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Bis auf der Basili-Wiese gebaut werden kann, wird es noch bis Ende 2018 dauern.

Bauplatzvergabe ab Herbst 2018

Peitinger Baugebiet Basili-Wiese: Freibad-Lärm kein Problem mehr

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Gut 200 Bauwillige haben bei der Marktgemeinde Peiting ihr Interesse für ein Grundstück auf der Basili-Wiese bekundet. In dieser Woche hat die Verwaltung sie offiziell darüber informiert, was schon länger ein offenes Geheimnis ist: Gekauft werden kann frühestens Ende 2018. Aber es gibt auch gute Nachrichten.

Peiting – Als der Peitinger Gemeinderat ziemlich genau vor zwei Jahren den Bebauungsplan für die Basili-Wiese zwischen Wellenfreibad und Füssener Straße auf den Weg brachte, wagte der damalige Marktbaumeister Jochen Rohrmoser eine Prognose. Wenn alles ohne Komplikationen laufe, könne man Ende 2017 an die Vermarktung der 45 Baugrundstücke denken. „Das ist realistisch.“

Weder Rohrmoser noch Bürgermeister und Gemeinderäte konnten damals freilich ahnen, dass ausgerechnet das nahe Freibad den prognostizierten Zeitplan gehörig durcheinander wirbeln sollte. Bekannt sind die Verzögerungen schon länger. Jetzt hat sich die Marktgemeinde offiziell in einem Schreiben an die rund 200 Bauwilligen gewandt, die sich bereits für die 45 Baugrundstücke haben vormerken lassen und nun vorerst weiter gedulden müssen.

Darin heißt es, dass das Bewerbungsverfahren für die Plätze statt wie ursprünglich geplant heuer nun voraussichtlich erst Ende September 2018 starten werde. Grund für die Verzögerung seien die „immissionsrechtlichen Probleme“ im Zusammenhang mit der Aufstellung des Bebauungsplanes. Wegen der Nähe des Baugebiets zum Wellenfreibad wäre an „Spitzentagen“ mit hohem Besucheraufkommen bei einigen der geplanten Bauplätzen mit erhöhten Lärmwerten zu rechnen gewesen, die das rechtlich zulässige Maß überschritten hätten.

„Aufgrund dieses Umstandes waren wir gezwungen, in Zusammenarbeit mit externen Fachbüros entsprechende Lösungsvorschläge und -alternativen zu entwickeln. Dies gestaltete sich jedoch als sehr aufwändig und zeitintensiv.“ Die erarbeiteten Vorschläge würden derzeit im Rahmen des laufenden Bauleitverfahrens von den Fachbehörden nochmals geprüft.

Tatsächlich war im Juli die geänderte Planung im Gemeinderat vorgestellt worden. Mit Kettenhausbebauung und dichtem Grüngürtel entlang des Bachs war man optimistisch, die gesetzlichen Grenzwerte auch ohne Lärmschutzwand einhalten zu können. Diese Hoffnung scheint sich zu erfüllen, wie Bürgermeister Michael Asam auf Anfrage der SN erleichtert bestätigt. „Uns liegt mittlerweile die schriftliche Stellungnahme der Emissionsschutzbehörde vor. Sie hat keine Einwände gegen die neue Planung.“

In der vergangenen Woche hat Asam bereits Kontakt zu den Eigentümern aufgenommen, denen die Basili-Wiese gehört. Die Marktgemeinde besitzt seit 20 Jahren ein Ankaufsrecht, den entsprechenden Vertrag hat der Rathauschef damals selbst geschlossen. Darin geregelt ist auch, zu welchem Preis die Gemeinde die Flächen erwerben kann. „Das muss jetzt noch genau ausgerechnet werden“, so Asam.

Ist das Grundstücksgeschäft unter Dach und Fach und der Bebauungsplan aufgestellt, was Anfang 2018 der Fall sein dürfte, können die Arbeiten für die Erschließung des Baugebietes ausgeschrieben werden. Sie sind auch der Grund dafür, weshalb das Bewerbungsverfahren für die Bauplätze erst im Herbst 2018 starten wird. Denn erst wenn die nötigen Straßen gebaut sowie Wasser- und Abwasserleitungen verlegt sind, kommen die Bauinteressenten zum Zug, heißt es im Schreiben der Gemeinde: „Es ist uns ein Anliegen, dass die Veräußerung der Baugrundstücke erst zu dem Zeitpunkt erfolgen soll, zu dem auch eine Bebauung grundsätzlich möglich wäre.“

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