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Die Urnengrabanlage (im Bild das Beispiel aus Schwabsoien) soll in der Nähe der Aussegnungshalle einen Platz finden.

Marktgemeinderat

Peitinger Friedhof am Bühlach: Neue Möglichkeiten für Bestattung

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Die neuen Bestattungsmöglichkeiten im Peitinger Friedhof am Bühlach nehmen Gestalt an. Am Dienstag hat der Marktgemeinderat die letzten Details zu Urnenstelen, Urnengrabanlage und Baumbestattung festgelegt.

Peiting – Bereits mehrfach hat sich der Peitinger Gemeinderat in den vergangenen Monaten mit der Neugestaltung der Friedhöfe im Ort beschäftigt. Besonders im Fokus standen dabei die Bestattungsmöglichkeiten. Weil die Nachfrage nach Alternativen zum normalen Sarggrab stetig steigt, will die Gemeinde den Bürgern künftig mehr Optionen bieten. Für den Friedhof am Bühlach haben die Gemeinderäte in der Sitzung am Dienstag nun drei zusätzliche Bestattungsformen auf den Weg gebracht. Grundlage dafür waren die Empfehlungen des Arbeitskreises „Friedhof“.

-Urnenstelen:Bereits im September hatten sich die Räte grundsätzlich für die Errichtung von zwei Urnenstelen auf der Grünfläche rechts neben dem Haupteingang ausgesprochen. Offen blieb damals die genaue Gestaltung, mit der sich der Arbeitskreis befassen sollte. Das habe dieser zwischenzeitlich getan, berichtete Bürgermeister Michael Asam. Die beiden grauen Stelen sollen Platz für je 16 Urnennischen bieten, die mit je drei Urnen belegt werden können. Vorbild ist die Anlage auf dem Schongauer Friedhof, allerdings habe der Arbeitskreis vorgeschlagen, statt der dortigen aufgesetzten Kugel ein Kreuz anzubringen, sagte der Bürgermeister. Ein weiteres Kreuz sowie eine Aufstellmöglichkeit für Kerzen und Blumen soll zwischen den Stelen errichtet werden.

Direkt am Eingang des Friedhofs am Bühlach werden die beiden Urnenstelen errichtet. Die Urnengrabanlage soll in der Nähe der Aussegnungshalle einen Platz finden, während die Baumbestattung entlang des Industriegleises ermöglicht wird.

-Urnengrabanlage: Umgesetzt werden soll auch eine Urnengrabanlage, wie es sie etwa bereits am Friedhof in Schwabsoien gibt. Je Stele, die den Grabstein ersetzen, können zwei Urnen beigesetzt werden. Auf einem Metallschild an der Stele werden die Daten der Verstorbenen vermerkt. Grabinhaber sollen die Möglichkeit bekommen, einen Metallring zu erwerben, den sie nach eigenen Wünschen gestalten können. Dieser grenze gleichzeitig die zu nutzende Grabfläche ab, was zu einem einheitlichen Gesamteindruck führen soll. Gerade am neuen Friedhof gebe es in diesem Punkt Verbesserungsbedarf, sagte Asam mit Blick auf die dortigen Urnengräber. „Das ist aktuell kein schönes Bild.“ (Siehe auch nebenstehenden Kasten). Als Standort hatte der Arbeitskreis zwei Möglichkeiten ins Auge gefasst, einmal in der Nähe der Aussegnungshalle und einmal im südlichen Teil des Friedhofs. Wobei sich Asam für erstere Variante aussprach. „Da kommen Leute mit Gehhilfen einfacher hin.“

-Baumbestattung: Ebenfalls verwirklicht werden soll die Möglichkeit zur Baumbestattung, bei der die Urne mit der Asche des Verstorbenen im Wurzelbereich eines Baumes oder Strauches beigesetzt wird. Ursprünglich hatte der Arbeitskreis auch hier den südlichen Teil des Friedhofareals im Blick. Aus dem gleichen Grund wie bei der Urnengrabanlage habe man diesen Standort jedoch verworfen und sich stattdessen für den Wald entlang des Industriegleises im Westen des Friedhofs entschieden, so Asam.

Im Gremium stießen die Vorschläge des Arbeitskreises auf breite Zustimmung – mit Ausnahme des aufgesetzten Kreuzes auf den Urnenstelen, das nicht umgesetzt werden soll. Herbert Salzmann (SPD) wies bei den Erdbestattungen noch einmal darauf hin, dass die Urnen biologisch abbaubar sein müssten, um das Problem einer Zweitbestattung zu vermeiden. Eric Bader (CSU) wollte wissen, warum man nicht gleich an beiden vorgeschlagenen Standorten eine Urnengrabanlage errichte. Der Bedarf sei mit einer Anlage erst einmal gedeckt, entgegnete Asam, fügte aber hinzu: „Wir können das nach und nach je nach Bedarf ergänzen.“

Andreas Barnsteiner (BVP) war es wichtig, dass der Charakter des Friedhofs erhalten bleibe. Stelen seien okay, aber sie müssten schlicht sein. Das gelte auch für Devotionalien. Hier müsse man darauf achten, dass nicht vom „Teddybär bis zum Schal“ alles reingestellt werde, forderte er.

Alle drei Beschlüsse fielen einstimmig. Umgesetzt werden sollen die Maßnahmen voraussichtlich im nächsten Jahr.

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