Bei ihnen laufen die Fäden des Ortsverbandes Bündnis90/Die Grünen zusammen: (v.l.) Heike Dietrich, Susann Tabatabei-Schweizer, Regina Henkel und Rolf Thärichen. Nicht auch dem Foto ist Schriftführer Johann Dietrich.
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Bei ihnen laufen die Fäden des Ortsverbandes Bündnis90/Die Grünen zusammen: (v.l.) Heike Dietrich, Susann Tabatabei-Schweizer, Regina Henkel und Rolf Thärichen. Nicht auch dem Foto ist Schriftführer Johann Dietrich.

Jahresversammlung des Ortsverbands

Peitinger Grüne: „Müssen noch viel lernen“

Die Peitinger Grünen haben auf ihrer Jahresversammlung ein neues Vorstandsteam gewählt. Kritische Worte gab es für die Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen im Gemeinderat. Auch die umstrittenen Bauvorhaben V-Baumarkt und Marienheim waren Thema.

Peiting – Die Jahresversammlung des Peitinger Ortsverband „Bündnis 90/Die Grünen“ machte eines deutlich: Die Verantwortlichen müssen für eine erfolgreiche Kommunalpolitik noch viel lernen. Vor allem im Peitinger Gemeinderat. Dort nämlich wolle man der Fraktion der Grünen keine Handbreit Mitspracherecht zugestehen. Das wird gnadenlos durchgezogen“, bedauerte Gemeinderat Günter Franz.

Seit der Kommunalwahl sind drei Mitglieder der Grünen im Peitinger Gemeinderat. Die Gespräche innerhalb der Fraktion seien, so Günter Franz, hervorragend. Allerdings, was die Kooperation mit den anderen Fraktionen im Gemeinderat anbelange, sei man schnell an die Grenze gekommen. Die erdrückende Mehrheit von Schwarz und Rot bilde eine Übermacht, gegen die schwer anzukommen sei. Günter Franz räumte ein: „Wir sind bei Diskussionen mit den anderen Fraktionen, Bürgermeister und Verwaltung noch nicht clever genug.“ Da gäbe es noch vieles zu lernen.

Das Thema Müllverbrennung in Altenstadt wurde nach Meinung der Grünen im Gemeinderat zu wenig diskutiert. Sie selbst, meinte Franz, seien allerdings auch dazu nicht genügend vorbereitet gewesen. Innerhalb der Fraktion seien Absprachen noch verbesserungswürdig. Beispielsweise, wer wann was sagen sollte. Fazit: Insgesamt müsse bei anstehenden Problemen längerfristig geplant werden. Man sollte sich dazu mit der Schongauer Fraktion in Verbindung setzen, mit ihr kooperieren. „Wir müssen nicht alles neu erfinden“, meinte Günter Franz. Der Gemeinderat erinnerte an Veranstaltungen der Grünen. Etwa an das „Grünen Frauenfrühstück“ mit unterschiedlichen Themen und an die Aktion zum Denkmalschutz in Schongau. Das Thema „Kultur“ hingegen sei in Peiting und Schongau noch zu beackern.

Die Erste Sprecherin des Ortsvereins, Heike Dietrich, sieht in dem Ergebnis der Kommunalwahl mit drei Mandaten im Gemeinderat „ein super Ergebnis“. Auch was den Zuwachs der Mitglieder anbelangt. Die nämlich sind binnen kurzer Zeit von acht auf 21 angewachsen. Ihr Lob galt den beiden Neuen im Gremium, Günter Franz und Susann Tabatabei-Schweizer: „Ihr habt euch gut in den Gemeinderat hineingewurstelt“. Sie zusammen mit Thomas Elste seien diejenigen, die mit den Leuten ins Gespräch kommen müssten. „Vor allem müssen wir zusehen, dass in der kommunalpolitischen Arbeit was bewegt wird.“

Heike Dietrich zählte auf, was seit März 2019 so alles bewegt und angestoßen wurde: So das Volksbegehren „Artenvielfalt“, der Vortrag über Plastikmüll, sie erinnerte an die Aktion „Rama dama“ in Peiting und an den Neujahrsempfang mit Bands und Künstlern sowie an den Einsatz mit entsprechendem Werbematerial für die Europawahl. „Wir haben einiges gestemmt, darauf sind wir stolz“, sagte Heike Dietrich bei ihrem Jahresbericht. Künftig wolle sich der Grünen Ortsverband um Verkehrs- und Parkraum in Peiting kümmern und um die Energiewende vor Ort wie auch die Belebung der Kultur in Peiting. Auch die beiden umstrittenen Vorhaben Marienheim und V-Baumarkt sprach Dietrich an und kritisierte den unnötigen Flächenfraß.

Eingebunden in die Jahresversammlung war die Neuwahl der Vorstandschaft. Die Mitglieder bestätigten Heike Dietrich im Amt. Ihr zur Seite steht als Vize Susann Tabatabai-Schweizer. Den Schriftverkehr erledigt kommissarisch Johann Dietrich, die beiden Beisitzer sind Regina Henkel und Rolf Thärichen.

VON WALTER KINDLMANN

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