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Scheckübergabe: (v.l.) Bürgermeister Michael Asam überreichte 500 Euro an Thomas Zimmerer und Christoph Kosler von den Helfern vor Ort. 

Marktgemeinderat

Weihnachtssitzung in Peiting: Bürgermeister überreicht Scheck und hat einen dringlichen Wunsch

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Jedes Jahr vergibt der Peitinger Marktgemeinderat in seiner Weihnachtssitzung eine kleine Spende. Heuer gingen 500 Euro an die Peitinger Helfer-vor- Ort. Bürgermeister Michael Asam nutzte den Jahresabschluss am Dienstag für versöhnliche Worte.

Peiting – Es ist seit langem Tradition im Peitinger Marktgemeinderat, dass die Fraktion, die das Weihnachtsessen organisiert, auch den Empfänger der Weihnachtsspende des Marktes bestimmt. In diesem Jahr waren die Unabhängigen um Christian Lory an der Reihe. Ihre Wahl fiel auf die Helfer vor Ort-Gruppe des BRK, deren Vertreter Thomas Zimmerer und Christoph Kosler am Dienstag dankbar den symbolischen Scheck über 500 Euro aus den Händen von Bürgermeister Michael Asam entgegennahmen. Viel Lob gab es noch dazu. „Ihre Einrichtung ist unverzichtbar für die Bürger in Peiting und Birkland“, sagte der Rathauschef.

Im Schnitt fast ein Einsatz pro Tag

Was die Helfer vor Ort leisten, zeigten Zimmerer und Kosler anschließend auf. Allein im abgelaufenen Jahr seien von den fünf ehrenamtlichen Mitarbeitern 357 Einsätze in der Region gefahren worden – im Schnitt also fast ein Einsatz pro Tag. „Mit mehr Personal könnten es noch deutlich mehr sein“, sagte Kosler, der von rund 600 Einsätzen sprach, für die die Rettungsleitstelle alarmiere. Man helfe dabei nicht nur in Peiting, sondern im ganzen Schongauer Land. Der weiteste Einsatz führte die Peitinger 2019 bis nach Lechbruck.

Wie wichtig die Arbeit der Helfer vor Ort ist, machte Zimmerer an einer weiteren Statistik deutlich. Im Schnitt sei man rund sechseineinhalb Minuten vor dem Rettungswagen am Unglücksort, leiste bis zu dessen Eintreffen Erste Hilfe, die je nach Ernst der Lage über Leben und Tod entscheide. „Bei einer Reanimierung zählt jede Sekunde, da können die zwölf Minuten bis zum Eintreffen des Rettungswagens für den Patienten zu lange sein.“ Zumal nicht immer garantiert sei, dass dieser auch binnen der Frist ankomme. „Der Rekord war, dass der Rettungswagen 34 Minuten nach uns am Einsatzort eingetroffen ist.“

Wie wertvoll das Engagement der Ehrenamtlichen gerade für Peiting sei, betonte auch CSU-Fraktionschef Peter Ostenrieder. „Wir sind der einzige große Ort, der keinen Rettungswagen hat.“ Für die Angehörigen der Patienten sei es zudem beruhigend zu wissen, dass Profis vor Ort seien, die fachkundig helfen können, sagte Ostenrieder mit Blick darauf, dass die ehrenamtlichen Helfer vor Ort zumeist auch hauptamtlich im Rettungsdienst tätig sind.

Appell des Bürgermeisters

Nach der Scheckübergabe nutzte der scheidende Bürgermeister die Weihnachtssitzung für einen kurzen Rückblick auf das abgelaufene Jahr. Man habe viel beschlossen und harte Diskussionen geführt, erinnerte Asam, der damit auf den umstrittenen Marienheim-Neubau oder die Debatte um das Jugendzentrum anspielte. Sie seien aber mit dem Ziel geführt worden, den Ort auf gute Weise weiterzuentwickeln, stimmte der Rathauschef versöhnliche Töne an. „Bis auf ein paar Husterer war die Zusammenarbeit im Gremium so, wie wir es über die letzten Jahre gewohnt waren.“

Der Gemeinderat habe immer versucht, Dinge gemeinsam anzupacken, Beschlüsse miteinander zu tragen. „Nur so lässt sich vernünftige Kommunalpolitik betreiben.“ Für dieses Miteinander habe man in der Vergangenheit von vielen Gemeinden viel Lob erhalten, betonte Asam: „Mein Wunsch ist es für die nächsten Monate vor der Wahl wieder zu diesem Miteinander zu finden, das viele Jahre unser großes Aushängeschild war.“

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Von vorweihnachtlicher Ruhe ist bei der Peitinger Arbeiterwohlfahrt (AWO) keine Rede: Zwischen dem Ortsverein und Vorstandsmitglied Christian Lory, der für die Unabhängigen Peitinger als Bürgermeister kandidiert, hängt der Haussegen eher schief.

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