Wie eine Welfenburg: Den Kindern hatte dieser Entwurf am besten gefallen

In der Marktgemeinde

Kinder stürmen neuen Abenteuerspielplatz in Peiting

  • Christoph Peters
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Darauf haben die Peitinger Kinder sehnlichst gewartet: Am vergangenen Freitag ist der neue Abenteuerspielplatz neben der Eishalle offiziell eröffnet worden. Rund 80 000 Euro hat sich die Gemeinde die hölzerne Attraktion kosten lassen. Die Welfenburg eroberte die Herzen der jungen Entdecker im Sturm.

Peiting – „Wahnsinn, wie es da schon zugeht“, staunte Michael Asam. Mit dem E-Bike war der frühere Peitinger Bürgermeister am Freitagnachmittag zur offiziellen Eröffnung des neuen Abenteuerspielplatzes gekommen. Auf den gemeindlichen Startschuss freilich hatten die Peitinger Kinder nicht warten wollen, überall wuselte es bereits auf den verschiedenen Spielgeräten, die auf der Wiese zwischen Eishalle und Dreifachhalle entstanden sind. Wer konnte ihnen das auch verdenken, nach so langer Zeit des Stillstands während der Corona-Krise, bot der neue Abenteuerspielplatz schließlich die lang ersehnte Abwechslung. Nur mit dem Abstand halten wollte es angesichts der Vielzahl an jungen Entdeckern, die Welfenburg, Seil-Parcours und Kleinkind-Anlage eroberten, zuweilen nicht ganz klappen.

Schon am Mittwoch, als die Bauzäune verschwanden, sei es mit dem Ansturm losgegangen, sagte der neue Rathauschef Peter Ostenrieder, ehe er gemeinsam mit seinem Vorgänger das rote Band durchschnitt. Ostenrieder hatte Asam aus gutem Grund zur Eröffnung eingeladen. „Eigentlich müsste er Asam-Spielplatz heißen“, scherzte Ostenrieder. Schließlich sei es Asams lang gehegter Wunsch nach einem Abenteuerspielplatz für Peiting gewesen, der nun in Erfüllung gegangen sei. „Das ist eine tolle Geschichte.“

Der Spielplatz war für die Basili-Wiese vorgesehen

Ursprünglich vorgesehen für das gescheiterte Baugebiet auf der Basili-Wiese, hatte man im vergangenen Jahr die Wiese neben dem Fitness-Parcours als alternativen Standort ins Auge gefasst. Die Verwaltung schrieb zehn Hersteller von Spielgeräten an und bat sie um Vorschläge. Im Dezember durften Drittklässler der Alfons-Peter-Schule in die Rolle der Juroren schlüpfen und ihren Favoriten wählen. Die große Mehrheit entschied sich für den Vorschlag der Firma „Spessart Holzgeräte“, die mit dem riesigen Holztor samt Wehrgang, Türmen, Hängebahn und Klettermöglichkeiten den Geschmack der Kinder am besten getroffen hatte. Dem klaren Votum folgte im Januar auch der Marktgemeinderat. Besonders gefiel den Räten, dass mit der Welfenburg die Geschichte Peitings als einstiger Sitz des Adelsgeschlechts aufgegriffen wurde.

Der Montagetrupp brauchte nur eine Woche

Ende April rückte der Montagetrupp der Firma an, binnen einer Woche wurde die Anlage aufgebaut. „Für uns stand das ganz oben auf der Prioritätenliste“, sagte Firmenvertreter Antonius Guhm bei der Eröffnung. „Einen Spielplatz in dieser Größenordnung bauen auch wir nicht jeden Tag.“ Rund 80 000 Euro hat sich die Gemeinde die neue Attraktion kosten lassen. Dass das Geld gut investiert ist, das fanden am Freitag nicht nur die Verantwortlichen, sondern auch die Kinder. „Das ist der beste Spielplatz im ganzen Oberland“, jubelten die Kleinen, ehe sie beim Banddurchschneiden kräftig applaudierten.

Auch der Fitness-Parcours könnte profitieren

Ein Gutes hat der neue Abenteuerspielplatz noch aus anderer Sicht: Auf dem benachbarten Fitness-Parcours, der bislang meist eher ein einsames Dasein fristete, herrschte am Freitag ebenfalls reges Treiben. Er könne sich gut vorstellen, dass dieser jetzt besser angenommen werde, sagte Asam, unter dessen Ägide der Platz entstanden war. Ganz nach dem Motto: Während die Kinder spielen, stählen die Eltern ihre Muskeln. „ein richtiger Mehrgenerationen-Spielplatz.“

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