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Auch die Frühschwimmer haben dazu beigetragen, dass beim Peitinger Wellenfreibad die Kasse stimmt.

Saisonbilanz

Wellenfreibad toppt alle Erwartungen

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Noch bis zum heutigen Montag ist das Peitinger Wellenfreibad geöffnet, doch auch wenn sich die Besucherzahlen wegen des kühleren Wetters an den letzten Tagen in Grenzen hielten: Die hervorragende Bilanz kann das nicht mehr trüben – dem diesjährigen Hochsommer sei Dank.

Peiting – Wenn sich die Freibadsaison ihrem Ende zuneigt, dann fängt für Manfred Turner das Rechnen an. Beim Mitarbeiter der Marktkämmerei laufen alle Zahlen zum Peitinger Wellenfreibad zusammen. Exakt planbar sind diese nie, denn das Badevergnügen unter freiem Himmel hat seine Tücken. Die größte: das Wetter. Ist es zu kalt und regnerisch, bleiben die Becken leer und damit auch die Eintrittskasse. Heuer freilich war die meiste Zeit genau das Gegenteil der Fall, was bedeutet: „Für unser Wellenfreibad geht eine sehr gute Saison zu Ende“, freut sich Turner. Mit bis zu 59 000 Badegästen zeichnet sich die höchste Besucherzahl seit zwölf Jahren ab. Bei 122 Öffnungstagen sind das durchschnittlich rund 500 Badegäste pro Tag.

Die abgelaufene Saison passt damit zum Trend der vergangenen Jahre. Seit 2015 legen die Besucherzahlen stetig zu. „Überwiegend ist das natürlich dem hervorragenden Sommerwetter zu verdanken“, weiß Turner. Schon 2017 sorgten 48 Sommertage mit Temperaturen über 25 Grad für einen Ansturm – 54 000 Besucher suchten Abkühlung im Peitinger Bad. Heuer sind es mit 53 noch einmal deutlich mehr, wovon die Hälfte der heißen Tage in die Sommerferien fiel – ein entscheidender Faktor. Im Juli lag die Durchschnittstemperatur im Schatten bei 25 Grad, im August sogar noch ein Grad darüber.

Perfekte Bedingungen: Allein während den Sommerferien verzeichnete man in Peiting 26 Sommertage mit Temperaturen jenseits der 25 Grad-Marke.

Gründe für den Andrang

Neben dem hervorragenden Wetter hat Turner noch andere Gründe für den diesjährigen Andrang ausgemacht. So dürften etliche Urlauber aus dem Allgäu den Weg nach Peiting gefunden haben auf der Suche nach einer Alternative zum abgelassenen Forggensee oder dem Freibad Trauchgau, das erst ab Ende Juni geöffnet gewesen sei, vermutet der Kämmereimitarbeiter. Auch die Kooperation im Ammer-Lech-Land – Inhaber einer Freibadjahreskarte für Altenstadt, Schongau oder Peiting können die Bäder der anderen Kommunen zum ermäßigten Preis nutzen – bescherte zusätzliche Besucher. Mit 354 Eintritten lag die Zahl in Peiting diesmal allerdings ein wenig unter der des vergangenen Jahres, als man über 400 Badegäste aus den Nachbargemeinden zählte. Quasi ein Selbstläufer sind derweil die Badenächte, von denen es heuer gleich drei gab. Auch sie seien sehr gut besucht gewesen, so Turner.

Viele Saisonkarten verkauft

Dass die Peitinger ihr Wellenfreibad schätzen, lässt sich noch an einer anderen Zahl ablesen. So wurden heuer insgesamt 589 Saisonkarten verkauft. Auch hier lege die Nachfrage stetig zu, sagt Turner mit Blick auf die letzten beiden Jahre. 2017 lag die Zahl der Dauerkarteninhaber bei 553, 2016 bei 513.

Plus für die Gemeindekasse

Das Plus in allen Bereichen schlägt sich natürlich auch in der Gemeindekasse nieder. Gerechnet hatte man in diesem Jahr mit Einnahmen in Höhe von 70 000 Euro. „Tatsächlich liegen wir wohl deutlich über 80 000 Euro“, freut sich Turner. Ihren Teil dazu bei trug die leichte Erhöhung der Eintrittspreise, die die Gemeinde vor der Saison beschlossen hatte. Trotz der erfreulichen Zahlen rechnet Turner damit, dass das jährliche Defizit von rund 200 000 Euro, das der Betrieb des Bades unter dem Strich verursacht, nicht wesentlich schrumpfen wird. Mit mehr Badegästen würden schließlich auch die Unkosten steigen. „Das Bad ist ein Luxus, den wir uns gönnen.“ Immerhin: Größere außerplanmäßige Investitionen blieben der Gemeinde heuer erspart. „Die Technik hat gehalten.“

Freibadsaison endet mit Sommerferien

Mit dem Ende der Sommerferien endet am heutigen Montag auch traditionell der Freibadbetrieb in Peiting. Denn mit dem kühleren Wetter ebbe erfahrungsgemäß der Besucherstrom ab, sagt Turner. Der Freibadbetrieb, er lohnt sich dann nicht mehr. Auch wenn das manch einen hart treffe, schmunzelt der Kämmereimitarbeiter: „Unsere Dauergäste würden sicher auch beim Eisschwimmen mitmachen, wenn wir das anbieten würden.“

Auch im Schongauer Plantsch gibt es Rekordzahlen.

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