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Kein kontaminiertes Material in Kiesgrube

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Von: Sabine Krolitzki

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Wird zugeschüttet: Die Kiesgrube südöstlich vom Lamprecht. © Ursula Fröhlich

Gegen die Vorwürfe, die Kiesgrube beim Lamprecht werde mit kontaminiertem Material verfüllt, wehrt sich Georg Kees, Firmenchef vom ausführenden Unternehmen Erd- und Tiefbau Schneider. Schon bald sollen die Felder über der Kiesgrube wieder bewirtschaftet werden können.

Peiting – Bei Spaziergängern und Radfahrern, die in der Gegend um die Gaststätte Lamprecht unterwegs sind, hat es sich herumgesprochen: das Gerücht in der nahegelegenen Kiesgrube werde kontaminiertes Material verfüllt. „Dem ist nicht so“, sagt Georg Kees, Firmenschef vom ausführenden Unternehmen Erd- und Tiefbau Schneider. Und dafür bekam er sogar Rederecht in der öffentlichen Sitzung des Marktrates.

Eine große Menge von rund 100 000 Kubikmeter Aushub hat das Unternehmen von der Umgehungsbaustelle bei Hohenpeißenberg auf ein Feld beim Lamprecht abgeladen. Dort soll eine Kiesgrube verfüllt werden. Aber auch Erdreich wie Humus oder Rotlage von anderen Baustellen findet seinen Weg in die Marktgemeinde. „Sämtliches Material wird beprobt und ist völlig unbedenklich“, stellt Kees klar. Alles andere sei eine Unterstellung, die er nicht auf sich sitzen lassen wolle. „Die Befüllung ist gut“, betont er. „Dafür bürgen wir.“

Ursprünglich sei angedacht gewesen, die Grube offen zu lassen. Doch das Hochwasser im Jahr 2009 habe beim Wasserwirtschaftsamt für ein Umdenken gesorgt. Denn da seien ungute Fremdstoffe eingedrungen – schlecht, denn immerhin liegt die Kiesgrube im äußeren Bereich des Peitinger Wasserschutzgebietes. Knapp zehn Meter tief ist die Grube, die früher von der Firma Dobler ausgeschlachtet worden ist. An der Sohle habe sich eine „Angriffsfläche“ geboten, dort könne beispielsweise Gülle eindringen. Deshalb sei es ohnehin gut, die Lücke zu schließen. Diese Aussage brachte BVP-Rat Andreas Barnsteiner zum Kochen. „Dass Landwirte Gülle oder Mist fahren, gehört zur Landwirtschaft einfach dazu. Es ist nicht wahr, dass die Gülle in die Grube hineinläuft, die bleibt an Ort und Stelle.“

Außerdem hatte er noch eine konkrete Frage: „Wie hoch wird die Fläche denn, wenn das ganze Material, das sich da auftürmt, verfüllt worden ist?“ Die Grube habe einen Durchmesser von etwa 100 Metern. Man müsse mit 1,5 bis zwei Prozent Steigung rechnen, erklärte Kees. Und das soll auch so sein. „Sie muss überbaut werden, damit der Wasserablauf gewährleistet ist. Außerdem werden Dränagen und Sickerflächen angebracht.“

Ende 2018 soll die Maßnahme abgeschlossen sein und als Ackerland genutzt werden. „In 20 Jahren wird keiner mehr wissen, dass da überhaupt mal was war“, so der Firmen-Chef.

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