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Gratulierten Peter Ostenrieder (Mitte) zur einstimmigen Nominierung: Norbert Merk (CSU-Ortsvorsitzender, li.), Landrätin Andrea Jochner-Weiß (2.v.l.), Familienministerin Kerstin Schreyer (2.v.r.) und CSU-Stimmkreisabgeordneter Harald Kühn. 

Aufstellungsversammlung mit Ministerin

Peitinger CSU: Peter Ostenrieder ist jetzt offiziell Bürgermeisterkandidat

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Ein aus allen Nähten platzender Saal, lokale Politikprominenz und eine fürsprechende Ministerin: Bei der Aufstellungsversammlung der Peitinger CSU am Freitag war alles perfekt angerichtet für die Wahl von Peter Ostenrieder zum Bürgermeisterkandidaten. Das Votum der Mitglieder fiel am Ende eindeutig aus.

Peiting – Peter Ostenrieder kam aus dem Händeschütteln nicht heraus. Landtagsabgeordneter Harald Kühn, seine Vorgängerin Renate Dodell, Landrätin Andrea Jochner-Weiß, CSU-Kreistagsfraktionschef Peter Erhard, Altbürgermeister Klement Sesar: Der Auflauf lokalpolitischer Prominenz bei der Aufstellungsversammlung der Peitinger CSU im Gasthof Dragoner war durchaus beachtenswert, was Ortsvorsitzender Norbert Merk bei seiner Begrüßung stolz zur Kenntnis nahm. Besonders freute die Christsozialen freilich, dass mit Kerstin Schreyer die Ministerin für Familie, Arbeit und Soziales der Einladung nach Peiting gefolgt war. Eine Politikerin, der, wie sie Merk ankündigte, der Ruf vorauseile, ihre Anliegen mit Nachdruck zu vertreten.

Mit Nachdruck führte Schreyer die Besucher im proppevollen Saal anschließend nicht nur durch das weite Themenfeld der Aufgaben ihres Ministeriums, sondern warb ebenso eindringlich für Peter Ostenrieder als Bürgermeisterkandidaten. Schon allein dass dieser an solch einem Abend die Bühne mit einer Ministerin teile, sei ungewöhnlich – dass diese auch noch für ein wenig spektakuläres Themenfeld stehe, sei mindestens ebenso beachtenswert. Es spreche für den Birkländer, das Soziale in den Mittelpunkt zu stellen. „Es sagt viel über den Menschen aus.“ Ostenrieder sei zudem jemand, der für klare Ansagen stehe, eine Eigenschaft, die die Menschen in der heutigen Zeit von einem Politiker erwarten würden. „Er ist niemand, der etwas verspricht, das er nachher nicht halten kann. Wir brauchen solche Menschen.“

Viel Lob von allen Seiten 

Nicht nur Schreyer fand viele lobende Worte für den designierten Bürgermeisterkandidaten. Harald Kühn wies auf die „beeindruckende kommunalpolitische Erfahrung“ des Birkländers hin, der bestens in allen politischen Ebenen vernetzt sei. Bemerkenswert sei auch die konstruktive Zusammenarbeit mit Amtsinhaber Michael Asam, was „keine Selbstverständlichkeit“ sei. Landrätin Andrea Jochner-Weiß pries Ostenrieder als „vertrauensvollen Partner“, der immer mit Rat und Tat zur Seite stehe und der sich bereits seit vielen Jahren für Peiting einsetze „und nicht erst seit ein paar Monaten“ – was als Seitenhieb auf SPD-Kandidatin Annette Luckner verstanden werden konnte.

Der so Gelobte griff den Ball in seiner Vorstellungsrede gerne auf. 24 Lehrjahre im Gemeinderat seien eine gute Voraussetzung, sich „um die Meisterstelle zu bewerben“, sagte Ostenrieder, der kurz auf seinen Werdegang einging. Schon früh mit Politik in Berührung („Daheim gab’s das Gemeindezimmer“), Gemeinderat mit 23 Jahren, Kreistag, Aufsichtsrat Krankenhaus GmbH, Verwaltungsrat Sparkasse, daneben die eigene Firma in Birkland, die im Fall eines Wahlsiegs ohne ihn auskommen müsse („Wenn ich gewählt werde, bin ich mit Haut und Haaren Bürgermeister“). Den Ort lebenswert halten, das sei das große Ziel, betonte er. Familien bräuchten die gleichen Chancen wie in größeren Gemeinden, man müsse etwas tun für niedrig qualifizierte Menschen, und auch die älteren Mitbürger dürfe man nicht vergessen – etwa beim Thema Nahverkehr. „Sie müssen den Ort so lange wie möglich erleben können.“

Viele offene Themen

So gut die Arbeit des Gemeinderats in den vergangenen Jahren gewesen sei – Peiting stehe als schuldenfreier Ort „sensationell“ da – viele Themen seien nicht angepackt worden, sagte Ostenrieder. Nachverdichtung, Flächen für Wohnen und Gewerbe schaffen, den zunehmenden innerörtlichen Verkehr, das Thema Inklusion, ja auch die vernachlässigte Peitnach: All diese Herausforderungen müsse man angehen. „Es gibt viel zu tun.“ Dabei gelte, aus wenig viel zu machen – getreu dem oft beschworenen Peitinger Geist. „Das ist für mich der gesunde Peitinger Menschenverstand.“

Eine Wahlkampfrede, die ankam bei den Mitgliedern. Alle 22 Wahlberechtigte votierten für Ostenrieder als CSU-Bürgermeisterkandidat. Der durfte anschließend wieder viele Hände schütteln – freudestrahlend natürlich.

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