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Platz für ein Logo wäre bei den RVO-Bussen durchaus noch vorhanden. Bei der Diskussion darüber schiede n sich im Marktgemeinderat die Geister.

ÖPNV 

Peiting legt für Bus 15 000 Euro oben drauf

Für die Optimierung der Fahrzeiten und günstigere Preise: 15 000 Euro im Jahr ist es Peitings Gemeinderäten wert, dass der öffentliche Personennahverkehr im Ammer-Lech-Land attraktiver wird. Uneins war man sich bezüglich der Verwendung des Logos.

Peiting „Es wäre selbstverständlich, das Ammer-Lech-Land Logo umzusetzen. Die 15 000 Euro gibt es nur, wenn das Logo drauf ist“, war die klare Ansage von Ratsmitglied Norbert Merk. Er stieß sich an der Formulierung des Antrags, in dem es hieß, man werde sich „darum bemühen, dass Busse mit dem Ammer-Lech-Land-Logo versehen werden dürfen“. Dass das in der Praxis kaum machbar sein dürfte, führte Kollege Peter Ostenrieder aus. Da es sich bei dem neuen Angebot, das die Gemeinden Peiting, Schongau, Altenstadt und Hohenfurch umfasst, nicht um eine neue Buslinie handelt und die Strecken von verschiedenen Anbietern wie RVO, Stadtbus Schongau und Enzian-Reisen lediglich besser aufeinander abgestimmt werden sollen, sei es schwierig, das Logo auf jedem Bus anzubringen. „Sollten Busse exklusiv fahren, gibt es auch ein Logo“, so Ostenrieder.

„Es ist ein supergünstiges Angebot. Das Logo ist mir scheißegal“, setzte Gerhard Heiß noch eins drauf. Herwig Skalitza sah ein ganz anderes Problem. Da derzeit auf den Strecken Baustellen geplant sind, wie bei der Firma UPM, sei die Einführungszeit schlecht gewählt. „Wichtig ist, dass der Bus pünktlich kommt. Sonst gibt es ein Akzeptanz-Problem“, meinte er.

In diesem Zusammenhang machte sich Kämmerer Christian Hollrieder für eine elektronische Anzeige der Abfahrtszeiten und Verspätungen wie bei der Bahn stark. Dies sei allerdings aus technischen Gründen noch nicht möglich. Kommen soll im nächsten Jahr allerdings eine App, mit der die Routen, Fahrzeiten und Verspätungen übersichtlich und aktuell per Smartphone abgerufen werden können.

Gerhard Heiß warf die Frage in den Raum, ob die Peitinger Riedschaften in den Plan eingebunden sind. „Peiting ist Peiting“, bekam er zur Antwort. Einig war man sich im Gemeinderat allerdings darüber, dass der neue Verbundfahrplan eine gute Sache ist. Für nur vier Euro pro Tag können Fahrgäste künftig beliebig oft zwischen den angeschlossenen Orten hin und her pendeln. Die Differenz zu dem bisherigen Preis für eine Hin- und Rückfahrt (aktuell 5,60 Euro) von 1,60 Euro pro Fahrgast legt die Gemeinde drauf. Für Peiting würde das etwa 15 000 Euro ausmachen, führte der zweite Bürgermeister Franz Seidel aus. „Vor Jahren waren wir bereit, für einen Ortsbus ganz andere Summen bereit zu stellen. Durch den neuen Linienplan haben wir einen wunderbaren Ortsbus. Das ist eine tolle Sache, die wir mit wehenden Fahnen nutzen sollten“, sagte Peter Ostenrieder. Je mehr das Angebot genutzt wird, reduziere sich zudem das Defizit und die Belastung für die Gemeindekassen.

„Auch im Hinblick auf die gemeinsamen Karten für die Freibäder in Peiting und Altenstadt sowie der vergünstigte Eintritt mit einer Freibad-Jahreskarte ins Plantsch ist das eine super Sache. Ich sag ja dazu“, meinte Alex Zila. Thomas Elste hob den Umwelt-Aspekt hervor: „Ich finde das hervorragend für den Klimaschutz. Wenn die Fahrzeiten künftig besser abgestimmt werden, sollte auch die Bahn ins Angebot mit rein.“

Christian Lory regte an, das Angebot, das vorerst drei Jahre lang getestet wird, nicht nur für Schüler, sondern auch für Senioren zu verbilligen. Das ergänzte Silvia Ruhfaß-Bückle um „sozial Schwache“. Franz Seidel fasste schließlich zusammen, dass das Angebot attraktiv sei und erst einmal getestet werden sollte. „Ist erst einmal der Anfang da, wird sich alles andere auch noch finden“, so Seidel.

Ursula Fröhlich

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