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Unterstützung für das Bienen-Projekt: (v.l.) Alexander Schmitz (Sparkasse Oberland), Lisa Hector (Leitung Ganztagesschule), Bürgermeister Michael Asam, Schulleiter Peter Schmid, Judith Scheuring (Kinder helfen Bienen) und Michael Lutz (Lutz Motoren).

Projekt für Kinder

Peiting kurbelt Bienen-Hilfe an

Bienen sind wichtig. Deshalb unterstützt die Gemeinde Peiting das Projekt „Kinder helfen Bienen“ von Imkerin Judith Scheuring. Mit Spenden kann es drei Jahre lang an Schulen und Kindergärten durchgeführt werden.

Peiting – Geld hat die Gemeinde keines für das Projekt. Aber da Bürgermeister Michael Asam das Thema Bienen wichtig ist, gelang es ihm, mit der Sparkasse Oberland (1800 Euro) und der Firma Lutz Motoren (600 Euro) Sponsoren zu finden, die helfen, Peitinger Kinder im Rahmen des Projekts „Kinder helfen Bienen“ an die Honigbiene heranzuführen.

„Mein Opa hat früher selbst Bienen gehabt“, erzählte Firmenchef Michael Lutz. Mit der Imkerei seines Großvaters verbindet er viele lustige Kindheitserinnerungen. Deshalb ließ er sich nicht lange bitten, das Bienenprojekt zu unterstützen und die Finanzierung für das erste Jahr zu sichern. Für 2019 und 2020 werden noch Sponsoren gesucht.

Judith Scheuring bietet verschiedene Module an, die von den Schulen gebucht werden können. Mit dabei sind die Josef-Friedrich-Lentner-Grundschule, der Rathaus-Kindergarten und das Therese-Peter-Haus. Es sind noch Kapazitäten für weitere Interessenten frei. Schulleiter Peter Schmid und die Leitung der Ganztagsschule Lisa Hector freuten sich, „Kinder helfen Bienen“ im Rahmen einer Projektwoche an der Ganztagsschule anbieten zu können. Bereits drei Mal in den vergangenen Jahren informierte Judith Scheuring die Grundschüler über die Lebensweise und benötigten Lebensräume der Bienen. Ein Erfolg war es, dass rund zehn Kinder als Nachwuchs-Imker an die örtlichen Vereine vermittelt werden konnten. Peter Schmid war besonders beeindruckt vom Besuch der Schüler im Imkerstand, wo sogar Bienen gestreichelt wurden.

Dass die Biene aber eigentlich kein Kuscheltier ist, erklärte Scheuring. Vielmehr leistet sie wertvolle Arbeit, nämlich neben der Produktion von leckerem Honig auch die Bestäubung, ohne die es zum Beispiel keine tragenden Obstbäume gäbe, und ist somit das drittwichtigste Nutztier. Deshalb ist es auch so wichtig, den Bienen artgerechte Lebensgrundlagen zu bieten.

Die Kinder bepflanzen im Rahmen des Projekts blühende Flächen. Aufgrund der Monokulturen und wenigen Blüten auf den Feldern gibt es inzwischen auf dem Land weniger Bienen als in der Großstadt München, wusste Bürgermeister Asam. Das soll sich ändern. Deshalb sät die Gemeinde jedes Jahr auf brachliegenden Gemeindeflächen eine blühende „Bienenweide“ aus und hofft auf viele Nachahmer.

Bankdirektor Alexander Schmitz fand es ebenfalls wichtig, die Kinder frühzeitig über die Bienen zu informieren, aufzuklären und ihnen Ängste zu nehmen, weshalb die Sparkasse Oberland das Projekt auch unterstützt. Er selbst fand die Ausführungen von Judith Scheuring so spannend, dass er sich schon für einen Besichtigungstermin in ihrer Imkerei in Peißenberg angemeldet hat.

Weitere Infos über das Projekt sind im Internet unter www.kinder-helfen-bienen.de zu finden. 

Ursula Fröhlich

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