So kannte man Bernhard Huber. Beim Holzschnitzen war der Peitinger in seinem Element. Foto: Archiv

Er wurde nur 56 Jahre alt

Peiting trauert um Marktrat Bernhard Huber

  • schließen

Er war ein Peitinger Original, einer, der die Marktgemeinde auf vielfältige Weise bereicherte: Am Mittwoch machte im Ort die traurige Nachricht vom überraschenden Tod des langjährigen Gemeinderats Bernhard Huber die Runde. Der Bildhauermeister wurde nur 56 Jahre alt. Er hinterlässt seine Frau und drei Töchter.

Peiting– „Wir sind natürlich alle geschockt“, sagte Zweiter Bürgermeister Franz Seidel betroffen, der am Morgen vom Tod seines BVP-Fraktionskollegen erfahren hatte. Dass es Bernhard Huber in den vergangenen Monaten gesundheitlich nicht gut gegangen war, war kein Geheimnis in der Marktgemeinde. Im Gemeinderat war sein Stuhl seit langem leergeblieben. 

In den letzten drei Wochen habe sich sein Zustand aber gebessert, sagte Seidel, der den 56-Jährigen regelmäßig besucht hatte und in engem Kontakt stand. Bei der jüngsten Sitzung am Dienstag der Vorwoche tat dies Huber selbst kund, als er zum ersten Mal wieder seinen Platz unter den Gremiumsmitgliedern einnahm. Er hoffe, ab sofort wieder öfters kommen zu können, sagte er unter dem Beifall seiner Ratskollegen. „Umso mehr hat uns deshalb nun die Nachricht von seinem Tod getroffen“, sagte Seidel.

Mit Bernhard Huber verliert die Gemeinde Peiting eines ihrer bekanntesten Gesichter. Der 56-Jährige tanzte auf vielen Hochzeiten. Ob früher als Vorstand in der Trachten- und Knappschaftskapelle, als aktiver Theaterer oder als beachteter Künstler: Der umtriebige Peitinger brachte seine vielfältigen Talente gerne ein. Unvergessen sein Bauchtanz-Auftritt für einen Werbe-Spot, mit dem der Peitinger über die Fernsehschirme flimmerte. „Ich habe immer viel um die Ohren. Das liegt aber daran, dass ich einfach schlecht Nein sagen kann“, sagte der Bildhauermeister einmal bescheiden über seine eigene Umtriebigkeit.

Auch politisch zeigte Huber einen langen Atem. Seit 1990 saß er für die CSU im Peitinger Gemeinderat. Auch dem Kreistag gehörte er an. 2013 wechselte er zur Bürgervereinigung. Dort schätzte man ihn für seine sachliche Art und „gesunden Menschenverstand“, wie es Franz Seidel formuliert. „Sein Tod ist nicht nur menschlich ein Verlust, sondern auch für die Fraktion.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Gewalt auf dem Fußballplatz, Trunkenheit im Verkehr
Die Polizei in Schongau und Umgebung hatte am langen Pfingstwochenende einiges zu tun. Auf dem Fußballplatz in Hohenfruch kam es zu einer schlimmen Entgleisung, in …
Gewalt auf dem Fußballplatz, Trunkenheit im Verkehr
Dreiste Diebe klauen Deko-Instrumente
Sie waren beim Bezirksmusikfest in Hohenfurch echte Hingucker, jetzt sind sind sie weg: Unbekannte haben zwei der liebevoll geschnitzten Holzinstrumente mitgehen lassen …
Dreiste Diebe klauen Deko-Instrumente
Computer-Tomograph der neuesten Generation
Großer Bahnhof am Krankenhaus Schongau für ein neues hochmodernes CT-Gerät. Mitte Juni wird das „Somaton Defenition“ der Firma Siemens in Betrieb gehen.
Computer-Tomograph der neuesten Generation
Schongauer Kanalbrücken-Baustelle: Diesen Tag sollten Sie sich merken
25. Juni: An diesem Tag soll die Leidenszeit der Autofahrer im Raum Schongau vorbei, die Kanalbrücken-Baustelle wieder zweispurig befahrbar sein. Die zwischenzeitlich …
Schongauer Kanalbrücken-Baustelle: Diesen Tag sollten Sie sich merken

Kommentare