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Auf dieser rot markierten Fläche gegenüber des Friedhofs an der Bühlachstraße könnte der Neubau das Marienheims entstehen. Sie umfasst 6500 Quadratmeter. 

AWO soll Träger werden

Neubau des Peitinger Marienheims: Dieses Grundstück hat die Gemeinde für das Großprojekt im Auge

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Die Planungen für einen Neubau des Peitinger Marienheims werden konkret. Am kommenden Dienstag befasst sich der Marktgemeinderat erstmals öffentlich mit dem Thema. Dabei geht es um die Frage, wie ein Neubau auf dem favorisierten Gemeindegrundstück aussehen könnte.

Peiting – Anfang September hatten die Schongauer Nachrichten erstmals die Neubaupläne für das Peitinger Marienheim öffentlich gemacht. Sie sind der einzige Weg, um langfristig den Verbleib der geschlossenen sozialtherapeutischen Einrichtung im Ort zu sichern. Denn die gesetzlichen Auflagen des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes sind im alten Gebäude an der Bahnhofstraße, das mittlerweile stolze 105 Jahre zählt, nicht mehr erfüllbar. Bis 2022 hat die Heimaufsicht die Betriebserlaubnis verlängert, bis dahin muss eine Alternative gefunden sein.

Seit Monaten laufen deshalb Verhandlungen mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO), die nicht nur die Trägerschaft des Marienheims übernehmen, sondern auch den nötigen Neubau stemmen soll. Mittlerweile sei man einen entscheidenden Schritt weitergekommen, berichtet Adolf Kapfer, dessen Familie seit 1982 die Mehrheit an der Gesellschaft hält, die die Einrichtung bislang betreibt. Alles hänge nun davon ab, ob Gemeinde und AWO, was Grundstück und Bebauung angehe, einen gemeinsamen Weg finden.

Standortvorschlag kommt von der CSU

Schon Anfang September deutete Bürgermeister Michael Asam an, dass es bei der Standortfrage bereits einen Vorschlag gebe. Dabei handelt es sich, wie der Rathauschef jetzt der Heimatzeitung bestätigte, um eine Fläche gegenüber des Friedhofs an der Bühlachstraße. Sie biete mit 10 000 Quadratmeter genug Raum, um den Platzbedarf des Neubaus von 6500 Quadratmeter zu decken. Ursprünglich sei das Grundstück als Erweiterungsfläche für den Friedhof vorgesehen gewesen. Doch weil normale Erdbestattungen rückläufig seien – immer öfter entscheiden sich die Peitinger für Urnenbeisetzungen – sei der Bedarf nicht mehr da, erklärt Asam. Die Idee, das Grundstück als Standort für das Marienheim zu prüfen, habe der CSU-Fraktionsvorsitzende Peter Ostenrieder gehabt.

Allerdings ist das Grundstück nur die halbe Miete. Entscheidend ist auch die Frage, ob sich ein Neubau an dieser Stelle in das Ortsbild einfügt. Denn das Grundstück liegt auf einer leichten Anhöhe, ein Gebäude dort wäre je nach Höhe weithin sichtbar. Für Asam ist deshalb angesichts der sensiblen Lage klar: „Wir brauchen dort etwas, das einigermaßen gefällig wird.“ Gleichzeitig dürften freilich die Kosten nicht außer acht gelassen werden, die unter anderem vom Bezirk mitgetragen werden, weiß der Rathauschef – ein Spagat.

Gebäudevarianten werden vorgestellt

Die AWO hat deshalb einen Architekten damit beauftragt, verschiedene Varianten zu prüfen. Sie sollen am Dienstag im Gemeinderat vorgestellt werden. Dann dürfte klarer werden, wo die für das Marienheim die Reise hingeht.

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Bei einem Verkehrsunfall auf der B17 bei Denklingen ist am Donnerstagmorgen eine 20-jährige Autofahrerin schwer verletzt worden. Die Bundesstraße musste komplett gesperrt werden.

Eine besondere Festwoche steht den Peitingern im kommenden Jahr bevor, wenn die Freiwillige Feuerwehr und die Knappschafts- und Trachtenkapelle gemeinsam ihr 150- bzw. 100-jähriges Bestehen feiern. Vom Bezirksmusikfest bis zur „Altneihauser Feierwehrkapell’n“: An den vier Festtagen vom 25. bis 28. Juni ist allerhand geboten.

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