Der Anbau für eine zusätzliche Gruppe am Therese-Peter-Haus für Kinder in Peiting nimmt seit dieser Woche Gestalt an.
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Der Anbau für eine zusätzliche Gruppe am Therese-Peter-Haus für Kinder in Peiting nimmt seit dieser Woche Gestalt an. Der Zeitplan bleibt sportlich: Schon im Mai soll der neue Gruppenraum bezogen werden.

Übergangslösung gefunden

Wegen Engpass: Peitinger Grundschule beherbergt bald zwei Krippengruppen

  • Christoph Peters
    vonChristoph Peters
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Um den steigenden Bedarf an Krippenplätzen bis zur Fertigstellung des neuen Kindergartens an der Jägerstraße decken zu können, setzt die Gemeinde Peiting auf eine Übergangslösung. In der Alfons-Peter-Grundschule sollen bis zum neuen Kindergartenjahr Räumlichkeiten für zwei Krippengruppen entstehen.

Peiting – Seit dieser Woche wird wieder eifrig gewerkelt auf der Baustelle am Therese-Peter-Haus für Kinder. Nachdem wochenlang nichts vorwärtsging, haben Arbeiter damit begonnen, die Holzwände für den Anbau aufzustellen. Ob die vierte Krippengruppe, die aus Platzmangel bislang temporär mit dem Bewegungsraum Vorlieb nehmen muss, im Mai tatsächlich wie geplant in die neuen Räumlichkeiten umziehen kann, bleibt abzuwarten. Geklärt ist dagegen mittlerweile, wo ab September jene Kinder unterkommen sollen, für die im ausgebuchten Therese-Peter-Haus kein Platz mehr ist.

Bereits im Januar hatte Bürgermeister Peter Ostenrieder auf eine nötige Übergangslösung hingewiesen, um den Zeitraum bis zur Fertigstellung des neuen Kindergartens an der Jägerstraße und den danach geplanten Umbau des Therese-Peter-Haus zur reinen Krippe zu überbrücken. Damals berichtete der Rathauschef von einem „praktikablen Vorschlag“, der allerdings noch hausintern geprüft werden müsse.

Im Schulgebäude werden Räume frei

Das ist mittlerweile geschehen. „Die Lösung steht“, bekräftigte Ostenrieder am gestrigen Montag und ließ auf Nachfrage der Heimatzeitung die Katze aus dem Sack. Fündig geworden bei der Suche nach Räumlichkeiten ist die Gemeinde in der Alfons-Peter-Grundschule und damit nur einen Steinwurf entfernt vom Therese-Peter-Haus. Dort ist im Moment im Obergeschoss noch die Offene Ganztagsschule untergebracht, doch diese zieht spätestens im Juni in den Neubau, der derzeit auf dem Schulgelände errichtet wird. Das dadurch frei werdende große Klassenzimmer sowie ein kleinerer Raum sollen dann in zwei Gruppenräume für die Krippe sowie einen Schlafraum umgebaut werden, so der Plan. Auch die zugehörigen Sanitärräume sollen kleinkindgerecht umgerüstet werden, die Toiletten etwa erhalten spezielle Podeste. „Natürlich wird auch eine Wickelmöglichkeit geschaffen“, erklärt der Rathauschef, der auch auf den vorhandenen separaten Eingang hinweist.

Peitinger Grundschule war schon einmal Heimat für Krippenkinder

Wem das bekannt vorkommt: Schon vor knapp zehn Jahren, als die jetzige Krippe neu gebaut wurde, sei man übergangsweise in die Grundschule ausgewichen, erinnert Ostenrieder. „Das hat damals super funktioniert.“ Entsprechend positiv habe auch die Schulleitung auf die Anfrage der Gemeinde reagiert, berichtet der Bürgermeister. Weil während der nächsten beiden Jahre nicht mit steigenden Schülerzahlen gerechnet werde, benötige die Grundschule die Räume auch nicht für eigene Zwecke. „Und danach sind wir wieder raus, wenn der neue Kindergarten steht und wir zusätzliche Kapazitäten haben.“

Durchgeführt werden sollen die Umbauarbeiten in den Pfingst- und Sommerferien, um den normalen Schulalltag möglichst nicht zu stören. Finanziell halte sich der Aufwand in Grenzen, sagt der Bürgermeister. Knackpunkt könnte allerdings noch die Personalfrage werden. „Wir brauchen natürlich zusätzliche Fachkräfte, um den Betrieb zu stemmen.“

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Einen Aufruf der ungewöhnlichen Art hat der Markt Peiting auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht. Darin sucht die Gemeinde nach einer Wohnung für eine sechsköpfige Familie.

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