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Auch der dritte Anlauf ist gescheitert

Peiting weiter ohne Marktbaumeister

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Zweimal war die Suche nach einem neuen Marktbaumeister in Peiting schon ohne Ergebnis geblieben. Alle Hoffnungen lagen nun auf der dritten Bewerbungsrunde – doch vergebens. Auch diesmal sagte der Wunschkandidat ab.

Peiting – Seit der langjährige Peitinger Marktbaumeister Jochen Rohrmoser Ende vergangenen Jahres seinen Hut nahm und sich Richtung Bayerischer Zugspitzbahn verabschiedete, ist der Chef-Posten im Marktbauamt vakant. Und das wird bis auf weiteres so bleiben. Wie Bürgermeister Michael Asam auf Nachfrage der Heimatzeitung bestätigt, ist auch die dritte Stellenausschreibung ergebnislos verlaufen.

Dabei waren Asam und Geschäftsstellenleiter Stefan Kort Anfang November noch guten Mutes gewesen, dass man im dritten Anlauf endlich einen neuen Marktbaumeister finden würde. Bei den ersten beiden Ausschreibungen war die Gemeinde jedes Mal mit leeren Händen da gestanden. Einmal hatten verschwiegene Details aus der Berufslaufbahn des favorisierten Kandidaten eine Zusammenarbeit verhindert, beim zweiten Anlauf Anfang des Jahres war man sich bereits einig, als der Bewerber im letzten Moment doch noch absprang.

Diesmal sollte es endlich klappen. Tatsächlich habe man auch vier „interessante Bewerber“ gehabt, die man zur Vorstellungsrunde ins Rathaus eingeladen habe, berichtet Asam. Bei den Gesprächen habe sich dann ein Kandidat als geradezu ideal geeignet herauskristallisiert. „Das haben wir ihm auch so mitgeteilt“, sagt der Bürgermeister. Doch statt sofort zuzusagen, erbat sich der Bewerber aus Franken Bedenkzeit, um Rücksprache mit der Familie zu halten. „Da bin ich schon stutzig geworden.“ Das Gefühl sollte den Rathauschef nicht trügen. Ein paar Tage später trudelte die befürchtete Absage ein. „Immerhin war er ehrlich“, sagt Asam. Statt zu kündigen, habe der Bewerber die Zusage aus Peiting bei der Gehaltsverhandlung bei seinem jetzigen Arbeitgeber in die Waagschale geworfen – offenbar mit Erfolg.

Weil sich von den übrigen Bewerbern keiner als geeignet erwies, steht die Gemeinde nun erneut mit leeren Händen da. „Wir haben sogar einen Kandidat, der aus Zeitgründen seinen Vorstellungstermin abgesagt hatte, noch einmal eingeladen.“ Doch der sagte auch den neuen Termin dankend ab.

Nach der dritten Pleite ist nun auch Asam mit seinem Latein am Ende. Nochmal ausschreiben? Sinnlos angesichts der aktuellen Situation, in der Bauingenieure selbst in der freien Wirtschaft verzweifelt gesucht werden. Der öffentliche Dienst könne da mit seinen Gehaltsstrukturen und Pflichten wie Sitzungsdienst und Gemeinderatssitzungen nicht mithalten. Da tröstet es Asam nur wenig, dass nur wenige Kilometer weiter Schongau mit den gleichen Problemen kämpft. „Die finden auch niemanden fürs Bauamt“, weiß er.

Doch einfach weitermachen wie in den vergangenen Monaten, das könne er seinen Mitarbeitern im Bauamt auf Dauer auch nicht zumuten, betont Asam. „Es muss etwas passieren.“ Nur was, das ist die große Frage, auf die der Bürgermeister im Moment noch keine genaue Antwort hat. Man werde versuchen, eine interne Lösung zu finden. Mehr könne er aktuell noch nicht sagen, erklärt Asam. „Da müssen wir erst noch Gespräche führen.“

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