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Hat die Täter gestellt: Ahmet Zekaj (42/links). Er ist der Schwager des Pizzeria-Besitzers Izet Uka (50).

Täter inflagranti ertappt

Pizzeria-Mitarbeiter schnappt Nazi-Sprayer

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Peiting - Ahmet Zekaj (42) von der Peitinger Pizzeria Toni ist ein Held des Alltags. Er hat am Sonntagabend zwei junge Männer erwischt, die Schaufenster mit ausländerfeindlichen Parolen besprüht haben.

Izet Uka (50), Besitzer der Pizzeria Toni in der Peitinger Münchner Straße, und sein Schwager Ahmet Zekaj (42) sind noch immer fassungslos. Aber auch Stolz funkelt in den Augen der Männer - schließlich hat der 42-Jährige dafür gesorgt, dass am Sonntagabend zwei junge Kriminelle von der Polizei geschnappt werden konnten. 

Wie die Schongauer Beamten berichten, haben die Täter gegen 21.30 Uhr eine Reihe von Sachbeschädigungen verübt. Mit ausländerfeindlichen Sprüchen haben sie diverse Schaufenster von Ladengeschäften in der Marktgemeinde verunstaltet. So auch das Fenster des italienischen Restaurants. Doch sie haben nicht mit dem mutigen Ahmet Zekaj gerechnet. Er hat die Männer gestellt.

Hakenkreuz auf der Fensterscheibe

Wie es dazu kam: Die Pizzeria Toni ist am Sonntag wie gewohnt bis 22 Uhr geöffnet. Weil Wirt Uka unterwegs ist, passt sein Schwager auf. "Ich bin mit ein paar Kumpels noch zusammengesessen", erzählt Zekaj. "Kurz vor Feierabend ist dann ein Junge hereingekommen, der sich an der Hand verletzt hatte. Er bat um Hilfe." Der 42-Jährige zögert nicht lang. Er will den Verbandskasten aus dem Lieferwagen der Pizzeria holen, um den etwa 18-Jährigen zu versorgen. "Da habe ich gesehen, wie ein anderer neben dem Schaufenster kniet und sprüht", so der 52-Jährige. Ein Hakenkreuz und ein H, vermutlich für "Heil Hitler",  - weiter ist der etwa gleichaltrige junge Mann nicht gekommen. Zekaj fackelt nicht lang, packt den Sprayer und hält ihn fest, nimmt ihm den Ausweis ab. Der verletzte Komplize flieht zunächst. Doch er kommt wieder. Hinter seinem Rücken hat er eine Latte versteckt, die er aus einem benachbarten Zaun gerissen hat. Zuschlagen kann der etwa 18-Jährige allerdings nicht - "die Nägel an der Latte haben sich in seiner Jacke verhakt", erzählt Zekaj. Trotzdem geht der junge Mann auf ihn los. "Der war richtig aggressiv", sagt er weiter. Auch gegenüber der Polizei, die die Männer inzwischen gerufen haben.  "Er hat alle wüst beschimpft und sich gewehrt", so Zekaj. 

Die Täter kommen aus Peiting

Am Montagvormittag ist von den Schmierereien in Peiting nichts mehr zu sehen. Fast so, als wäre nie etwas geschehen. Noch in der Nacht hat Zekaj die Farbe vom Schaufenster entfernt.

Weshalb jemand so etwas tut, können sich Uka und Zekaj nicht erklären. "Ich schätze mal, dass sie so etwas nicht zum ersten Mal gemacht haben. Außerdem glaube ich, dass sie betrunken waren", sagt Uka und schüttelt nachdenklich den Kopf. 

Laut Polizei erwartet die Täter, die aus Peiting kommen, nun ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung. Außerdem werden sie belangt, da sie Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verbreitet haben. Uka und Zekaj hoffen, dass die Peitinger aus den Konsequenzen lernen. 

Zur Schadenshöhe kann die Polizei am Montag noch keine näheren Angaben machen, da einige der Geschädigten noch nicht angetroffen werden konnten. "Es sieht allerdings so aus, als ob die Farbe nur sehr schwer von den Fenstern zu entfernen wäre", berichtet Polizeihauptkommissar Manfred Maier.

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