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Schwieriger Bergwacht-Einsatz im Hubschrauber in Peiting.

Schwerer Unfall Ammerschlucht

Wanderer stürzt in Ammerschlucht – und bleibt schwerverletzt an Baum hängen

Problematischer Einsatz für die Bergwacht in Peiting: Ein Wanderer stürzt und bleibt schwerverletzt an einem Baum hängen.

Peiting - Alarm am Karsamstag für die Bergwacht Steingaden-Peiting: Ein Wanderer war an den Schnalzhöhlen in der Ammerschlucht abgestürzt, wie die Bergretter mitteilten. Um 13:50 wurden sie alarmiert und machten sich zu acht auf den Weg zur Unfallstelle. Der Wanderer war mit seiner Ehefrau unterwegs vom Kalkofensteg in Richtung Böbing gewesen, als er auf Höhe der ersten Höhlen stürzte. Dabei zog er sich eine schwere Kopfverletzung zu, verfing sich aber glücklicherweise an einem Baum am steilen Abhang. 

Wander-Unfall in Weilheim-Schongau: Rettungskräfte brauchen Hubschrauber

Passanten hörten die Hilferufe seiner Frau und konnten den Mann festhalten, so dass er nicht weiter abstürzte. Der erste Voraustrupp der Bergwacht sowie ehrenamtliche BRK-Helfer aus Peiting konnten den Wanderer sichern und erstversorgen. 

Aufgrund der Schwere der Verletzung wurde vom Einsatzleiter ein Hubschrauber angefordert, der einen Bergwacht-Luftretter an den Schnalzhäusern aufnahm. Ein Direktanflug an der Unfallstelle war aufgrund der Steinschlaggefährdung und der dichten Bewaldung nicht möglich, so dass Arzt und Retter auf einem nahe gelegenen Wanderweg mit der Winde abgelassen wurden. 

Wanderer stürzt in Schlucht: Verletzter wird an Seil abgelassen

Erst vor wenigen Monaten rettete die Bergwacht einen anderen Wanderer mit dem Helikopter – er war auf dem Weg durch die Kesselwand verunglückt. Und auch dieses Jahr gab es einen Wander-Unfall in der Region: Zeugen sahen einen Mann über den zugefrorenen Ostersee laufen  – und plötzlich war er verschwunden.

Bei dem aktuellen Unfall gestaltete sich die Patientenversorgung in dem sehr steilen Gelände als schwierig, so dass diverse Sicherungsleinen angebracht wurden, um Material und Patient zu sichern. Nach dem Umbetten in den Luftrettungssack wurde der Wanderer am Seil auf den darunterliegenden Weg abgelassen, wo die Umlagerung in die Gebirgstrage erfolgte. 

Ein Franzose war gemeinsam mit seiner Mutter in Bayern im Urlaub. Doch von einer Wanderung am Kehlstein kehrte er nicht zurück. Nun die traurige Gewissheit.

Unglück in der Ammerschlucht: Kriseninterventionsdienst kommt

Mit dieser brachten die Bergretter den Wanderer zum Zwischenlandeplatz des Hubschrauber Christoph 1 auf einer Kiesbank nahe des Kalkofenstegs. Im Anschluss brachte der Rettungshubschrauber den Patienten mit Polytrauma ins Unfallklinikum nach Murnau. Die Ehefrau wurde zwischenzeitlich durch das Kriseninterventionsdienst (KID) betreut.

Ein schreckliches Unglück ereignete sich auch auf dem Meer. In Australien sind Vater und Sohn bei einer Rettungsaktion ums Leben gekommen. Einen aufmerksamen Schutzengel hatte ein Fünfjähriger in der Pähler Schlucht: Um ein Haar wäre er von einem Geröllabbruch erschlagen worden. Die Gemeinde hatte die Schlucht aus Sicherheitsgründen gesperrt – doch die Absperrung war beseitigt worden. Währenddessen verunglückte ein deutscher Wanderer in Vorarlberg tödlich - er stürzte in eine Steilrinne.

Am Poschberg kam es in der Nacht zu einem Großeinsatz der Bergwacht. Ein Mann hatte sich verstiegen - und kam nicht mehr weiter. Der Einsatz gestaltete sich kompliziert.

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