Schreckliches Zug-Unglück: Großeinsatz läuft - wohl mindestens ein Todesopfer

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Der Funkmast auf dem Schnaidberg in Peiting.
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Der Funkmast auf dem Schnaidberg in Peiting.

Noch wird nicht gesendet

Schnaidberg-Station in Peiting ist jetzt 5G-fähig

  • Barbara Schlotterer-Fuchs
    vonBarbara Schlotterer-Fuchs
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Der Mobilfunkbetreiber Vodafone rüstet auf: Die Mobilfunkstation auf dem Peitinger Schnaidberg ist jetzt 5G-fähig. Rein theoretisch. 5G-Kritiker befürchten Schlimmstes. 

Peiting Auf dem Schnaidberg in Peiting stellt Vodafone seinen Kunden bereits seit 2010 die Mobilfunktechnik LTE, also 4G, bereit. Jetzt hat der Mobilfunkbetreiber die Station auf dem Schnaidberg auf Vordermann gebracht – und 5G-fähig gemacht. Wir haben bei Vodafone nachgefragt. Die Antwort: „Angesichts des rasant steigenden Datenverkehrs – um 50 Prozent pro Jahr – wird die Mobilfunkstation auf dem Schnaidberg aktuell modernisiert und zukunftsfest gemacht.“ Es würden neue Antennen installiert, die ab Ende Juni 2020 zusätzliche LTE-Kapazitäten ins Netz bringen. „Außerdem machen wir die Station 5G-ready, damit mittelfristig auch Kunden mit einem 5G-Smartphone den Standort nutzen können.“

Und weil man bei Vodafone bereits gerüstet ist für Beschimpfungen jeder Art, gibt man mit der Info auch gleich eine Entwarnung an alle 5G-Gegner mit auf den Weg: „Wir möchten betonen: Mobilfunk ist nach aktuellem Stand der Wissenschaft eine sichere Sache. Fakt ist: Die gesetzlichen Regelungen für einen sicheren Mobilfunkbetrieb beruhen auf fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen.“ Vodafone würde auch bei der Mobilfunkstation in Peiting weiterhin sicherstellen, dass die Bestimmungen zum Schutz der Bevölkerung jederzeit eingehalten würden.

ÖDP Peiting gegen 5G-Ausbau: „Wird für Überwachung eingesetzt“

Für Diana Nocker, Vorsitzende des ÖDP-Ortsverbandes Peiting – er hatte sich den Kampf gegen 5G auf die Flagge geschrieben – nichts als leere Floskeln. Sie bleibt bei dem Standpunkt: „Wir als ÖDP beziehen ganz klar Stellung gegen 5G bis dessen Unbedenklichkeit bewiesen ist!“ Mit dem 5G-Ausbau würde dem gesetzlich verankertem Vorsorgeprinzip nicht Rechnung getragen.

Bisher sei in Peiting Schlimmeres durch eine gute Kommunalpolitik verhindert worden, befindet sie mit Verweis auf ein Interview, das Ex-Bürgermeister Michael Asam der BR-Rundschau gegeben hatte. Der Inhalt: Die Gemeinde Peiting unterstützt Mobilfunkbetreiber nicht beim Ausbau von 5G. „Ich hoffe, dass Gemeinderat und Bürgermeister auch im aktuellen Fall eine Entscheidung gegen 5G und für die Gesundheit unserer Bevölkerung und der Kinder, deren Organismus sich noch im Reifen befindet, treffen.“

Nocker macht keinen Hehl aus weiteren Zweifeln an 5G, in dessen „Genuss“ wohl kaum der Normalbürger kommen würde. Ihr Verdacht: „Vorrangig ist 5G eine Technik welche für Überwachung eingesetzt wird– siehe China – sowie für industrielle Anwendungen in Echtzeit.“

Das sagt Peitings Bürgermeister zum 5G-fähigen Mast in Peiting

Doch was ist jetzt tatsächlich los mit der G5-fähigen Antenne auf dem Schnaidberg? „Diese Aussage von Vodafone wundert mich nicht, da bekanntermaßen die Mobilfunkbetreiber ihr jetzt gut ausgebautes 4G-LTE-Netz zum Teil auf den neuen 5G-Handys auch mit dem 5G-Symbol aufleuchten lassen.“ Peter Ostenrieder, selbst Geschäftsmann, weiß, wie das funktioniert mit dem Geschäftemachen: Schließlich wollten Telekom und Vodafone ja Handys und Verträge mit 5G verkaufen. „Es ist und bleibt aber LTE-Technologie, die hier bei uns in der Region angeboten wird.“

Deshalb würden Technikfreaks gar von einer Mogelpackung sprechen. Der entscheidende Punkt: „Die von manchen so gefürchteten 5G-Frequenzen werden von keinem unserer Masten ausgesendet“, versichert er, nachdem er am Freitag, einen Tag nach der Installation der neuen Antenne, Kontakt mit der Bundesnetzagentur und Vodafone aufgenommen hatte.

Bestätigt wird dies durch Frequenz-Messungen, die die Gemeinde erst vor wenigen Monaten im Ort hatte durchführen lassen. Das Ergebnis: „Es ist kein Frequenzbereich über 2100 Megahertz im Ort von Mobilfunkanbietern gemeldet und auch nicht vorhanden.“ Übrigens: Bis zu einem Frequenzbereich von 2600 Megahertz leistet LTE gute Dienste, die auch von den Anbietern weiter ausgebaut werden. „Daran wird sich voraussichtlich in unserer Region in den nächsten Jahren auch nichts ändern.“ Eine weitere gute Nachricht der jüngsten Messungen: „Insgesamt bewegen wir uns bei den Messungen in Peiting im Promillebereich der zulässigen Strahlungsgrenzwerte.“

Lesen Sie auch: Verirrter Biber aus Garten in Böbing-Pischlach gerettet - mit Video

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Und hier gibt es weitere Nachrichten aus Schongau und Umgebung.

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