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Auf dieser Wiese gegenüber des Peitinger Eisstadions sollte der große Wohnkomplex entstehen. 

Diskussion in Peiting

Nein zu wuchtigem Wohnen am Stadion

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Vier Geschosse, 16 Wohneinheiten und eine Firsthöhe von 14 Metern – dieser Brocken soll nicht etwa in einer Großstadt entstehen, sondern in unmittelbarer Nähe zum Eisstadion in Peiting. Zumindest, wenn es nach dem Bauherren geht. Der Gemeinderat war mit der Voranfrage aber nicht zufrieden.

Peiting– Als die Bauvoranfrage vorgestellt wurde, ging ein Raunen durch den Bauausschuss in Peiting. „Ich habe an den Einzelreaktionen gemerkt, dass hier Stimmung aufkam“, so Bürgermeister Michael Asam. Das große Gebäude soll auf einem freien Platz im Norden der Alfons-Peter-Schule entstehen. Ganz in der Nähe, genauer gesagt auf der anderen Seite der Straße prangt das Eisstadion.

Zwar ist dieses, sowie auch einige andere Gebäude in der Gegend, sehr hoch, dennoch plädierte Asam dafür, das Wohnhaus ein Geschoss niedriger zu errichten. Ansonsten könne er sich mit der Bauweise sehr gut anfreunden. Die Hausener Hausbau GmbH aus dem Allgäu stehe für eine exklusive Bauweise. Auch sei zu bedenken, dass in der Umgebung auch Asylbewerber untergebracht werden sollen.

„Mir persönlich ist das zu wuchtig“, meldete sich Andreas Barnsteiner (Bürgervereinigung Peiting) zu Wort. „Da kommen ja noch Stellplätze dazu, da soll sich der Planer noch einmal Gedanken machen“, forderte er. Zudem wies er auf den Schallschutz hin. Er begreife nicht, dass direkt am Eisstadion ein Wohnkomplex verwirklicht werden könne – und an dem geplanten Baugebiet an der Basiliwiesn wolle das Landratsamt eine Lärmschutzwand an der Peitnach, wegen der Emissionen vom Wellenfreibad.

„Grund ist nicht mehrbar“, warf Silvia Ruhfass-Bückle (Grüne) ein. „Ich bin deshalb schon dafür, dass möglichste viel Wohnen auf einem Platz untergebracht wird. Aber dennoch bin ich für eine Etage weniger.“ Auch Christian Lory (SPD) teilte die Meinung, dass das Haus zu hoch sei.

Deshalb hat der Peitinger Bauausschuss die Voranfrage einstimmig abgeschmettert. Zumindest für ein Haus in dieser Größe. Mal sehen, ob den Räten demnächst ein korrigierter Antrag von Hausener Hausbau auf den Tisch flattert.

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