+
Wird vielleicht bald zum Marie-Juchacz-Weg: Die Verbindung entlang des Wellenfreibads in Peiting. 

Überraschender Vorstoß

Wird der Badweg jetzt doch zum Marie-Juchacz-Weg? Peitinger CSU macht Angebot

  • schließen

Bekommt Peiting einen Marie-Juchacz-Weg? Im März war die Entscheidung im Gemeinderat über den Antrag des AWO-Ortsvereins noch vertagt worden. In der Sitzung am Dienstag kam jetzt ein neuer Vorstoß – von durchaus überraschender Seite.

Peiting Es war CSU-Fraktionschef Peter Ostenrieder, der das Thema am Ende unter dem Punkt „Verschiedenes“ zur Sprache brachte.Im März hatte sich seine Fraktion noch skeptisch gezeigt, ob man dem Antrag des AWO-Ortsvereins folgen sollte, den Badweg am Wellenfreibad nach der Arbeiterwohlfahrt-Gründerin zu benennen. „Ich tue mich schwer, einen Weg, der als Badweg im Sprachgebrauch verankert ist, anders zu nennen“, äußerte CSU-Rat Herwig Skalitza damals Bedenken. Lieber solle man das AWO-Heim nach der Sozialpolitikerin benennen.

Auch Ostenrieder selbst äußerte Zweifel, ob der Weg der geeignete sei. „Wir haben kein Problem, dem Antrag zuzustimmen. Wir fänden es nur schade, wenn der Name von der Bildfläche verschwindet, weil der Weg nicht so genannt wird.“

Weil nicht nur die CSU damals Bedenken angemeldet hatte, sondern auch andere Räte, beschloss das Gremium, die Entscheidung zu vertagen – sehr zum Ärger der SPD, die den AWO-Antrag befürwortet hatte, allerdings „um des lieben Friedens willen“ der Vertagung zähneknirschend zustimmte.

Jubiläum als Grund für Kehrtwende

Umso überraschender jetzt der Vorstoß Ostenrieders, der bekannt gab, dass die CSU-Fraktion nun doch den Antrag des AWO-Ortsvereins befürworten wolle. Zwar sprach Ostenrieder noch einmal die Bedenken an, dass der Name Marie Juchacz für diesen Weg nicht die Geltung bekomme, die er verdiene. Jedoch jähre sich nun einmal dieses Jahr die Gründung der AWO vor 100 Jahren durch die Sozialpolitikerin.

Ostenrieder: „Wenn sich die AWO die Umbenennung wünscht, dann werden wir das jetzt so befürworten.“ Zumal in nächster Zeit keine Benennung neuer Wege und Straßen anstehen würde, die für eine Namensgebung womöglich eher in Frage kämen. Schon in der nächsten Sitzung im September könnte das Gremium die Entscheidung auf den Weg bringen, schlug Ostenrieder vor. „Das wäre eine schöne Geschichte.“

Seitenhieb auf die Stadt Schongau

Bei SPD-Rat Gunnar Prielmeier, der auch Vorsitzender des AWO-Ortsvereins ist, rannte die CSU mit ihrem Vorstoß offene Türen ein. „Da sag’ ich danke fürs Entgegenkommen“, freute sich Prielmeier. Und schob einen kleinen Seitenhieb Richtung der Nachbarstadt hinterher. „Lasst es uns besser machen als in Schongau.“ Dort schwelt bekanntlich seit Längerem ein Streit, ob man den Platz vor dem Münzgebäude nach Marie Juchacz nennen soll. Am Dienstag beschloss der Stadtrat mit knapper Mehrheit, die Bürger zu befragen.

Auch interessant:

Zehn Monate war ein Abschnitt der Jägerstraße in Peiting gesperrt, für die Anwohner mit dem Auto zeitweise nur schwer befahrbar. Jetzt ist endgültig asphaltiert, die Riesenbaustelle steht kurz vor dem Abschluss.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Wochenend-Bilanz: Schnee-Unfälle, Angriff auf Polizei und ein Messie
Einiges zu tun hatten am Wochenende die Polizisten im Schongauer Land: Es gab die ersten Schnee-Unfälle seit langem, einen betrunkenen 19-Jährigen, der Beamte …
Wochenend-Bilanz: Schnee-Unfälle, Angriff auf Polizei und ein Messie
Hadersbecks letzter Neujahrsempfang in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne
Der traditionelle Neujahrsempfang in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne lockte wieder zahlreiche hochrangige Vertreter von Militär sowie der örtlichen Politik und …
Hadersbecks letzter Neujahrsempfang in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne
Schongauer (27) bei Dating-Show „Take me out“: Kandidatinnen mit pikanten Kommentaren
Christian Hacker (27) aus Schongau nahm an der RTL-Dating-Show „Take me out“ teil und erlebte Verrücktes. Die Kommentare einiger Kandidatinnen hatten es in sich. 
Schongauer (27) bei Dating-Show „Take me out“: Kandidatinnen mit pikanten Kommentaren
Nach Wochen voller Angst: Mutmaßliche Brandstifter in Untersuchungshaft - Details zu Festnahme
Die Brandserie im Lechrain könnte beendet sein: Nach einem weiteren Stadelbrand in Unterdießen in der Nacht auf Freitag hat die Polizei zwei Verdächtige festgenommen. 
Nach Wochen voller Angst: Mutmaßliche Brandstifter in Untersuchungshaft - Details zu Festnahme

Kommentare