Das Team hinter dem Peitinger Ferienprogramm: (vo.) Julia Böck und Sonja Zila; (hi.v.l.) Sabine Dietl, Stefanie Strauß,Theresa Karbach und Magdalena Söll.
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Das Team hinter dem Peitinger Ferienprogramm: (vo.) Julia Böck und Sonja Zila; (hi.v.l.) Sabine Dietl, Stefanie Strauß,Theresa Karbach und Magdalena Söll.

Peitinger Ferienprogramm schickt „Corona in die Ferien“: Was heuer geboten ist

  • Christoph Peters
    VonChristoph Peters
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Die großen Ferien können kommen: Auch heuer hat sich das Peitinger Ferienprogramm-Team von der Corona-Pandemie nicht abschrecken lassen und in den vergangenen Monaten eifrig am neuen Angebot für den Sommer gebastelt. Unter den 56 Aktionen sind Klassiker, aber auch so manche Premiere.

Peiting – „Wir schicken Corona in die Ferien“ hat das Peitinger Ferienprogramm-Team heuer als Motto ausgegeben. Die Pandemie, die das Land seit über einem Jahr im Griff hält, sie soll im Sommer in den Hintergrund rücken. Schon im vergangenen Jahr ist dieser Plan aufgegangen, als man sich trotz aller Widrigkeiten zur Durchführung des Ferienprogramms entschloss. „Das hat wunderbar funktioniert“, blickt Leiterin Sonja Zila zurück. „Alle waren froh, dass etwas los war.“

Im vergangenen März beschlossen Zila und ihr Team deshalb, auch heuer das Projekt Ferienprogramm in Angriff zu nehmen. Kein leichtes Unterfangen, schließlich brach zu diesem Zeitpunkt die dritte Corona-Welle über das Land herein.

„Am Anfang ist es etwas zäh angelaufen“, sagt Zila. Wegen der unsicheren Lage baten sich viele Veranstalter der einzelnen Aktionen Bedenkzeit aus. Doch mit den zurückgehenden Infektionszahlen stiegen die Zusagen. Am Ende kamen stattliche 56 Angebote zusammen, auf die sich die Peitinger Kinder freuen können – fünf mehr als im Vorjahr. Und das, obwohl sich die Sportvereine laut Zila wegen der Corona-Einschränkungen in Zurückhaltung übten.

Doch auch ohne Judo, Leichtathletik oder Tennis kommen Sportbegeisterte auf ihre Kosten, etwa, wenn es mit der örtlichen CSU zum Wasserskifahren ins Allgäu geht oder man sich gemeinsam mit Bürgermeister Peter Ostenrieder aufs Radl schwingt. Die Tour sei im vergangenen Jahr sehr gefragt gewesen, weiß Zila. Diesmal soll es auf Wunsch der Kinder eine Fragerunde geben, bei der der Rathauschef den jungen Teilnehmern Rede und Antwort steht. Besonders begehrt ist jedes Jahr auch das Angebot der Herzogsägmühler Bogenschützen, weshalb sich die Leiterin sehr darüber freut, dass die Veranstalter heuer erstmals zwei Kurse anbieten.

Auch Programm für die Vier- bis Achtjährigen

In den Fokus hat das Ferienprogramm-Team heuer auch die ganz jungen Peitinger genommen. Vier Aktionen richten sich explizit an Vier- bis Achtjährige, darunter ein Vorlesenachmittag in der Bücherei, Kinderyoga im Wellenfreibad oder ein Besuch im Märchenwald mit Ponyreiten. Damit reagiere man auf viele Nachfragen von Eltern, die sich ein Angebot für jüngere Geschwisterkinder gewünscht hätten, sagt Zila.

Besonders junge Fußballfans werden sich dagegen auf eine weitere Premiere freuen. Mit Sportreporter und Autor Julien Wolff hat das Ferienprogramm einen waschechten Fußball-Experten für zwei Lesungen gewinnen können. Wolff wird unter anderem aus seinem Kinderbuch über Bayern-Profi Thomas Müller vorlesen.

Neben neuen Aktionen dürfen freilich beliebte Klassiker nicht fehlen. Dazu zählen beispielsweise die Schokoladenwerkstatt, die gleich vier Mal im Angebot ist, der Mädchentag oder der Ausflug mit den Fischern an den Deutensee.

Apropos Ausflug: Nachdem man 2020 wegen Corona auf den Besuch des Skylineparks in Bad Wörishofen und den Kletterwald am Grüntensee verzichtet hatte, habe man beide heuer wieder im Programm, freut sich Zila. Nach einem Jahr Pause sind auch der Alpenverein, die Knappschafts- und Trachtenkapelle und die Peitinger Bienenzüchter als Veranstalter wieder mit von der Partie.

Es ist also angerichtet fürs Peitinger Ferienprogramm. In diesen Tagen wird laut Zila das Programmheft verteilt, am 10. Juli findet von 9.30 bis 11.30 Uhr der große Anmeldetag in der Schloßberghalle statt. Weil der Ansturm erfahrungsgemäß groß ist, weist das Ferienprogramm-Team darauf hin, dass nur Angehörige der eigenen Familie angemeldet werden können. So soll sichergestellt werden, „dass jedes Kind die Chance bekommt, an verschiedenen Aktionen teilzunehmen“, so Zila. Für alle Angebote gilt das Hygienekonzept, welches sich bereits im vergangenen Jahr bewährt hatte. Die Leiterin ist dementsprechend zuversichtlich, dass auch heuer alles nach Plan verläuft. Und wenn nicht, sei das auch kein Beinbruch. Wenn die Corona-Krise eines gezeigt habe, dann das: „Man muss einfach flexibel sein.“

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