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Großprojekte in direkter Nachbarschaft: Nachdem die Schongauer Firma Haseitl bereits mit dem Bau der neuen Wohnanlage auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände begonnen hat, startet am Montag auch das Peitinger Bauunternehmen Schneider mit dem dritten und letzten Abschnit t des Bahnhofstraßenausbaus.  

Dritter Bauabschnitt beginnt

Peitinger Bahnhofstraße wird ab Montag wieder zur Baustelle

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Es wird ernst: Ab Montag rollen wieder die Bagger in der Peitinger Bahnhofstraße. Die Arbeiten am dritten und finalen Bauabschnitt zwischen Kohlen- und Schönriedlstraße beginnen. Die Sperrung dauert voraussichtlich bis Ende Oktober.

Peiting – Noch fließt der Verkehr ganz normal zwischen Schönriedlstraße und dem Bahnhof Ost, doch das wird sich nach dem Wochenende ändern. „Wir starten definitiv am Montag“, sagt Morris Goralski. Er ist Bauleiter bei der Peitinger Tiefbaufirma Schneider, die schon für den ersten Bauabschnitt verantwortlich zeichnete und nun auch den Zuschlag für das finale Stück des Großprojekts Bahnhofstraße bekam. Eigentlich war geplant, dass die Bauarbeiten bereits am Mittwoch beginnen. Doch weil es noch Klärungsbedarf mit dem Regionalverkehr Oberbayern (RVO) hinsichtlich der nötigen Umleitung gab, musste der Start verschoben werden. Die Bedenken seien mittlerweile ausgeräumt worden, sagt Marktgemeindemitarbeiterin Verena Gansmeier. Man habe eine Lösung für alle Beteiligten gefunden.

Die sieht folgendermaßen aus: Ab Montag wird der Verkehr von der Ortsmitte kommend über die Kohlenstraße, die Langwandstraße und die Schönriedlstraße umgeleitet. Vom Tisch ist die ursprüngliche Überlegung, die Baumaßnahme auf zwei Abschnitte zu verteilen. Damit wäre in den ersten Wochen die Zufahrt über die Ferdinand-Reber-Straße möglich gewesen. „Das wäre allerdings deutlich teurer geworden“, sagt Goralski, weshalb man sich für die Komplettsperrung entschieden habe. Für Anwohner sei die Zufahrt zu ihren Häusern jedoch gewährleistet, versichert der Bauleiter. Sie sollen von den Bauarbeiten möglichst wenig beeinträchtigt werden. Nur für die Zeit, in denen asphaltiert werde, könne es sein, dass der ein oder andere sein Auto für kurze Zeit außerhalb parken müsse. Aufatmen können auch alle, die in der Zeit der Bauarbeiten zum Bahnhof Ost wollen. Die Zufahrt zum Parkplatz bleibt bestehen. Ein Teil der Fläche wird allerdings als Lager benötigt.

Auch die RVO-Busse fahren den Bahnhof weiterhin an. Allerdings entfällt laut Gansmeier während der nächsten Monate die Haltestelle Ecke Langwandstraße/Schönriedlstraße, da die Busse über die Kohlenstraße direkt zur Bergwerkstraße fahren. Damit die großen Gefährte auch durchkommen, werde man Halteverbotsschilder entlang der Kohlenstraße aufstellen, kündigt Goralski an.

Kompliziert wird es auch im Bereich des ehemaligen Bundeswehrgeländes gegenüber des Bahnhofs. Dort hat die Schongauer Firma Haseitl bekanntlich mit dem Bau einer neuen Wohnanlage begonnen. „Die Zufahrt erfolgt über unsere Baustelle“, sagt Goralsky. Hier werde man sich genau absprechen müssen, damit „man sich nicht auf die Füße steigt“.

Die Arbeiten sind genau durchgetaktet. Als erstes wird auf der gesamten Länge der alte Asphalt entfernt und 45 Zentimeter der darunter befindlichen Kiesschicht ausgebaggert. Das entfernte Material wird zwischengelagert, bis es beprobt wurde und feststeht, wie es entsorgt werden muss. Als nächstes werden dann die Arbeiten im Untergrund angegangen, heißt Wasserleitungen und Kanal werden verlegt, die Hausanschlüsse erneuert und Glasfaser-Speedpipes eingebracht. Im Anschluss folgt der Bau der neuen, auf 6,50 Meter verbreiterten Straße samt Gehweg. Ein Mammutprogramm, doch Goralski ist zuversichtlich, dass seine Firma den vereinbarten Zeitplan einhalten kann. „Bis Ende Oktober sollte alles geschlossen und befahrbar sein.“

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