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Die Vorstands-Mannschaft des CSU-Ortsverbandes Peiting um den wiedergewählten Vorsitzenden Norbert Merk (vorne, 2.v.l.) und den CSU-Bürgermeisterkandidaten Peter Ostenrieder (hinten, 2.v.li.).

Vorstandschaft gewählt

Peitinger CSU: Der neue Ortsvorsitzende ist der alte

Auf der Jahresversammlung des Peitinger CSU-Ortsverbandes hat es an Themen nicht gemangelt. Vorschau und Rückblick der Vorstandsmitglieder, ein Statement zur Bürgermeisterwahl 2020 – und die Wahl der neuen Vorstandschaft.

Peiting – Bei all den Themen der CSU in Peiting wurde bei der Jahresversammlung deutlich: Der 100 Mitglieder zählende CSU-Ortsverband will bei allen Themen der Kommunalpolitik Geschlossenheit zeigen. Und genau dies habe auf Bundes- und Landesebene gefehlt, kritisierte der Ortsvorsitzende Norbert Merk.

Aber zurück zur Marktgemeinde. Da müsse man über einen Stabwechsel nachdenken – im Gemeinderat in Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg. Merk hofft, dass ihm im Gemeinderat eine Zusammenarbeit mit der AfD erspart bleibt. Es gehe bei allen Gesprächen einfach nur darum, die „Heimat besser zu gestalten“. Und dies mit – nach den Wünschen der CSU – dem neuen Bürgermeister Peter Ostenrieder.

Dazu gehöre eine Bauleitplanung mit Flächennutzungsplan, die Ausweisung von Bauland und die Überarbeitung der Krippen-, Kindergarten- und Hortsituation. Der CSU-Ortsverband habe zudem einen Vorschlag für den Erhalt und den Ausbau der Peitnach eingebracht.

Schließlich bedankte sich Norbert Merk für zwei Jahre konstruktive Zusammenarbeit im Ortsverband. Vorneweg sein Dank an Irma Gundlach, „die erfolgreich, ausdauernd und charmant seit über zwölf Jahren die Frauenunion führt“. Die so Gelobte hielt Rückblick und Vorschau: So sind für heuer bereits wieder eine Vielzahl an Veranstaltungen geplant.

Für den Kassenbericht 2018 indes war Herbert Schäffler zuständig. Er berichtete von Einnahmen in Höhe von 17 574 Euro und Ausgaben von 12 233 Euro. Der Schatzmeister verfügt derzeit über ein Guthaben von rund 40 000 Euro.

Dem CSU-Bürgermeisterkandidaten Peter Ostenrieder („ich stehe unter der Kontrolle von Norbert Merk, der über den Landkreis alles besser weiß“) indes war es vorbehalten, aus dem Kreistag sowie über die Vorhaben des Landkreises und der Marktgemeinde zu berichten. Ostenrieder verteidigte die Kreisumlage als die einzige Einnahmequelle des Landkreises. Die liegt derzeit noch bei 54 Prozentpunkten. Bis zu 58 Prozentpunkten seien notwendig, damit das Landratsamt sämtliche Vorhaben verwirklichen könne.

„Für all diese Investitionen in Schulen, Krankenhäuser und für den Erhalt von Kreisstraßen sind – aufgeteilt auf zwölf Jahre – rund 250 bis 300 Millionen Euro erforderlich“, so Ostenrieder.

In Richtung Kommunalpolitik meinte Ostenrieder, da gebe es noch viel Baustellen. Wie etwa Sozialwohnungen, Schulen und Kindergärten. Zur offenen Ganztagsschule versprach Ostenrieder, „da sind wir dran und schauen, wie wir das voranbringen“.

Zu Peiting sagte Ostenrieder, „die Marktgemeinde hat ein ganz eigenes Uhrwerk, das tickt anders“. Man müsse Peiting verstehen. Was beispielsweise besser laufe als in anderen Gemeinden sei die Pro-Kopf-Verschuldung von derzeit 120 Euro.

Vielfach haben sich Ostenrieders Themen mit denen von Norbert Merk überschnitten. Mit eingebunden in die Jahresversammlung war die Wahl der Vorstandschaft für die nächsten zwei Jahre. Wahlleiter Johann Bertl (aus Berlin dazu eingeflogen) hatte dabei alle Hände voll zu tun. Norbert Merk wurde als Vorsitzender wiedergewählt. Er führt den Ortsverband nun schon seit 16 Jahren. Ihm zur Seite stehen als Vize Irma Gundlach, Michael Deibler und Erich Steiner.

Die Kasse verwaltet Herbert Schäffler, den Schriftverkehr erledigt Josef Ziegler. Desweiteren wurden gewählt: Neun Beisitzer, 13 Delegierte für die Kreisvertreterversammlung, dazu zwölf Ersatzdelegierte und schließlich noch zwei Kassenprüfer.

VON WALTER KINDLMANN

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