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Das war mal eine „Lange Badenacht“: Mit irischen Klängen, die Besucher im Freibad dicht gedrängt an den Tischen. Aber: Badenacht ist Badenacht. Und die kann auch in Corona-Zeiten wunderbar sein.

Im Peitinger Wellenfreibad

Erste „Lange Badenacht“ trotz Corona

  • Barbara Schlotterer-Fuchs
    vonBarbara Schlotterer-Fuchs
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Es ist die erste „Lange Badenacht“ im Peitinger Wellenfreibad in dieser Saison, die am Freitag, 3. Juli, über die Bühne geht. Sollte das Wetter gut sein, könnte zum ersten Mal das frisch installierte Zählgerät am Bad-Eingang bei derzeit 1400 erlaubten Besuchern die Bremse reinhauen.

Peiting– Lange Badenacht am 3. Juli, also zum Monatsbeginn? Ja, das ist neu. Künftig dürfen sich die Besucher des Wellenfreibads jeden ersten Freitag im Monat auf ein nächtliches Badeerlebnis bis immerhin 23 Uhr freuen. Damit gibt es in dieser Corona-bedingt ohnehin verkürzten Badesaison noch ein Highlight zum Ende der Saison im September.

Doch wie sieht so eine Badenacht unter Einhaltung des aktuellen Hygienekonzepts im Wellenfreibad aus? Was ist mit dem Grill-Spaß? Was mit dem geselligen Salat-Buffet? Wie er das alles umsetzen kann, darüber hat sich Kiosk-Betreiber Florian Keppeler schon den Kopf zerbrochen. Ausgabe am Grill mit Abstand? Funktioniert nicht. Salat-Buffet: In der Gastronomie nicht erlaubt. Selbst nicht unter freiem Himmel. „Und das, obwohl es in den Supermärkten längst wieder ein Salat-Buffet im SB-Bereich gibt“, schüttelt der Wirt über solche Ungerechtigkeiten den Kopf. Schließlich war vor allem auch das Salat-Buffet ein Dauerbrenner bei den Gästen.

Der Grill steht schon parat

Um seinen Gästen weiter Grillgut kredenzen zu können, hat er einen sogenannten „Hold O Mat“ für den Kiosk gekauft. Mit diesem Profi-Gastro-Bedarf können Speisen warm gehalten werden, ohne dabei an Geschmack zu verlieren oder die Konsistenz zu ändern. Die Idee: Florian Keppeler grillt am Grill. Hält das Grillgut dann in dem Gerät auf den Punkt warm. Und die Ausgabe des Grilltellers erfolgt am Kiosk, wo der Salat bereits auf dem Teller angerichtet ist. Sprich: Die Besucher der „Langen Badenacht“ im Peitinger Wellenfreibad müssen trotz Hygiene-Regeln auf nichts verzichten.

Hatte zu Beginn der Bade-Saison am Kiosk noch Masken-Pflicht gegolten, so darf jetzt jeder Pommes, Eis und Mohrenkopfsemmel ohne Mundschutz kaufen. Unter freiem Himmel ist das jetzt möglich. Wichtig ist: Auch hier gilt ein Abstand von eineinhalb Metern.

Ein bisschen traurig ist Florian Keppeler schon. Wenn er so an die richtig guten „Langen Badenächte“ ohne Corona zurückdenkt. Immerhin: Seit vergangenem Montag dürfen wegen neuer Lockerungen wieder mehr Besucher ins Bad. Die Obergrenze von 750 Besuchern ist gefallen, aktuell sind fast doppelt so viele, nämlich 1400, zugelassen. Das ist doch schon mal was.

Neuer Werbe-Gag informiert über Veranstaltungen

Und was plant Wirt Florian Keppeler sonst noch so für die Badenacht? „Planen?“, fragt Keppeler zurück. Das ist so eine Sache in diesen Tagen. „Eigentlich kann man ja gar nichts planen.“ Wer weiß schon: Gibt es in der kommenden Woche neue Lockerungen? Oder nicht? Heutzutage weiß doch keiner irgendetwas.

Zumindest eines ist sicher: Nicht nur für die Peitinger Badenacht, sondern übrigens auch für andere Peiting-Events wie den Bauernmarkt oder irgendwann mal wieder – in einer Zeit nach Corona – auch Veranstaltungen, gibt es einen neuen Werbe-Gag. Und zwar gleich am Ortseingang.

Mit der digitalen Geschwindigkeitsanzeige, die dem Autofahrer bislang nur anzeigt, wie schnell er gerade fährt, werden künftig auch gemeindliche Veranstaltungen beworben, verrät Bürgermeister Peter Ostenrieder. Zahlen und Text. Das Ganze sieht dann so aus: „Sie fahren Tempo 50. Diese Woche Badenacht in Peiting!“ Oder Bauernmarkt. Oder Bürgerfest. Gumpenserenade.

Oder vielleicht auch „Diese Woche Gesundheitstag!“ Der steht nämlich auch in diesem Jahr an, und zwar am 27. Juli. Veranstalter ist die Krankenhaus GmbH. Vor Ort sind Teams, die mit dem Thema Gesundheit befasst sind. Es gibt viele lustige Aktionen für die ganze Familie – bei freiem Eintritt. Kein Wunder, dass da bei gutem Wetter das Bad mit 2000 Gästen eigentlich aus allen Nähten platzt. Auch das wird heuer aufgrund der eingeschränkten Besucherzahlen anders sein.

Apropos Besucherzahlen: Der Zähl-Computer am Einlass ist installiert und konfiguriert. In Echtzeit werden jetzt die Besucherzahlen aktuell auf die Homepage der Gemeinde www.peiting.de übertragen. Wer zum Baden gehen möchte, kann hier gleich auf der Startseite unter „Besucherzähler Wellenfreibad“ sehen: Wie viele Gäste sind gerade im Bad? Wie viel Luft ist noch, bis die 1400er-Marke geknackt ist? Damit kann nicht nur die Gemeinde auf Nummer sicher gehen, sondern auch der Besucher, der sich mit einem kurzen Blick ins Internet an dem ein oder anderen heißen Tag vielleicht eine Schneiderfahrt erspart.

Übrigens: Sollte schlechtes Wetter den Peitingern die „Lange Badenacht“ in ihrem Wellenfreibad am kommenden Freitag verhageln, soll es einen Nachholtermin geben. Das verspricht Bürgermeister Peter Ostenrieder. 

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