des Flächennutzungsplans einer Erweiterung von Gaplast entgegengestanden waren. Letztlich hatte man gemeinsam mit dem Wasserwirtschaftsamt über die Schaffung von sogenannten Retentionsflächen eine Kompromisslösung gefunden (wir berichteten). Dies beträfe allerdings nicht das aktuelle Bauvorhaben, antwortete Asam. Denn abgeschlossen sind die Ausbaupläne des Unternehmens mit der nun angekündigten Erweiterung noch nicht.

Langfristig werden laut Gaplast voraussichtlich im Norden noch zwei und im Süden noch eine Halle errichtet. Zusätzlich plane man im Norden und Süden jeweils einen zusätzlichen Kopfbau. Einen genauen Zeitplan, wann diese Pläne realisiert werden sollen, gebe es aber derzeit noch nicht, teilt das Unternehmen mit.

Lesen Sie auch:

Eine Krankheit, die deutlich gefährlicher ist als Corona, ist im Landkreis angekommen. 301 nachgewiesene Fälle wurden gemeldet. Die Dunkelziffer ist wohl ungleich höher,sagt Karl Breu im Interview.

Es sind skrupellose Tricks, mit denen Verbrecherbanden Senioren oft um ihr gesamtes Vermögen bringen. Auch die Region Weilheim-Schongau steht zurzeit im Mittelpunkt des Telefon-Terrors aus dem Ausland. Polizei und Sparkasse setzen auf eine umfangreiche Aufklärungskampagne.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Musiker sind sauer auf Oberländer Trachtler: „Die meinen, sie sind die Götter der Nation“
Harsche Kritik an den Trachtlern, vier neue Ehrenmitglieder, ein neuer Sponsor, die Vergabe des Bezirksmusikfests 2023 und immer noch kein Geschäftsführer. Bei der 68. …
Musiker sind sauer auf Oberländer Trachtler: „Die meinen, sie sind die Götter der Nation“
Experimente: Wo die Banane auf die Platine trifft
Es ist das 16. Mal, das sich Schüler in Schongau mit der Firma Hoerbiger als Pate an die großen Themen der Zukunft und die Rätsel unserer Zeit wagen.
Experimente: Wo die Banane auf die Platine trifft
Zwei Tage Triathlon-Trubel in der Stadt
Jetzt sind auch die Verträge unterzeichnet: Die Deutsche Triathlon Meisterschaft für Jugend und Junioren wird heuer in Schongau ausgetragen. Die Organisation des …
Zwei Tage Triathlon-Trubel in der Stadt
Von Katzenfutter angelockt: Räudiger Fuchs schleicht durch Sachsenried - „Sah wie Hyäne aus“
Ein räudiger Fuchs hat jüngst in Sachsenried für Aufsehen gesorgt. Das kranke Tier schlich durch den Garten von Gemeinderat Rudi Kögel, der es fotografierte.
Von Katzenfutter angelockt: Räudiger Fuchs schleicht durch Sachsenried - „Sah wie Hyäne aus“

Kommentare