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Hier fiel der Spruch: Der CSU-Ortsvorsitzende Norbert Merk überreichte Thomas Goppel beim Neujahrsempfang eine Flasche Wein.

„Ich erwarte eine Entschuldigung“

Nach Peitinger CSU-Neujahrsempfang: SPD-Rat verärgert über Goppel-Spruch

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Gar nicht zum Lachen findet der SPD-Gemeinderat Herbert Salzmann einen Spruch, den Thomas Goppel beim CSU-Neujahrsempfang in Peiting fallen ließ. Der CSU-Politiker widerspricht.

Update, 15. Januar: 

Es ist der Satz „Alles was rot ist, muss vernichtet werden“, der dem Peitinger SPD-Fraktionschef Herbert Salzmann sauer aufgestoßen war. Der frühere Staatsminister Thomas Goppel hatte ihn am Neujahrsempfang der Peitinger CSU gesagt, zu dem er als Referent eingeladen worden war. In einem offenen Brief forderte Salzmann eine Entschuldigung von Goppel. Jetzt hat sich der CSU-Politiker gegenüber den Schongauer Nachrichten geäußert.

Darin betont Goppel, dass seine Aussage sich eindeutig auf den Inhalt der Rotweinflaschen bezogen habe, die er als Dank für seinen Auftritt vom Ortsverband bekommen hatte. Dies sei „nur dann miss zu verstehen, wenn der Hörer oder Zuseher das ausdrücklich will“. Dass Salzmann an solcher Einseitigkeit der Auslegung liege, könne er nachvollziehen. „Die Interpretation selbst lasse ich keinesfalls zu, zumal sie meine Äußerung isoliert und damit diskreditiert.“

Ursprünglicher Artikel:

Peiting – Es war ein kurzweiliger Auftritt, den Thomas Goppel am Donnerstag beim Neujahrsempfang der Peitinger CSU hinlegte. Doch ein lockerer Ausspruch des ehemaligen CSU-Staatsministers hat jetzt ein Nachspiel. Der Peitinger SPD-Gemeinderat Herbert Salzmann fordert eine Entschuldigung vom CSU-Urgestein.

Die Satz, der Salzmann sauer aufstößt, fiel am Ende des offiziellen Teils. Der Peitinger CSU-Ortsvorsitzende Norbert Merk bat Thomas Goppel noch einmal nach vorn ans Rednerpult, um ihm als Dank für sein Kommen ein flüssiges Präsent zu überreichen. „Rotwein ist für alte Knaben eine von den besten Gaben“, zitierte er dabei Wilhelm Busch. Goppels Antwort: „Ich halt’s lieber so: Alles, was rot ist, muss vernichtet werden.“ Die Lacher im voll besetzten Sparkassensaal hatte der CSU-Politiker damit – wie schon bei seiner unterhaltsamen Rede zuvor – wieder einmal auf seiner Seite.

SPD-Gemeinderat Herbert Salzmann erwartet Entschuldigung

Gar nicht zum Lachen war dagegen offensichtlich Herbert Salzmann zumute, als der Fraktionsvorsitzende der Peitinger SPD am Samstag das Zitat in den Schongauer Nachrichten las. In einem offenen Brief an den CSU-Politiker fordert er Goppel auf, „angesichts der zunehmenden Verrohung der politischen Kultur, insbesondere vom äußerst rechtem Lager, zukünftig Ihre Aussagen im öffentlichem Raum besser abzuwägen.“ 

Herbert Salzmann (SPD) kritisiert Thomas Goppel

Insbesondere in Peiting, wo im April 1933 sozialdemokratische Gemeinderäte von der NSDAP und der SA mit passiver Billigung der CSU-Vorgängerpartei, der Bayerischen Volkspartei, aus dem Gemeinderat geworfen und einige Tage später mit weiteren Peitinger Sozialdemokraten ins Vernichtungslager Dachau verschleppt worden seien. „In Gedanken an diese Menschen deren Würde und die Würde ihrer Familien und dass die Roten nicht vernichtet werden, erwarte ich von Ihnen an dieser Stelle eine Entschuldigung.“

Ob der CSU-Politiker dieser Aufforderung nachkommt, bleibt abzuwarten. Thomas Goppel war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. 

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