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Sowohl das Therese-Peter-Haus für Kinder (im Vordergrund) als auch die Alfons-Peter-Grundschule (im Hintergrund) werden 2020 um einen Anbau erweitert.

Noch mehrere Fragezeichen

Peitinger Bauprojekte:  Krippe im Zeitplan, Juze lässt auf sich warten

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Offene Ganztagsschule, Jugendzentrum, Krippenerweiterung, neuer Kindergarten: Die Marktgemeinde Peiting hat einige wichtige Bauprojekte vor der Brust. Während manche im Zeitplan liegen, stehen hinter anderen noch größere Fragezeichen. Ein Überblick.

Peiting – Am kommenden Montag kommt der Peitinger Gemeinderat zum ersten Mal nach der Sommerpause zusammen. Angesetzt am ungewöhnlichen Termin ist eine nichtöffentliche Sondersitzung des Gremiums. Sie dürfte spannend werden, denn es geht um wichtige Weichenstellungen.

Die eine betrifft die Offene Ganztagsschule (OGTS) an der Alfons-Peter-Grundschule. Weil die Einrichtung unter beengten Raumverhältnissen leidet, hatte der Gemeinderat im vergangenen Dezember beschlossen, das Schulhaus um einen Anbau zu erweitern. Vorschläge liefern sollte ein Ideenwettbewerb und ein Preisgericht anschließend den besten Entwurf küren.

Verfahren für Schulhaus-Anbau vereinfacht 

Von diesem Vorgehen allerdings ist die Gemeinde zwischenzeitlich abgerückt, wie Marktbaumeister Fabian Kreitl auf Nachfrage der SN erklärt. Weil sich herausgestellt habe, dass die voraussichtlichen Kosten für die Planungsleistungen unterhalb der Grenze für einen europaweiten Wettbewerb liegen würden, habe man sich entschieden, das Prozedere zu vereinfachen, sagt Kreitl. So beauftragte die Bauverwaltung fünf Architekturbüros damit, einen Entwurf für die OGTS zu erstellen. Vorgabe sei einzig das Raumprogramm gewesen, der Anbau müsse über zwei große Gruppenräume und zwei kleinere sowie eine Mensa und Küche verfügen. „Ansonsten hatten die Planer freie Hand.“ Zwischenzeitlich sind alle fünf Entwürfe eingegangen. In der Sondersitzung sollen diese laut Kreitl nun von den einzelnen Büros im Detail vorgestellt werden. Welcher Plan letztendlich umgesetzt wird, ist dann Sache des Marktgemeinderats, der darüber in einer öffentlichen Sitzung entscheiden muss. Die Zeit drängt, denn schon zum Schuljahr 2020/21 soll der Anbau in Betrieb gehen. Der Marktbaumeister ist zuversichtlich, dass der Zeitplan gehalten werden kann. „Wenn die Entscheidung da ist, werden wir sofort ausschreiben.“

Handlungsbedarf beim Kindergarten

Das andere Thema, dem sich das Gremium laut Kreitl in der Sondersitzung widmen wird, dreht sich um die Kindergartensituation in der Gemeinde. Dort besteht wie berichtet dringender Handlungsbedarf. Zwar hat die Gemeinde im Juli eine Lösung für die insgesamt 28 fehlenden Kitaplätze im neuen Kindergartenjahr gefunden. So zog unter anderem eine Hortgruppe in die ehemalige Mädchenschule um, um Platz für eine zusätzliche Gruppe im Kindergarten im Forsthaus zu schaffen. Auf Dauer führt jedoch kein Weg an einem Neubau vorbei, um den Bedarf an Betreuungsplätzen zu decken.

Ist als Standort fürs neue Jugendzentrum im Gespräch: Das freie Grundstück neben der Schloßberghalle:

Den hatte der Marktgemeinderat sogar schon 2017 beschlossen, doch das damals ins Auge gefasste Grundstück auf der Basili-Wiese ist bis heute nicht im Eigentum des Markts. Ob dessen Besitzerin nach den gescheiterten Verhandlungen über das Baugebiet an jener Stelle zumindest die Gemeinbedarfsfläche an die Gemeinde veräußert, ist derzeit nicht absehbar. Doch wo könnte sonst ein Neubau entstehen? Man habe mehrere Grundstücke im Auge, sagt Kreitl. In der Sitzung gehe es nun darum, wie man weiterverfahren wolle. Klar ist: Ein neuer Kindergarten muss nicht nur Raum für die beiden Gruppen der in die Jahre gekommenen Einrichtung am Rathaus bieten, sondern auch den zusätzlichen Bedarf an Plätzen befriedigen.

Gemeindliche Krippe voll im Zeitplan

Während in Sachen Kindergarten noch guter Rat teuer ist, liegt die Erweiterung der gemeindlichen Krippe voll im Zeitplan. Wie berichtet, soll im Therese-Peter-Haus für Kinder eine zusätzliche Gruppe mit zwölf Plätzen entstehen. „Im März starten die Bauarbeiten für den Anbau“, kündigt Kreitl an. Alle Firmen, die schon beim Bau der Krippe beteiligt waren, seien wieder an Bord. Die zusätzlichen Plätze sollen damit pünktlich zum Kindergartenjahr 2020/21 fertig sein.

Wie es beim Jugendzentrum weitergeht, ist noch noch offen

Offen dagegen ist, wie es mit dem Jugendzentrum weitergeht. Zwar hat die Gemeinde Anfang des Jahres ein Grundstück an der Schloßberghalle erworben, welches als Standort für den gewünschten Neubau in Frage käme (wir berichteten). Doch mehr ist seitdem nicht geschehen. Dabei hatte Bürgermeister Michael Asam im Interview mit der Heimatzeitung Anfang des Jahres zuversichtlich geklungen, als er sagte, er gehe davon aus, dass „wir das im ersten Vierteljahr noch beschlussreif bekommen.“

Prioritäten haben sich verschoben

Die Prioritäten allerdings haben sich seitdem verschoben. Während Kindergartenplätze zur Pflichtaufgabe der Kommune gehören, zähle das Jugendzentrum zu den freiwilligen Leistungen, sagt Kreitl. Heißt: Erst muss das Problem mit den Kita-Plätzen gelöst werden, ehe sich die Gemeinde um das Juze kümmern kann. Alles andere als erbaut über die neuerliche Verzögerung ist Gemeinderat Alexander Zila. „Es ist frustrierend, dass immer noch nichts beschlossen ist“, kommentiert der Jugendreferent auf SN-Anfrage die andauernde Hängepartie.

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