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Die Karten für den Standort des Marienheims werden neu gemischt. Die Heimaufsicht stellt eine Verlängerung der Betriebserlaubnis in Aussicht – allerdings nur, wenn bis April 2020 ein konkretes Konzept vorliegt.

Ganz neue Entwicklung

Heimaufsicht fordert Blitz-Konzept fürs Marienheim

  • Barbara Schlotterer-Fuchs
    VonBarbara Schlotterer-Fuchs
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Gute Nachrichten für die Anwohner am Bühlach: In Sachen Marienheim werden die Karten neu gemischt, was den Standort anbelangt. Die Heimaufsicht steht einer Verlängerung der Betriebserlaubnis nicht im Weg. Der Haken: Bis spätestens April nächsten Jahres muss ein konkretes Konzept vorliegen.

Peiting – Es ist das Ergebnis eines Runden Tisches, der am vergangenen Donnerstag stattgefunden hat. Mit dabei: Vertreter der Regierung von Oberbayern, der gesamte Stab der Heimaufsicht, Vertreter des AWO-Bezirks Oberbayern und Peitings Bürgermeister Michael Asam. Der berichtet: „Die Heimaufsicht möchte, dass der Plan bis allerspätestens April 2020 steht, wie es weitergeht.“ Konkret bedeutet das: Noch vor diesem Termin soll jetzt eine „Untersuchung im Bestand“, also im jetzigen Marienheim stattfinden. Sprich: Auch der „sanfte Umbau“ am bestehenden Standort an der Bahnhofstraße in Peiting ist jetzt wieder ein Thema. Dem gegenüber steht der Neubau auf einem gemeindlichen Grundstück neben dem Peitinger Friedhof (wir berichteten).

Betriebserlaubnis läuft eigentlich im August 2022 aus  

Die Verlängerung der Betriebserlaubnis, die bereits im August 2022 ausläuft, sei keinesfalls zugesichert, so Asam. Der Termin sei lediglich „aufgeweicht“. Der Druck, binnen kürzester Zeit ein konkretes Konzept auf die Beine zu stellen, ist also enorm.

Auch für den Umbau muss ein konkreter Zeitrahmen genannt werden

Hinzu kommt: Auch für den Umbau muss ein konkreter Zeitraum genannt werden. Denn: Droht die Schließung des Heims, werden Genehmigungen für weitere Aufnahmen umgehend gestoppt, schildert Asam.

Asam ist wenig enthusiastisch, aber „zufrieden“ 

Er selbst gibt sich nach dem Gespräch wenig enthusiastisch, allerdings zumindest „zufrieden, dass alle Beteiligten einen Weg gefunden haben, wie man weitermachen kann“. Lediglich ein Beteiligter betrachtet das Projekt laut Asam mit zunehmender Skepsis: Der AWO-Bezirk Oberbayern, der „davon ausgegangen ist, dass ein Neubau erstellt wird. Die AWO geht das Ganze jetzt mit angezogener Handbremse an.“ Schließlich seien dem Bezirksverband der Arbeiterwohlfahrt bereits jetzt Kosten entstanden. „Man will nicht noch mehr in den Sand setzen“, sagt Asam über den potentiellen Betreiber des neuen Marienheims.

Mit wem es wann, wie und vor allem wo in Peiting weitergeht: Das dürfte die Gemeinde noch eine ganze Weile beschäftigen.

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