Besucher auf dem peitinger Bürgerfest.
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Das Bürgerfest am Hauptplatz konnte sich bei seiner letzten Auflage 2019 über mangelnden Zuspruch nicht beklagen.

Absage wegen Corona

Peiting: Pfaffenwinkel-Gewerbeschau fällt erneut aus, Bürgerfest-Veranstalter hoffen noch

  • Christoph Peters
    vonChristoph Peters
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Auch heuer wird es keine Pfaffenwinkel-Gewerbeschau in der Peitinger Eishalle geben: Wegen der Corona-Pandemie sehen sich die Veranstalter erneut zu einer Absage gezwungen. Die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben haben derweil die Organisatoren des Peitinger Bürgerfests.

Peiting – Die Entscheidung, die Pfaffenwinkel-Gewerbeschau nach 2020 zum zweiten Mal in Folge abzusagen, sie ist Gerhard Weyrich und seinen Mitstreitern vom EC Peiting nicht leicht gefallen. „Wir haben hin- und her überlegt“, sagt der 2. Vorsitzende des Vereins, der gemeinsam mit Kassier Harald Wörnzhofer die treibende Kraft hinter der Peitinger Messe ist. Letztendlich habe man aber der unsicheren Situation Tribut zollen müssen. „Keiner weiß, was im Juli los ist, ob Großveranstaltungen wie eine Messe dann wieder erlaubt sind.“ Jetzt zu planen, um schließlich vielleicht kurzfristig absagen zu müssen, dafür sei der betriebene Aufwand einfach zu hoch. „Ich glaube auch nicht, dass viele Firmen mitgemacht hätten.“

Bilder aus besseren Zeiten: 2018 lockte die Pfaffenwinkel-Gewerbeschau mehrere Tausend Besucher in die Peitinger Eishalle.

Angesichts der steigenden Infektionszahlen und dem schleppenden Impftempo scheint der Gedanke an eine Gewerbeschau, auf der sich Hunderte Besucher von Stand zu Stand drängen, tatsächlich eine wenig realistische Vorstellung. Doch gerade davon lebe die Regionalmesse, weiß Weyrich. „Die Leute wollen ins Gespräch kommen und auch die Produkte in die Hand nehmen.“ Entsprechend schnell hatten die Organisatoren daher auch die Idee, die Messe heuer ausnahmsweise digital durchzuführen, verworfen. „Das Konzept funktioniert so nicht.“

Schon im vergangenen Jahr hatten Weyrich und seine Mitstreiter schweren Herzens im Mai wegen der Corona-Pandemie die Reißleine gezogen, nachdem die Vorbereitungen für die fünfte Auflage der Gewerbeschau im Peitinger Eisstadion bereits weit fortgeschritten waren. 40 Aussteller hatten bis zu diesem Zeitpunkt ihr Kommen zugesagt, der Bauernmarkt sollte sich erstmals samt regionaler Schmankerl vor der Halle präsentieren. Im Nachhinein wäre eine Durchführung im vergangenen Sommer möglicherweise sogar machbar gewesen, blickt Weyrich zurück. Doch wie heißt es so schön – hinterher ist man immer schlauer.

So bleibt nichts anderes übrig, als den Blick auf das nächste Jahr zu richten. Dann soll es endlich wieder klappen mit der Pfaffenwinkel-Gewerbeschau, zeigt sich Weyrich optimistisch. Die Zeit bis dahin will der Organisator nutzen, um die Veranstaltung weiterzuentwickeln, die der EC Peiting im Wechsel mit der EAS Schongau ausrichtet.

Während die Veranstalter der Gewerbeschau 2021 bereits abgehakt haben, haben die Organisatoren einer weiteren Peitinger Großveranstaltung ihre Hoffnungen noch nicht ganz aufgegeben. Auch das Bürgerfest, das normalerweise traditionell im Juli gefeiert wird, war im vergangenen Jahr bekanntlich der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. „Wir stehen in den Startlöchern“, sagt Organisator Rainer Hirschvogel, bei dem alle Fäden zusammenlaufen. Die Musikgruppen hat Hirschvogel schon einmal vorsorglich angefragt, damit die sich den Termin freihalten. Vier Wochen Vorlaufzeit brauche man, um die Veranstaltung auf die Beine zu stellen, sagt der Organisator.

Hinter dem Bürgerfest steht ein großes Fragezeichen

Ob sich die Situation bis Juli tatsächlich soweit verbessert, dass wieder gemeinsam gefeiert werden kann auf dem Peitinger Hauptplatz? Dahinter steht nicht nur ein großes Fragezeichen, das weiß freilich auch Rainer Hirschvogel. „Es macht ja keinen Sinn, wenn sich nur vier Leute an einen Biertisch setzen dürfen, alle Masken tragen müssen und wir Security für den Einlass brauchen“, gibt er zu bedenken. „Da ist auch der Aufwand für uns zu groß.“ Schließlich wird das Bürgerfest von Ehrenamtlichen gestemmt. Schade wäre eine erneute Absage allemal, findet Hirschvogel. „Die Vereine könnten das Geld dringend gebrauchen.“

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