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Am Hochweg in Peiting (oberes Bild) soll ein neues Baugebiet mit 13 Bauplätzen entstehen. Als vorbereitende Maßnahme hat die Gemeinde Anfang des Jahres nicht nur Bäume und Sträucher entlang der Straße entfernt, sondern auch den dort befindlichen Bolzplatz verlegt.

Hochweg macht den Anfang

Neue Baugebiete in Peiting: Hier sollen bald die Bagger rollen

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Bauland ist Mangelware in Peiting, doch jetzt gibt es gute Nachrichten für alle Häuslebauer: Am heutigen Dienstag berät der Gemeinderat über den Bebauungsplan für das neue Baugebiet am Hochweg. Auch am Starenweg und am Bachfeld tut sich etwas.

Peiting – Schon im Januar hatte die Heimatzeitung über die Pläne der Marktgemeinde berichtet,am Hochweg ein neues Baugebiet zu schaffen. Der Vertrag mit dem Grundstückseigentümer sei bereits notariell geschlossen, teilte Geschäftsleiter Stefan Kort damals mit. Nur die Zustimmung des Gemeinderats fehlte noch. Das 7500 Quadratmeter große Gelände sollte Platz bieten für 13 Bauplätze.

Ein Dreivierteljahr später wird das Vorhaben konkret. Vertraglich sei alles unter Dach und Fach, sagt Kort auf Anfrage der SN. Am Dienstag wird sich der Gemeinderat mit dem Bebauungsplan befassen und – sollte alles nach Plan verlaufen – mit dessen Aufstellung das Bauleitverfahren auf den Weg bringen. Große Schwierigkeiten, wie etwa das Lärmschutzproblem beim gescheiterten Basili-Wiese-Projekt, seien nicht zu erwarten. Kort geht deshalb davon aus, dass der Satzungsbeschluss bis Mitte nächsten Jahres gefasst werden könne. Anschließend kann mit der Erschließung begonnen werden, die dank der bereits vorhandenen Straße und der Kanal- und Wasserleitungen schnell über die Bühne gehen dürfte. „Nur die Hausanschlüsse fehlen.“

Die Zahl der Bauplätze hat sich im Vergleich zur ersten Schätzung im Januar nicht verändert. Fest steht mittlerweile, dass acht der 13 Parzellen über die Gemeinde veräußert werden. Der Rest verbleibt beim Grundstückseigentümer, der sie selbst am freien Markt anbieten kann. Auch die Größe der Baugrundstücke steht bereits fest. Sie liegt laut Kort zwischen 370 und 630 Quadratmeter, sollte es bei der aktuellen Planung bleiben.

Eine Lösung hat die Gemeinde zwischenzeitlich auch für den Bolzplatz gefunden, der sich dort befand, wo künftig Häuser entstehen sollen. Für ihn hat man ein passendes Grundstück unweit seines bisherigen Standorts aufgetan. „Er ist ein Stück nach Westen gewandert“, sagt Kort.

Sollte der Gemeinderat erwartungsgemäß am Dienstag grünes Licht geben, will Kort all jene über die neue Entwicklung informieren, die bei der Gemeinde auf der Warteliste für ein Grundstück stehen. Dass angesichts der überschaubaren Zahl von 13 Bauplätzen längst nicht jeder zum Zug kommen wird, ist man sich bei der Gemeinde natürlich bewusst. Entsprechend emsig laufen die Bemühungen, an weiteren Stellen Bauland zu schaffen. Offenbar mit Erfolg.

32 Bauplätze am Starenweg

Am Starenweg stehe man kurz vor dem Vertragsabschluss mit dem Grundstückseigentümer, teilt der Geschäftsleiter mit. „Ich hoffe, dass wir in den nächsten Wochen zum Notar können.“ 32 Bauplätze könnten nach ersten Planungen auf dem Gelände zwischen Drosselstraße und Unterfeldweg entstehen, rund die Hälfte würde die Gemeinde veräußern. Bebaubar wären die Parzellen allerdings voraussichtlich frühestens 2021. Denn auch hier muss die Gemeinde erst einen Bebauungsplan auf den Weg bringen, dazu sei die nötige Erschließung deutlich umfangreicher. „Wir brauchen hier Straßen, Kanal und Wasser.“

Gleiches gilt für das dritte Projekt, das die Gemeinde angehen möchte. Auch für die Fläche am Bachfeld, auf dem sich bis dato der Fußballplatz befindet, sind die Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer über einen Kauf laut Kort weit gediehen. „Der Vertragsentwurf ist da, wir haben auch schon einen Notartermin“, verrät der Geschäftsleiter. Rund 20 Bauplätze könnten auf der Fläche entstehen, auch Doppelhäuser sollen möglich sein. Wie am Starenweg bekäme auch hier die Gemeinde die Hälfte der Parzellen zur Vermarktung nach der eigenen Vergaberichtlinie, die unter anderem für niedrige Einkommen einen ermäßigten Kaufpreis vorsieht.

Bis am Bachfeld die Bagger rollen, wird es freilich noch eine Weile dauern. Denn die Gemeinde will nach dem Hochweg als erstes das Baugebiet am Starenweg in Angriff nehmen. Immer vorausgesetzt natürlich, die Grundstücksgeschäfte kommen in den nächsten Wochen auch wirklich zustande. Ein bisschen Geduld brauchen die Bauwerber in Peiting also auch weiterhin.

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