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Ein Besuch bei der Peitinger Feuerwehr sorgte im vergangenen Jahr im Rahmen des Peitinger Ferienprogramms für strahlende Kinderaugen.

Planungen laufen

Peitinger Ferienprogramm trotzt Corona - mit Einschränkungen

  • Christoph Peters
    vonChristoph Peters
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Ein Peitinger Sommer ohne Ferienprogramm? Das soll es auch in Zeiten der Corona-Pandemie nicht geben. Dafür will das Organisationsteam um Sonja Zila sorgen. Um Einschränkungen kommt man freilich nicht herum. Zumindest die Hälfte der üblichen rund 60 Aktionen soll aber stattfinden.

Peiting – Es war ein großes Fest, mit dem im vergangenen Jahr das runde Jubiläum gefeiert wurde. Auf sein 25-jähriges Bestehen blickte das Peitinger Ferienprogramm zurück, es eine Institution in der Marktgemeinde zu nennen, ist daher bestimmt nicht übertrieben. Damals konnte freilich noch niemand ahnen, dass ausgerechnet das Jahr nach dem großen Jubiläum zum wohl schwierigsten in der Geschichte des Ferienprogramms werden würde.

Im März, als das Organisationsteam um Sonja Zila eigentlich mit der Planung starten wollte, legte die Corona-Pandemie das ganze Land lahm. Veranstaltungen wurden reihenweise abgesagt, und auch in Peiting stellte man sich die bange Frage: War es das für das Ferienprogramm in diesem Jahr? Doch ein Sommer ohne die zahlreichen Aktionen und Abenteuer, ohne begeisterte Kinder und deren glückliche Eltern? Das war für die Organisatoren nur schwer vorstellbar. Also fasste man einen Entschluss.

„Wir haben gesagt, wir planen das Programm auf jeden Fall“, sagt Zila. „Für die Kinder hätte es uns sonst sehr leid getan, wir wollen ihnen damit auch ein bisschen Normalität zurückgeben“, erklärt die Mutter zweier Kinder, die heuer erstmals die Leitung des Organisationsteams übernommen hat.

Anfang April schrieben Zila und ihre Mitstreiter alle Vereine, Firmen und Helfer an, die im vergangenen Jahr mit einem Angebot zum Gelingen des Ferienprogramms beigetragen hatten. Die Rückmeldungen bestätigten die Organisatoren in ihrem Vorhaben. „Viele haben sofort zugesagt, wieder mitzumachen.“ Und das, obwohl man noch gar nicht genau wisse, wie und ob die einzelnen Aktionen überhaupt stattfinden können in Zeiten von verschärften Hygiene- und Abstandsrichtlinien, betont Zila. Genaue Vorgaben gebe es nur wenige, nahezu täglich kommen neue Ansagen aus der Politik.

Fahrten in Freizeitparks fallen aus

In manchen Fällen war die Entscheidung einfach, wenn auch schmerzlich. Ausgerechnet die beliebten Ausflugsfahrten in den Skyline-Park oder den Märchenwald mussten gestrichen werden. Statt 50 Kindern hätten unter Einhaltung von Abstandsregeln maximal nur die Hälfte in den Bus gedurft, rechnet Zila vor. „Das wäre finanziell nicht machbar gewesen.“ Ganz zu schweigen davon, dass ein Parkbesuch mit einer derart großen Gruppe wohl ohnehin nicht ratsam gewesen wäre.

Überhaupt sind es vor allem die Angebote mit vielen Plätzen, die heuer im Programmheft fehlen werden. Das Zeltlager in Schwabsoien sei bereits abgesagt, auch Fußballtrainings werde es wohl nicht geben, sagt Zila. In Kleingruppen wie etwa beim Basteln seien Abstände und Hygienevorschriften einfacher umzusetzen. Statt rund 60 Angebote wie in den vergangenen Jahren sind es so heuer nur etwa die Hälfte. Dabei dürfte der Andrang in diesem Sommer besonders groß sein, ahnt Zila. Wegen der Corona-Pandemie werden voraussichtlich deutlich mehr Familien ihren Urlaub daheim verbringen. Wo es geht, will man sich deshalb die Möglichkeit offen lassen, Teilnehmerplätze aufzustocken.

Termin für den Tag der Anmeldung steht

Als nächstes steht für Zila und ihr Team das Layouten des Programmhefts an, damit es pünktlich in Druck gehen kann. Auch der Tag der Anmeldung steht schon fest. Er findet heuer am 11. Juli statt – allerdings nicht wie sonst üblich im Pfarrheim, sondern in der Dreifachhalle. „Dort haben wir mehr Platz und können Ein- und Ausgang getrennt regeln“, begründet Zila den Ortswechsel. In Corona-Zeiten ist eben alles ein bisschen anders.

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