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Ein Peitinger hat über die Internetplattform ebay mehrmals iPads angeboten. Doch die Kunden warteten vergeblich auf die Ware.

Vor Gericht

Peitinger verkauft iPads über ebay - die Kunden warten vergeblich

Ein Peitinger hat über die Internetplattform ebay mehrmals iPads angeboten. Doch die Kunden warteten vergeblich. Jetzt stand der Mann vor Gericht.

PeitingDie Verhandlung dauerte nicht lange. Obwohl es sich zunächst so anhörte, als ob der junge Mann sich nicht äußern wollte. „Ich will dazu nichts sagen“, erklärte der 23-jährige Peitinger, nachdem der Staatsanwalt die Anklage verlesen hatte und der Vorsitzende Richter Lars Baumann ihn fragte, ob er sich zu den Taten äußern wolle. „Dann wird das aber teurer, denn wir müssen dann Zeugen laden“, sagte Baumann. Aber der Satz des Angeklagten war ein Missverständnis. Der Peitinger hatte einfach nicht mehr hinzufügen wollen zu den Beschuldigungen und gab die drei Taten vollumfänglich zu.

Im September und Oktober 2018 war der Mann knapp bei Kasse. Er war seit einiger Zeit arbeitslos und konnte seine Drogen, von denen er seit Jahren abhängig war, nicht mehr finanzieren. Seine Drogenabhängigkeit gab der Peitinger freimütig zu. Um an Geld zu kommen „verkaufte“ er dreimal über die Internetplattform ebay „iPads“ im Wert zwischen 150 und 170 Euro. Die Käufer zahlten brav auf sein Konto ein, erhielten aber ihre Ware nicht. Natürlich flog die Sache auf.

Die Frage des Vorsitzenden Richters, ob er derzeit auch noch Drogen nehmen würde, bejahte der Peitinger. Er habe aber jetzt einen Therapieplatz bekommen, so der Angeklagte. „Ich will die Therapie durchziehen“, erklärte er, eine frühere hatte er abgebrochen. Schon dreimal stand er vor Gericht, unter anderem auch wegen Betrugs. Mit der Geldstrafe war der junge Mann einverstanden. „In Zukunft gibt es aber keine Geldstrafe mehr“, warnte der Richter noch. Das Urteil ist rechtskräftig.

VON REGINA WAHL-GEIGER

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