Ehe-Aus bei Manuel Neuer? Mehrere Details heizen die Gerüchte an

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Peitings ÖDP-Ortsvorsitzende Diana Nocker (links) begrüßte die Besucher beim Neujahrsempfang im Café „S’Zuckerl“.

Kandidaten vorgestellt

ÖDP wirbt beim Neujahrsempfang in Peiting um Unterstützerstimmen

Zum Neujahrsempfang hat die neu gegründete ÖDP-Ortsgruppe Peiting ins Café „S’Zuckerl“ eingeladen. Mit von der Partie war der ÖDP-Landratskandidat Markus Kunzendorf. Vorrangiges Ziel ist es, die benötigten Unterstützerstimmen zu sammeln, um bei der Wahl antreten zu dürfen.

Peiting – „Ich habe viele Jahre die Grünen gewählt und dann den ,Wahlomat’ gemacht. Die ÖDP passt um einiges besser“: Das sagte die neue Peitinger ÖDP-Ortsvorsitzende Diana Nocker beim Neujahrsempfang in Peiting. Besonders die Frauenpolitik, bei der die ÖDP ein Recht auf Gehalt für Familienarbeit fordert, hat sie dazu bewogen, entgegen aller Prognosen sich für die kleine Öko-Partei zu entscheiden.

„Auch beim Bienenvolksbegehren konnte ich voll dahinterstehen“, so Nocker weiter. Wenngleich sie einschränkt, dass es zu sehr auf die Bauern gemünzt war. Es gebe auch andere Ursachen für das Insektensterben – etwa den Mobilfunk. Deswegen setzt sie sich auch überregional gegen den Ausbau des 5G-Netzes ein.

Nockers Parteikollege und ÖDP-Landratskandidat Markus Kunzendorf (37) aus Oberhausen nutzte den Peitinger Neujahrsempfang, sich den etwa 20 Anwesenden vorzustellen. Sein Motto im Wahlkampf lautet „Runter vom Gas“. Darunter versteht er, Wirtschaftswachstum nicht um jeden Preis voranzutreiben, sondern umwelt- und sozialverträglich umzugestalten und auszubauen.

„Wenn wir unsere Probleme in den Griff kriegen wollen, können wir nicht so weitermachen wie bisher. Wenn die ganze Welt so leben würde wie wir in Deutschland, wäre es im Mai vorbei“, glaubt Kunzendorf.

Die Kernkompetenz der ÖDP sei seit 1982 Umwelt- und Artenschutz, auch wenn inzwischen andere Parteien auf diesen Zug aufgesprungen seien. Ein weiteres großes Thema ist die Gemeinwohlökonomie, die die ÖDP als erste Partei in Deutschland gefordert habe. Zum 5G-Netz erklärte er: „Das wird einfach reingedrückt in den Markt. Wir sind nicht dagegen, aber wir wollen es vorher bezüglich Gesundheits- und Umweltschädlichkeit geklärt und verträglich umgesetzt haben.“

Ebenso sei es ein Grundsatz der ÖDP, keine Firmenspenden anzunehmen, um unabhängig zu bleiben. Und sie sei die einzige Partei in Bayern, die es geschafft habe, Gesetze gegen die CSU durchzubringen.

Im Landkreis Weilheim-Schongau ärgere es Kunzendorf, dass im Kreistag gegen die Erklärung des „Klimanotstands“ und der Ausrichtung aller Entscheidungen an diesem Thema gestimmt wurde. Auch der Neubau der Berufsschule – „ein Palazzo Prozzo aus Beton“ – hätte in seinen Augen nachhaltiger geplant werden müssen.

Auch ein Bürgermeisterkandidat gibt sich die Ehre

Nach der Vorstellungsrunde, zu der Diana Nocker auch die Peitinger ÖDP-Gemeinderats-Spitzenkandidatin Marion Gillinger und Bürgermeisterkandidat Andreas Schmid („nicht unser Kandidat, aber die Ausrichtung passt“) begrüßte, war ein lockeres Kennenlernen der Gemeinderatskandidaten in Gesprächen angesagt.

Andreas Schmid war nicht auf Einladung, sondern aus Interesse da. „Die ÖDP hatte ja das Motto ausgegeben „,Sie können uns kennenlernen’. Das wollte ich machen“, betonte er.

Sein Motto lautet „Gemeinsam für Peiting“. Da sollte die Partei eine untergeordnete Rolle spielen. Wichtig sei es, dass möglichst viele Leute zum Wählen gehen.

VON URSULA FRÖHLICH

Asam-Nachfolger gesucht: Wer wird neuer Bürgermeister in Peiting? Alle Kandidaten im Überblick

Alle Infos und News zur Kommunalwahl 2020 im Landkreis Weilheim-Schongau finden Sie immer aktuell auf unserer großen Themenseite.

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