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Raserschauplatz: In der Meierstraße in Peiting wird zu schnell gefahren. Die Gemeinde will jetzt blitzen lassen.

Gemeinde kündigt Konsequenzen an

Unglaublich: Raser fährt mit 102 km/h durch Tempo 30-Zone in Peitinger Ortsmitte

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Dass in der Peitinger Meierstraße viele Autofahrer zu schnell fahren, bemängeln Anlieger schon länger. Jetzt hat die Marktgemeinde eine Woche lang Geschwindigkeitsmessungen durchführen lassen. Das Ergebnis ist so alarmierend, dass der Bürgermeister sofort reagieren will.

Peiting – Mitte Juni hatten die Mitarbeiter des Zweckverbands Kommunale Dienstleistungen Oberland im Auftrag der Marktgemeinde ihr Messgerät in der Meierstraße aufgebaut. Eine Woche lang registrierte die Anlage die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Autos und Lastwagen. Mit einem allzu schlimmen Ergebnis rechnete Bürgermeister Michael Asam nicht. Zwar hätten sich in der Vergangenheit immer wieder Bürger beschwert, dass sich Autofahrer nicht an das geltende Tempo 30-Limit halten würden, sagt der Bürgermeister. Aber dass es tatsächlich ein Problem mit Rasern gebe, habe er nicht recht glauben wollen. „Die Straße ist so kurz, da kann man ja eigentlich nicht wirklich schnell fahren.“

Knapp 7000 Fahrzeuge zu schnell unterwegs

Als Asam nun die Auswertung der Messungen in Händen hielt, sah sich der Rathauschef allerdings eines Besseren belehrt. Knapp 7000 Fahrzeuge waren im Zeitraum von einer Woche zu schnell gefahren und damit fast jeder dritte der überprüften Verkehrsteilnehmer. Damit nicht genug: Bei immerhin 141 Autofahrern zeigte der Tacho über 51 km/h an, was gleichbedeutend ist mit Punkten in Flensburg. 17 fuhren so schnell, dass sie sich ein Fahrverbot eingehandelt hätten.

Den Vogel ab schoss allerdings ein Autofahrer, der die Meierstraße mit einer Rennstrecke verwechselte. Mit unglaublichen 102 Stundenkilometer brauste er am Messgerät vorbei. „Unvorstellbar, der muss von der Ammergauer Straße Schwung genommen haben und mit Volldampf in die Meierstraße geschossen sein“, sagt Asam fassungslos. Zwei weitere Autofahrer standen dem Spitzenreiter mit Geschwindigkeiten zwischen 80 und 90 Sachen kaum nach.

Um solchen Rasern und überhaupt den Temposündern in der Meierstraße Einhalt zu gebieten, will die Gemeinde nun schnell reagieren. „Wir werden veranlassen, dass hier demnächst geblitzt wird“, kündigt der Bürgermeister an.

Blitzer auch bald in der Friedhofstraße?

Gleiches könnte bald auch für die Friedhofstraße gelten. Denn auch dort hat die Gemeinde extra Messungen durchführen lassen. Mit einer Beanstandungsquote von 29 Prozent waren im Untersuchungszeitraum hier ebenfalls viele Autofahrer rasanter unterwegs, als das Tempolimit von 30 km/h erlaubt. Der traurige Spitzenreiter fuhr laut Asam zwischen 31 und 40 km/h zu schnell. Immerhin 41 Raser hätten Punkte in Flensburg kassiert.

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